Block 07 · IT-Sicherheit & Datenschutz

Immer 8/9 Prüfungen (fehlte nur in W23) · Ø 12 von 200 Punkten · fast nur Teil 1 (Ausnahme S24: Teil 2, Aufgabe 1) · Lösungen: 07_IT-Sicherheit_Loesungen.html
So arbeitest du mit diesem Block Erst den Erklärungssatz lesen, dann die Aufgaben mit dem Belegsatz daneben lösen (Belegsatz am besten separat ausdrucken und neben die Aufgaben legen). Zeitrichtwert: 1 Punkt ≈ 0,9 Minuten. Lösungen erst danach in der separaten Lösungsdatei nachsehen. Zu den beiden Code-Aufgaben (SEC-04.2, SEC-06.3) gibt es lauffähige Java-Dateien im Ordner java\07_IT-Sicherheit\.

A · Erklärungssatz

IT-Sicherheit kam in 8 von 9 Prüfungen vor, fast immer in Teil 1 als Teilaufgabe einer Szenario-Aufgabe (Sensoren übertragen Daten, eine App spricht mit einem Server, ein Webserver bekommt ein Zertifikat). Gefragt wird mit den Operatoren nennen, erläutern, begründen, meist 1–9 Punkte je Teilaufgabe. Gerechnet oder programmiert wird hier selten. Punkte gibt es für saubere Begriffe und eine Begründung mit Bezug zum Szenario. Wer verschlüsseln, signieren und hashen sicher auseinanderhält, holt hier schnelle Punkte.

UnterthemaKategorieTypische PunkteWichtigste Fähigkeit
SEC-01 VerschlüsselungsverfahrenMeistens1–8hybride Verschlüsselung erklären, Verfahren begründet auswählen (IoT!)
SEC-02 Hash, Signatur, Zertifikate/PKIMeistens2–9Signatur erstellen/prüfen, „Verschlüsselung ≠ Integrität“, Vertrauenskette
SEC-03 Schutzziele & SchutzbedarfMeistens3–6Situation → Schutzziel, Sicherheitsanforderungen formulieren
SEC-04 AuthentifizierungWahrscheinlich3–62FA, Passwörter speichern, Passwort-Reset, OAuth2-Rollen
SEC-05 Datenschutz / DSGVOWahrscheinlich4–6Einwilligung, Datenschutzerklärung, Grundsätze, keine echten Daten in Fremdtools
SEC-06 Angriffe & GegenmaßnahmenSonstige2–5Angriff erkennen und passende Gegenmaßnahme nennen

Die wichtigste Tabelle des Blocks: Welcher Mechanismus sichert welches Schutzziel?

Fast jede Krypto-Frage lässt sich mit dieser Tabelle beantworten. Die Schutzziele selbst werden in SEC-03 genau erklärt.

MechanismusVertraulichkeitIntegritätAuthentizitätVerbindlichkeit
Symmetrische Verschlüsselung (AES)✔– (nur mit MAC bzw. AEAD-Modus)––
Asymmetrische Verschlüsselung (RSA)✔–––
Hashwert allein (SHA-256)–nur zufällige Fehler erkennbar––
MAC / HMAC (Hash + geheimer Schlüssel)–✔✔ (Absender kennt den Schlüssel)–
Digitale Signatur–✔✔✔
Zertifikat (PKI)––✔ (Schlüssel gehört wirklich zu …)Grundlage für Signaturen
TLS / HTTPS✔✔✔ (des Servers)–
MerkeVerschlüsseln schützt vor dem Mitlesen, Signieren/MAC schützt vor unbemerkter Veränderung und Fälschung. Das eine ersetzt das andere nicht. Wer beides braucht, muss beides einsetzen (oder TLS bzw. einen AEAD-Modus wie AES-GCM, die beides kombinieren).

SEC-01 · Verschlüsselungsverfahren Meistens

Vorkommen: Kryptografie insgesamt 6/9 · Verschlüsselungsverfahren davon in W21, W22, S23, W25, S26 · immer Teil 1, 1–8 Punkte je Teilaufgabe

Grundbegriffe

Symmetrische Verschlüsselung Klartext „Treffen 9 Uhr“ verschlüsseln Chiffrat x7#Qa!9vR… entschlüsseln Klartext „Treffen 9 Uhr“ derselbe geheime Schlüssel K – beide müssen ihn vorher kennen Asymmetrische Verschlüsselung Klartext „Treffen 9 Uhr“ verschlüsseln Chiffrat 8f!Kq2#Lw… entschlüsseln Klartext „Treffen 9 Uhr“ öffentlicher Schlüssel des Empfängers privater Schlüssel des Empfängers (geheim) ein Schlüsselpaar
Abb. A-1: Symmetrisch – ein gemeinsamer Schlüssel; asymmetrisch – ein Schlüsselpaar des Empfängers

Symmetrische Verschlüsselung

Sender und Empfänger verwenden denselben geheimen Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln.

Asymmetrische Verschlüsselung (Public-Key-Verfahren)

Jeder Teilnehmer hat ein Schlüsselpaar: einen öffentlichen Schlüssel (Public Key, darf jeder kennen) und einen privaten Schlüssel (Private Key, verlässt nie den Besitzer). Was mit dem einen Schlüssel bearbeitet wurde, kann nur mit dem anderen umgekehrt werden. Wer B eine vertrauliche Nachricht schicken will, verschlüsselt mit dem öffentlichen Schlüssel von B; entschlüsseln kann nur B mit seinem privaten Schlüssel.

RSA in drei Sätzen (für „Erläutern Sie, was man unter RSA versteht“) RSA (nach Rivest, Shamir, Adleman) ist ein asymmetrisches Verfahren mit öffentlichem und privatem Schlüssel. Seine Sicherheit beruht darauf, dass man eine sehr große Zahl n, das Produkt zweier großer Primzahlen p·q, praktisch nicht wieder in diese Primfaktoren zerlegen kann – ohne p und q lässt sich der private Schlüssel nicht berechnen. RSA wird zum Verschlüsseln kleiner Datenmengen (z. B. Sitzungsschlüssel) und zum Signieren verwendet; wegen der langen Schlüssel (2048–4096 Bit, das BSI empfiehlt mindestens 3000 Bit) ist es rechenaufwendig.

Nur zum Verständnis (wird nicht gerechnet): Mit den Mini-Primzahlen p = 3, q = 11 ist n = 33. Öffentlicher Schlüssel (e = 3, n = 33), privater Schlüssel (d = 7, n = 33). Nachricht m = 4: Chiffrat c = 4³ mod 33 = 64 mod 33 = 31. Entschlüsseln: 31⁷ mod 33 = 4. Mit echten Zahlen von 600 Dezimalstellen ist das Rückrechnen ohne d praktisch unmöglich.

Kriteriumsymmetrisch (z. B. AES)asymmetrisch (z. B. RSA, ECC)
Schlüsselein gemeinsamer geheimer SchlüsselSchlüsselpaar: öffentlich + privat
Geschwindigkeitsehr schnell, auch in Hardwarelangsam, rechenintensiv
Datenmengebeliebig großnur kleine Datenmengen
SchlüsselverteilungProblem: sicherer Kanal nötigeinfach: öffentlicher Schlüssel darf bekannt sein (Echtheit über Zertifikat)
Schlüsselanzahl bei n Partnernn·(n−1)/2n Schlüsselpaare
Signatur möglich?nein (nur MAC)ja
typische Schlüssellänge128–256 BitRSA 2048–4096 Bit, ECC 256–384 Bit

Hybride Verschlüsselung – die Kombination (am häufigsten gefragt!)

Hybride Verfahren nutzen die Stärken beider Welten: Asymmetrisch wird nur ein kleiner, zufällig erzeugter Sitzungsschlüssel (Session Key) sicher übertragen; die eigentlichen Daten werden mit diesem Sitzungsschlüssel symmetrisch und damit schnell verschlüsselt. Beispiel: Eine Mandantin lädt im Online-Portal ihrer Steuerkanzlei 40 MB Belege hoch.

Sender: Browser der Mandantin Empfänger: Server der Kanzlei ① Sitzungsschlüssel S zufällig erzeugen ② Belege mit S verschlüsseln (symmetrisch, z. B. AES) ③ S mit öffentlichem Schlüssel der Kanzlei verschlüsseln (RSA) Übertragung über das Internet Chiffrat der Belege verschlüsselter S ⑤ Belege mit S entschlüsseln (symmetrisch, AES) ④ S mit eigenem privatem Schlüssel entschlüsseln (RSA) S Nur der kurze Schlüssel S wird (langsam) asymmetrisch verschlüsselt, die großen Daten (schnell) symmetrisch.
Abb. A-2: Ablauf der hybriden Verschlüsselung

So beschreibst du den Ablauf (Schritte nummerieren, Schlüssel immer genau benennen):

  1. Der Sender erzeugt einen zufälligen symmetrischen Sitzungsschlüssel (nur für diese Sitzung/Nachricht).
  2. Er verschlüsselt die Daten mit dem Sitzungsschlüssel symmetrisch (AES).
  3. Er verschlüsselt den Sitzungsschlüssel mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers asymmetrisch (RSA) und schickt beides.
  4. Der Empfänger entschlüsselt den Sitzungsschlüssel mit seinem privaten Schlüssel.
  5. Mit dem Sitzungsschlüssel entschlüsselt er die Daten symmetrisch.

Vorteile hybrid: schnell auch bei großen Datenmengen (gegenüber rein asymmetrisch) · kein vorheriger geheimer Schlüsselaustausch nötig (gegenüber rein symmetrisch) · für jede Sitzung ein neuer Schlüssel, ein erbeuteter Sitzungsschlüssel öffnet also nur diese eine Sitzung.

MerkeHybrid = asymmetrisch für den Schlüssel, symmetrisch für die Daten. Die Daten werden einmal verschlüsselt, nicht zweimal.

TLS / HTTPS vereinfacht

TLS (Transport Layer Security, Nachfolger von SSL) ist das Standardbeispiel für hybride Verschlüsselung. HTTPS ist HTTP über TLS; TLS steckt auch in sicheren Mail-Verbindungen, MQTT über TLS usw. Umgangssprachlich heißt das Server-Zertifikat noch „SSL-Zertifikat“.

Client (Browser/App) Server ① ClientHello: unterstützte Verfahren, Zufallszahl ② ServerHello + Zertifikat (enthält öffentlichen Schlüssel) ③ Client prüft das Zertifikat: CA-Signatur, Gültigkeit, Domainname ④ Schlüsselaustausch: Geheimnis mit dem öffentl. Schlüssel des Servers verschlüsselt (TLS 1.2) bzw. Diffie-Hellman (TLS 1.3) ⑤ Beide berechnen daraus denselben symmetrischen Sitzungsschlüssel ⑥ Nutzdaten symmetrisch verschlüsselt + geschützt (AES-GCM)
Abb. A-3: TLS-Handshake vereinfacht – asymmetrisch zum Schlüsselaustausch, danach symmetrisch

Was TLS leistet: Vertraulichkeit (symmetrische Verschlüsselung der Nutzdaten), Integrität (jeder Datensatz wird mit einem MAC bzw. im AEAD-Modus geschützt, Veränderungen fallen auf) und Authentizität des Servers (Zertifikat; der Client weiß, mit wem er spricht). Den Client authentifiziert TLS normalerweise nicht, das macht die Anwendung (Login). Ausnahme: gegenseitiges TLS (mTLS) mit Client-Zertifikat, z. B. bei Maschinen untereinander.

In IHK-Lösungen genügt meist die „klassische“ Darstellung aus TLS 1.2: Der Client erzeugt das Sitzungsgeheimnis und schickt es mit dem öffentlichen Schlüssel des Servers verschlüsselt. Seit TLS 1.3 wird der Sitzungsschlüssel stattdessen von beiden Seiten per (Elliptic-Curve-)Diffie-Hellman berechnet; das Zertifikat dient dann zur Authentifizierung des Servers. Beides ist „hybrid“.

Transport- vs. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Transportverschlüsselung (jede Teilstrecke einzeln, z. B. TLS) Absender Mail-/Chat-Server Empfänger verschlüsselt verschlüsselt Server entschlüsselt und verschlüsselt neu → Inhalt dort im Klartext lesbar Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (z. B. S/MIME, PGP, Messenger mit E2E) durchgehend verschlüsselt – Schlüssel nur bei Absender und Empfänger Absender Mail-/Chat-Server Empfänger Server leitet nur Chiffrat weiter und kann den Inhalt nicht lesen
Abb. A-4: Transport- und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
TransportverschlüsselungEnde-zu-Ende-Verschlüsselung
Was wird geschützt?jede Teilstrecke (Client → Server, Server → Server)der Inhalt vom ersten Absender bis zum letzten Empfänger
Zwischenstationensehen den Klartext (Server, Gateways, Proxys)sehen nur Chiffrat
Risikokompromittierte oder neugierige ZwischenstationSchlüsselverwaltung bei den Endpunkten aufwendiger; Server kann Inhalte nicht prüfen/durchsuchen
BeispieleHTTPS, TLS zwischen Mailservern, WLAN-VerschlüsselungS/MIME, PGP, E2E-Messenger, Verschlüsselung direkt im Sensor bis zur Anwendung

Verfahren für leistungsschwache Geräte (IoT-Sensoren)

Batteriebetriebene Sensoren haben wenig Rechenleistung und Speicher, sollen jahrelang mit einer Batterie laufen und dürfen per Funk oft nur wenige Byte je Nachricht senden. So gehst du bei der Auswahl vor:

  1. Rahmenbedingungen aus der Anlage herauslesen: Prozessor, RAM, Energieversorgung, Laufzeitziel, maximale Nachrichtengröße, Sendehäufigkeit, vorhandene Krypto-Hardware.
  2. Symmetrisch bevorzugen: AES-128 ist schnell, energiesparend und oft als Hardware-Baustein vorhanden. Das Chiffrat ist kaum größer als der Klartext.
  3. Schlüsselverteilung lösen: Jedes Gerät bekommt bei der Produktion oder Inbetriebnahme einen eigenen Schlüssel (Pre-Shared Key), der sicher im Gerät (z. B. Secure Element) und auf dem Server gespeichert wird. Nie einen gemeinsamen Schlüssel für alle Geräte – sonst öffnet ein gestohlenes Gerät alle anderen.
  4. Asymmetrisch nur sparsam: Wenn überhaupt, dann ECC statt RSA (256-Bit-ECC ≈ Sicherheit von 3072-Bit-RSA bei viel kürzeren Schlüsseln), und nur selten, z. B. einmalig beim Einbinden des Geräts.
  5. Integrität nicht vergessen: Zusätzlich einen MAC mitschicken bzw. einen AEAD-Modus verwenden (SEC-02).

Beispiel mit anderen Daten: Ein Funk-Wasserzähler mit Knopfzelle soll 12 Jahre laufen und sendet einmal täglich ein 20-Byte-Telegramm. RSA-2048 würde jede Nachricht auf mindestens 256 Byte aufblähen und viel Energie kosten; ein AES-128-Schlüssel je Zähler, der beim Einbau beim Versorger hinterlegt wird, ist die passende Lösung.

Typische Fallen
So wird es in der Prüfung gefragt W21 T1 A4a (8 P): Eine Software verschlüsselt mit einem eingebauten Lizenzschlüssel symmetrisch; Schwäche erkennen und eine asymmetrische bzw. hybride Alternative mit Vor- und Nachteil erläutern. W22 T1 A1d (5 P): Ablauf der hybriden Verschlüsselung bei TLS beschreiben. S23 T1 A4a (4 P): Verschlüsselungsverfahren für Sensoren mit geringer Rechenleistung auswählen und begründen. W25 T1 A3a (4 P): Transportverschlüsselung benennen und den Vorteil der hybriden Verschlüsselung erläutern. S26 T1 A3bc/bd (6 P): „Erläutern Sie, was man unter RSA versteht“ und „Begründen Sie, ob RSA in Ihrem Projekt sinnvoll ist“ – das Projekt hatte batteriebetriebene Bodensensoren. Erwartet: RSA ist asymmetrisch und rechenaufwendig → für die Sensoren ungeeignet bzw. nur für den Schlüsselaustausch sinnvoll.

SEC-02 · Hash, digitale Signatur, Zertifikate/PKI Meistens

Vorkommen: Kryptografie insgesamt 6/9 · Hash/Signatur/Zertifikat davon in W21, S22, W22, S23, S26 · Teil 1, 2–9 Punkte je Teilaufgabe

Hashfunktionen

Eine kryptografische Hashfunktion berechnet aus beliebig großen Daten einen Hashwert (Prüfsumme, „digitaler Fingerabdruck“) fester Länge, z. B. 256 Bit bei SHA-256. Eigenschaften:

EingabeSHA-256 (gekürzt)
Paket 5K-2209 zugestellt7fe5231676663b5a…70b551f39650
Paket 5K-2209 zugestellt. (mit Punkt)2697297fcb427fd1…cdb017d122
VerfahrenLängeEinsatz heute
MD5128 Bitunsicher (Kollisionen leicht erzeugbar) – höchstens noch als Prüfsumme gegen zufällige Fehler
SHA-1160 Bitunsicher (praktische Kollision seit 2017)
SHA-256, SHA-512 (SHA-2), SHA-3256–512 Bitaktueller Standard für Integrität und Signaturen
bcrypt, scrypt, Argon2, PBKDF2–absichtlich langsame Verfahren speziell für Passwörter (SEC-04)

Einsatz: Prüfsummen bei Downloads, Grundlage der digitalen Signatur, Passwortspeicherung (mit Salt), Versionsverwaltung (Git), Erkennen doppelter Dateien.

Typische Fallen

MAC / HMAC – Prüfsumme mit geheimem Schlüssel

Ein MAC (Message Authentication Code) ist eine Prüfsumme, in die ein geheimer symmetrischer Schlüssel eingeht. Das genormte Verfahren auf Basis einer Hashfunktion heißt HMAC (z. B. HMAC-SHA256). Beispiel: Eine Wetterstation sendet „Wind 87 km/h“ und dazu HMAC(K, „Wind 87 km/h“). Der Server kennt K, berechnet den HMAC über die empfangene Nachricht neu und vergleicht.

Digitale Signatur

Absenderin (Lieferantin): signieren Rechnung Hashfunktion Hashwert mit eigenem privatem Schlüssel signieren Signatur Übertragung: Rechnung + Signatur (die Rechnung selbst bleibt lesbar!) Empfänger: prüfen empf. Rechnung Hashfunktion Hashwert H1 empf. Signatur mit öffentlichem Schlüssel der Absenderin prüfen Hashwert H2 H1 = H2 ? gleich: Rechnung unverändert und wirklich von der Absenderin ungleich: verändert oder falsche Absenderin → ablehnen
Abb. A-5: Digitale Signatur erstellen (oben) und prüfen (unten)

Ablauf in Worten: Die Absenderin bildet den Hashwert des Dokuments und signiert ihn mit ihrem privaten Schlüssel (bei RSA anschaulich: „verschlüsselt den Hashwert mit dem privaten Schlüssel“). Dokument und Signatur werden zusammen versendet. Der Empfänger berechnet den Hashwert des empfangenen Dokuments selbst (H1), prüft die Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel der Absenderin (erhält H2) und vergleicht H1 mit H2.

ZielWer handelt?Welcher Schlüssel?
Nachricht an B vertraulich verschlüsselnSender Aöffentlicher Schlüssel von B
Nachricht entschlüsselnEmpfänger Bprivater Schlüssel von B
Nachricht signierenSender Aprivater Schlüssel von A
Signatur prüfenEmpfänger B (oder jeder andere)öffentlicher Schlüssel von A
MerksatzVerschlüsseln für jemanden → dessen öffentlicher Schlüssel. Signieren als ich selbst → mein privater Schlüssel.

Zertifikate und PKI

Problem der asymmetrischen Verfahren: Woher weiß ich, dass ein öffentlicher Schlüssel wirklich zum Online-Shop oder zur Lieferantin gehört? Ein digitales Zertifikat (Standard X.509) ist eine von einer Zertifizierungsstelle (CA, Certificate Authority) digital signierte Bescheinigung, die einen öffentlichen Schlüssel an eine Identität bindet (Domain, Person, Firma).

Root-Zertifikat „Beispiel Root CA“ signiert von: sich selbst vorinstalliert im Betriebssystem/Browser Zwischenzertifikat „Beispiel Server CA“ öffentlicher Schlüssel der Server CA signiert von: Beispiel Root CA Server-Zertifikat „shop.weinhandel.example“ öffentlicher Schlüssel des Shop-Servers signiert von: Beispiel Server CA · gültig bis … signiert signiert Prüfrichtung des Browsers: von unten bis zum Vertrauens- anker
Abb. A-6: Zertifikatskette (Chain of Trust)

Was der Browser prüft: (1) Passt der Name im Zertifikat zur aufgerufenen Adresse? (2) Ist das Zertifikat gültig (Zeitraum) und nicht gesperrt? (3) Ist die Signatur korrekt – geprüft mit dem öffentlichen Schlüssel der ausstellenden CA? (4) Schritt (3) wiederholt sich Stufe für Stufe bis zu einem Root-Zertifikat, das im Vertrauensspeicher liegt. Geht alles auf, zeigt der Browser das Schloss; sonst eine Warnung.

Code-Signing

Auch Programme, Treiber, Apps, Makros und Firmware-Updates werden signiert. Der Hersteller signiert die Datei mit dem privaten Schlüssel seines Code-Signing-Zertifikats; das Betriebssystem bzw. Gerät prüft vor dem Start oder der Installation Signatur und Zertifikatskette. Beispiel: Eine Bäckereikette verteilt eine neue Version ihrer Kassensoftware. Ist die Datei signiert, zeigt Windows den geprüften Herausgeber an; ist sie unsigniert oder nach dem Signieren verändert worden, erscheint „Unbekannter Herausgeber“ bzw. eine Sperrwarnung.

Fangfrage: „Die Daten sind doch verschlüsselt – dann kann sie auch niemand verändern“ Falsch. Verschlüsselung sichert nur die Vertraulichkeit. Ein Angreifer kann das Chiffrat verändern, abschneiden oder eine alte Nachricht erneut einspielen, ohne den Schlüssel zu kennen. Der Empfänger entschlüsselt dann einfach Datenmüll oder – bei manchen Modi (Stromchiffren, AES-CTR) – sogar gezielt veränderten Klartext: Das Kippen eines Bits im Chiffrat kippt genau dasselbe Bit im Klartext. Ohne MAC, Signatur oder AEAD-Modus bemerkt er das nicht. Umgekehrt gilt: Signieren statt Verschlüsseln sichert Integrität und Authentizität, aber keine Vertraulichkeit.
So wird es in der Prüfung gefragt W21 T1 A4b (4 P): Beim Start einer Software erscheint die Warnung, sie stamme aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle – Ursache erläutern und erklären, wie das Signieren mit einem Zertifikat hilft. S22 T1 A4c (9 P): Drei Sicherheitsmechanismen erläutern, die ein SSL-Zertifikat für einen Webserver bewirkt (Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität). W22 T1 A1e (3 P): Beschreiben, wie die Echtheit eines öffentlichen Schlüssels über Zertifikate/PKI geprüft wird. S23 T1 A4b (4 P): „Signieren statt verschlüsseln?“ – welche Schutzziele werden erreicht, welche nicht. S26 T1 A3bb (4 P): Ein Verfahren erläutern, mit dem Sensordaten bei der Übertragung nicht unbemerkt manipuliert werden können (Hash allein reicht nicht → MAC oder Signatur).

SEC-03 · Schutzziele & Schutzbedarf Meistens

Vorkommen: 6/9 · Prüfungen: S22, W22, S23, S24, W25, S26 · Teil 1 (meist 3–4 Punkte, oft in Krypto-Aufgaben eingebaut)

Die Schutzziele

Das BSI nennt drei Grundwerte der Informationssicherheit: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (englisch CIA: Confidentiality, Integrity, Availability). Dazu kommen häufig Authentizität und Verbindlichkeit, die das BSI als Teilaspekte der Integrität sieht. Wenn in der Prüfung nach dem „Schutzziel nach BSI“ gefragt wird, ist fast immer einer der drei Grundwerte gemeint.

SchutzzielBedeutungSignalwörterBeispiel (Online-Shop für Fahrradteile)typische Maßnahmen
VertraulichkeitInformationen sind nur Befugten zugänglich.einsehen, mitlesen, abhören, veröffentlicht, weitergegeben, gestohlenKundenliste mit Adressen liegt in einem öffentlich erreichbaren Cloud-Ordner.Verschlüsselung (Übertragung und Speicherung), Rechte- und Rollenkonzept, Authentifizierung, Festplattenverschlüsselung
IntegritätDaten sind korrekt, vollständig und unverändert; Änderungen sind erkennbar bzw. nur Befugten möglich.verändert, manipuliert, verfälscht, fehlerhaft, unvollständigEin Preis wird unbemerkt von 49,90 € auf 4,99 € geändert.Hash/MAC/Signatur, Schreibrechte nur für Befugte, Protokollierung, Versionierung, Eingabeprüfung, Transaktionen
VerfügbarkeitSysteme und Daten sind nutzbar, wenn sie gebraucht werden.nicht erreichbar, Ausfall, überlastet, zu langsam, gelöscht, gesperrtDer Shop bricht am Aktionstag unter der Last zusammen.Redundanz, Backups, USV, Lastverteilung, Skalierung, Monitoring, DDoS-Schutz, Notfallplan
AuthentizitätEchtheit: Daten bzw. Kommunikationspartner sind wirklich, wer oder was sie vorgeben zu sein.gefälscht, vorgetäuscht, angeblich, im Namen vonEine E-Mail „vom Lieferanten“ mit geänderter Bankverbindung ist gefälscht.Signatur, Zertifikate, MAC, starke Authentifizierung, Rückruf über bekannte Nummer
Verbindlichkeit (Nicht-abstreitbarkeit)Eine Handlung kann später nicht abgestritten werden; sie ist einer Person nachweisbar zuzuordnen.bestreitet, nachweisen, beweisen, wer war es?Ein Kunde bestreitet, eine teure Bestellung aufgegeben zu haben.digitale Signatur, revisionssichere Protokollierung mit Zeitstempel, persönliche statt Sammelkonten

So gehst du vor: Situation → Schutzziel

  1. Frage dich: Was ist passiert bzw. was befürchtet jemand? Wer sieht etwas, das er nicht sehen darf? Was wurde verändert? Was geht nicht mehr? Wer ist nicht der, der er vorgibt zu sein? Wer kann etwas abstreiten?
  2. Achte auf die Signalwörter aus der Tabelle.
  3. Nenne ein Hauptschutzziel und begründe mit einem Halbsatz aus der Situation („…, weil die Ausleihdaten nicht mehr abrufbar sind“).
  4. Ist die Situation mehrdeutig, nenne das naheliegendste Schutzziel und erwähne das zweite kurz.

Beispiele (Stadtbibliothek): „Wegen eines Defekts am Datenbankserver kann zwei Tage lang nichts ausgeliehen werden“ → Verfügbarkeit. „Ein Praktikant ändert Rückgabedaten, damit seine Freunde keine Mahngebühr zahlen“ → Integrität. „Die Ausleihhistorie einer Leserin taucht in einem Internetforum auf“ → Vertraulichkeit.

Typische Fallen

BSI IT-Grundschutz und Schutzbedarfsfeststellung

Der IT-Grundschutz des BSI (BSI-Standards 200-1 bis 200-3 und das IT-Grundschutz-Kompendium mit seinen Bausteinen) beschreibt, wie eine Organisation ein angemessenes Sicherheitsniveau erreicht. Ablauf der Standard-Absicherung, stark vereinfacht:

  1. Strukturanalyse: Welche Geschäftsprozesse, Anwendungen, IT-Systeme, Räume und Netze gibt es?
  2. Schutzbedarfsfeststellung: Für jedes Objekt und jedes Schutzziel (V, I, A) wird der Schutzbedarf bestimmt.
  3. Modellierung: passende Bausteine aus dem Kompendium zuordnen (z. B. „Webanwendungen“, „Clients unter Windows“).
  4. IT-Grundschutz-Check: Soll-Ist-Vergleich der Anforderungen.
  5. Risikoanalyse für Objekte mit hohem oder sehr hohem Schutzbedarf, danach Umsetzung der Maßnahmen.
KategorieBedeutung (sinngemäß BSI)Woran man es festmacht (Schadensszenarien)
normalDie Schadensauswirkungen sind begrenzt und überschaubar.Verstoß gegen Gesetze/Verträge · Beeinträchtigung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (Datenschutz) · Gefahr für Leib und Leben · Beeinträchtigung der Aufgabenerfüllung · negative Innen- und Außenwirkung (Image) · finanzielle Auswirkungen
hochDie Schadensauswirkungen können beträchtlich sein.
sehr hochDie Schadensauswirkungen können ein existenziell bedrohliches, katastrophales Ausmaß erreichen.

Beispiel (Stadtbibliothek, andere Daten als in den Aufgaben):

ObjektVIABegründung
Online-Katalog (Buchbestand)normalnormalnormalöffentliche Daten; ein Ausfall ist ärgerlich, die Ausleihe vor Ort funktioniert weiter.
Leserkonten mit Ausleihhistoriehochnormalnormalpersonenbezogen; die Historie erlaubt Rückschlüsse auf Interessen, Gesundheit oder politische Haltung → Datenschutzverstoß und Imageschaden.
Selbstverbuchungsautomaten mit DiebstahlsicherungnormalhochhochAusfall → keine Ausleihe/Rückgabe, lange Schlangen; Manipulation → Medien verlassen unbemerkt das Haus.

Sicherheitsanforderungen formulieren

Wird nach „sicherheitstechnischen Anforderungen“ an ein System gefragt (S24), erwartet die IHK konkrete, überprüfbare Sätze, die sich einem Schutzziel zuordnen lassen. Muster: „Das System muss … (Was? Womit? Wie viel?)“. Beispiele für die Online-Terminbuchung einer Kfz-Werkstatt:

Typische Falle„Das System muss sicher sein“ oder „Datenschutz muss beachtet werden“ ist keine Anforderung und bringt keine Punkte. Immer konkret (Was genau? Womit?) und möglichst messbar.

Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit

So wird es in der Prüfung gefragt S26 T1 A3ba (3 P): Ein Kunde sagt, manipulierte Sensorwerte könnten großen Schaden anrichten – „Erläutern Sie das IT-Schutzziel nach BSI, das der Kunde angesprochen hat“ (Integrität: Bedeutung + Bezug). S24 T1 A1c (4 P): Sicherheitstechnische Anforderungen an eine Plattform beschreiben (erwartet z. B. sichere Datenübertragung, sichere Speicherung personenbezogener Daten, sichere Authentifizierung). W22 T1 A1a (4 P): Schwachstellen einer veralteten IT-Infrastruktur, Schwerpunkt Verfügbarkeit. S22 T1 A4c, S23 T1 A4b, W25 T1 A3bb: Schutzziele als Teil von Krypto- bzw. Datenschutzfragen (welche Schutzziele erreicht ein Zertifikat, eine Signatur, eine Maßnahme?).

SEC-04 · Authentifizierung Wahrscheinlich

Vorkommen: 3/9 · Prüfungen: S22 (OAuth2), W22 (SSO/OAuth2), S24 (Passwort-Reset, Teil 2) · 3–6 Punkte je Teilaufgabe

Identifikation – Authentifizierung – Autorisierung

BegriffFrageBeispiel HotelBeispiel IT
IdentifikationWer behauptest du zu sein?Gast nennt seinen Namen.Benutzername eingeben
AuthentifizierungBeweise es!Gast zeigt seinen Ausweis.Passwort, Einmalcode, Fingerabdruck wird geprüft
AutorisierungWas darfst du?Die Schlüsselkarte öffnet nur Zimmer 214 und den Fitnessraum.Rechte- und Rollenkonzept: Lesen ja, Löschen nein

Genau genommen authentisiert sich der Benutzer (er legt einen Nachweis vor), und das System authentifiziert ihn (es prüft den Nachweis). In der Prüfung werden beide Wörter meist gleich verwendet.

Faktoren und Mehr-Faktor-Authentifizierung (2FA/MFA)

FaktorBeispieleSchwäche
Wissen (etwas, das ich weiß)Passwort, PIN, Sicherheitsfragekann erraten, ausgespäht, per Phishing abgefragt werden
Besitz (etwas, das ich habe)Smartphone mit Authenticator-App (TOTP), Hardware-Token/FIDO2-Schlüssel, Chipkarte, Handynummer für SMS-Codekann verloren gehen oder gestohlen werden; SMS ist schwächer (SIM-Tausch, Abfangen)
Inhärenz / Biometrie (etwas, das ich bin)Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Iris, Stimmenicht änderbar, wenn kompromittiert; Fehlerkennungen; Datenschutz (besondere Daten)
Typische FallePasswort + PIN oder Passwort + Sicherheitsfrage sind zweimal Wissen – das ist keine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Auch ein Code per E-Mail ist schwach, wenn das E-Mail-Konto mit demselben Passwort geschützt ist.

Passwort-Richtlinien

Passwörter sicher speichern

Passwörter werden nie im Klartext und nie umkehrbar verschlüsselt gespeichert, sondern nur als Hashwert. Beim Login wird die Eingabe genauso gehasht und mit dem gespeicherten Wert verglichen. Ein einfacher, schneller Hash (MD5, auch SHA-256) reicht aber nicht:

BausteinWas ist das?Wo gespeichert?Wogegen hilft es?
Saltzufälliger Wert (z. B. 16 Byte), für jeden Benutzer anders, wird vor dem Hashen an das Passwort gehängtin der Datenbank neben dem Hash (nicht geheim)Problem 1 und 2: gleiche Passwörter ergeben verschiedene Hashes, vorberechnete Tabellen sind nutzlos
Peppergeheimer Wert, für alle Benutzer gleichnicht in der Datenbank, sondern z. B. in geschützter Konfiguration oder einem Hardware-SicherheitsmodulWird nur die Datenbank gestohlen, kann der Angreifer ohne Pepper keine Passwörter durchprobieren.
Langsame Hashfunktion / Key Stretchingbcrypt, scrypt, Argon2, PBKDF2: viele tausend Runden bzw. viel Speicher je Berechnung–Problem 3: Ein Login dauert z. B. 0,1 s (für den Nutzer egal), das Durchprobieren von Milliarden Passwörtern wird unbezahlbar langsam.

Schematisch: Registrierung salt := zufallswert(), hash := H(pepper + salt + passwort) (mit vielen Runden) → salt und hash speichern. Login: salt zum Benutzer laden, mit der Eingabe denselben Hash berechnen, vergleichen. In der Praxis nimmt man dafür eine fertige Bibliotheksfunktion (Java: SecretKeyFactory.getInstance("PBKDF2WithHmacSHA256"), PHP: password_hash(), Spring: BCryptPasswordEncoder) statt einer Eigenentwicklung.

Sicherer Passwort-Reset

Sitzungen (Sessions)

Nach dem Login bekommt der Client eine zufällige, lange Session-ID bzw. ein Token. Regeln: nur über HTTPS übertragen, Cookie mit den Attributen Secure, HttpOnly (kein Zugriff per JavaScript) und SameSite; nach dem Login eine neue Session-ID vergeben; Timeout nach Inaktivität (z. B. 15 Minuten bei sensiblen Daten); beim Logout serverseitig ungültig machen.

Single Sign-On (SSO)

Der Benutzer meldet sich einmal bei einem zentralen Identitätsdienst (Identity Provider) an und kann danach mehrere Anwendungen ohne erneute Anmeldung nutzen. Beispiel: Studierende melden sich einmal an und nutzen Lernplattform, Mail und Bibliotheksportal. Technik: SAML 2.0, OpenID Connect (baut auf OAuth2 auf), im Firmennetz Kerberos/Active Directory.

VorteileNachteile
nur ein Passwort → weniger vergessene Passwörter, weniger Passwort-Wiederverwendung, weniger Supportaufwand · zentrale Benutzerverwaltung: Sperren bei Austritt an einer Stelle · MFA muss nur einmal zentral eingerichtet werden · Komfort, ZeitersparnisSingle Point of Failure: Fällt der Identity Provider aus, geht nirgends eine Anmeldung · kompromittiertes Konto öffnet alle Anwendungen (daher MFA Pflicht) · Abhängigkeit vom Anbieter, bei externen Anbietern Datenschutzfragen · Einführungs- und Integrationsaufwand

OAuth2 – delegierte Autorisierung

OAuth2 regelt, wie eine Anwendung im Auftrag eines Benutzers auf dessen Daten bei einem anderen Dienst zugreifen darf, ohne das Passwort des Benutzers zu erhalten. Der Benutzer meldet sich nur beim Dienst selbst an und stimmt einem eingeschränkten Zugriff (Scope) zu; die Anwendung bekommt dafür ein zeitlich begrenztes Token.

RolleBedeutungBeispiel unten
Resource OwnerBesitzer der Daten, erteilt die Zustimmung (meist der Benutzer)Nutzerin mit Online-Fotoalbum
ClientAnwendung, die auf die Daten zugreifen möchteFotodruck-Dienst
Authorization Serverauthentifiziert den Resource Owner, holt die Zustimmung ein und stellt Codes/Tokens ausLogin-Server des Fotoalbum-Anbieters
Resource Serverhält die geschützten Daten (Protected Resource) und prüft das Access TokenFoto-API des Fotoalbum-Anbieters
Nutzerin Resource Owner Fotodruck-Dienst Client Login Fotoanbieter Authorization Server Foto-API Resource Server ① „Fotos drucken“ ② Weiterleitung zum Login ③ Login + Zustimmung „Fotos lesen“ ④ Authorization Code (per Weiterleitung über den Browser) ⑤ Authorization Code + Client-ID und -Secret ⑥ Access Token (evtl. zusätzlich Refresh Token) ⑦ GET /fotos + Access Token ⑧ Fotos (Protected Resource)
Abb. A-7: OAuth2 Authorization Code Flow am Beispiel eines Fotodruck-Dienstes
Typische Fallen
So wird es in der Prüfung gefragt S22 T1 A4b (4 P): In einer vorgegebenen OAuth2-Grafik (Resource Owner, Client, Authorization Server, Resource Server) die Begriffe Access Token, Protected Resource und Auth. Code an die richtigen Pfeile schreiben (ein Begriff doppelt). W22 T1 A1f (6 P): SSO bzw. OAuth2 für eine Webanwendung: Vor- und Nachteile erläutern. S24 T2 A1c (6 P): Schwachstelle eines Passwort-Resets per E-Mail-Link erläutern und ein sichereres Verfahren beschreiben (erwartet: zweiter Kanal, z. B. zusätzlicher Code per SMS).

SEC-05 · Datenschutz / DSGVO Wahrscheinlich

Vorkommen: 2/9 · Prüfungen: W24 (Einwilligung, Datenschutzerklärung in einer App), W25 (keine echten Daten auf eine Online-Prüfseite) · Teil 1, 4–6 Punkte

Datenschutz ist nicht Datensicherheit

DatenschutzDatensicherheit / IT-Sicherheit
Schützt …die Person und ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmungdie Daten und Systeme selbst (alle Daten, auch nicht personenbezogene)
LeitfrageDarf ich diese personenbezogenen Daten überhaupt erheben, speichern, weitergeben – und wie lange?Wie schütze ich Daten vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff?
GrundlageDSGVO, BDSGSchutzziele, BSI IT-Grundschutz, ISO 27001
BeispielEinwilligung einholen, Daten nach Zweckerfüllung löschenBackup, Verschlüsselung, Firewall

Beides hängt zusammen: Die DSGVO verlangt „geeignete technische und organisatorische Maßnahmen“ (TOM) – also Datensicherheit – für personenbezogene Daten.

Personenbezogene Daten

Grundsätze der Verarbeitung (Art. 5)

GrundsatzBedeutung · Beispiel Online-Shop
Rechtmäßigkeit, Treu und Glauben, Transparenznur mit Rechtsgrundlage; die Person weiß, was mit ihren Daten passiert (Datenschutzerklärung).
ZweckbindungDaten nur für den festgelegten Zweck verwenden: Die Lieferadresse dient dem Versand, nicht dem Verkauf an Adresshändler.
Datenminimierungnur so viele Daten wie nötig: Für einen Newsletter genügt die E-Mail-Adresse; Geburtsdatum und Telefonnummer sind überflüssig.
RichtigkeitDaten aktuell halten, falsche berichtigen.
Speicherbegrenzunglöschen, sobald der Zweck erfüllt ist und keine Aufbewahrungspflicht besteht.
Integrität und Vertraulichkeitangemessene Sicherheit durch TOM (Verschlüsselung, Zugriffsrechte, Backups).
RechenschaftspflichtDer Verantwortliche muss die Einhaltung nachweisen können (Verarbeitungsverzeichnis, dokumentierte Einwilligungen).

Rechtsgrundlagen (Art. 6 Abs. 1) – ohne eine davon ist die Verarbeitung verboten

RechtsgrundlageBeispiel
a) EinwilligungNewsletter, Werbung, Weitergabe an Partner, freiwillige Zusatzfunktionen
b) Vertrag / VertragsanbahnungName, Lieferadresse und Zahlungsdaten zur Abwicklung einer Bestellung
c) rechtliche VerpflichtungAufbewahrung von Rechnungen nach Handels- und Steuerrecht
d) lebenswichtige InteressenNotfall: Daten an den Rettungsdienst
e) öffentliche AufgabeBehörden
f) berechtigtes Interesse (mit Abwägung)Betrugsprävention, IT-Sicherheit (z. B. Log-Dateien für kurze Zeit)

Einwilligung richtig einholen

Beispiel (App einer Tanzschule): Bei der Anmeldung zum Kurs werden nur Name, E-Mail und Bankverbindung als Pflichtfelder abgefragt (Vertrag). Darunter zwei leere, getrennte Checkboxen: „Ich möchte den monatlichen Newsletter erhalten“ und „Fotos von mir dürfen auf der Website der Tanzschule erscheinen“, jeweils mit Hinweis auf den Widerruf in den Einstellungen und einem Link zur Datenschutzerklärung.

Datenschutzerklärung (Informationspflichten, Art. 13)

Die Datenschutzerklärung informiert – ihr muss man nicht „zustimmen“. In einer App muss sie vor der Datenerhebung (z. B. im Registrierungsdialog und im Store-Eintrag) und jederzeit über das Menü erreichbar sein, in klarer, verständlicher Sprache. Inhalt:

Betroffenenrechte

RechtInhalt
Auskunft (Art. 15)welche Daten, Zwecke, Empfänger, Speicherdauer; Kopie der Daten
Berichtigung (Art. 16)falsche Daten korrigieren lassen
Löschung, „Recht auf Vergessenwerden“ (Art. 17)wenn Zweck entfallen, Einwilligung widerrufen, Verarbeitung unrechtmäßig – aber nicht, solange eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht
Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18)Daten „sperren“ statt löschen, z. B. während Aufbewahrungsfristen
Datenübertragbarkeit (Art. 20)eigene Daten in gängigem, maschinenlesbarem Format erhalten (z. B. JSON, CSV)
Widerspruch (Art. 21) · Widerruf der Einwilligung (Art. 7)Verarbeitung für die Zukunft stoppen (z. B. Werbung)

Frist für die Antwort: grundsätzlich ein Monat. Vorher die Identität des Anfragenden prüfen – sonst gibt man die Daten womöglich einem Betrüger.

Weitere Begriffe, die man kennen muss

Echte Daten in Testsystemen und Online-Tools

Wer echte personenbezogene Daten (Kundenlisten, Rechnungen, Bankverbindungen) in ein kostenloses Online-Prüf- oder Konvertierungstool hochlädt, übermittelt sie an einen Dritten – ohne Rechtsgrundlage, ohne AV-Vertrag, ohne Wissen, wo und wie lange sie gespeichert werden (eventuell außerhalb der EU). Das verletzt Datenschutz und Vertraulichkeit. Besser: synthetische Testdaten (erfundene, aber realistische Datensätze) oder sauber anonymisierte Daten verwenden, Prüfwerkzeuge lokal bzw. im eigenen Netz betreiben oder einen Anbieter mit AV-Vertrag wählen.

Typische Fallen
So wird es in der Prüfung gefragt W24 T1 A1d (4 P): Was muss eine App zum Datenschutz bereitstellen? Erwartet: Datenschutzerklärung (Inhalte, Erreichbarkeit) und eine wirksame Einwilligung für Verarbeitungen, die nicht für den Vertrag nötig sind. W25 T1 A3bb (6 P): Ein Mitarbeiter will echte elektronische Rechnungen auf einer kostenlosen Online-Prüfseite validieren lassen – Probleme aus Sicht von Datenschutz und Schutzzielen erläutern und eine Alternative nennen.

SEC-06 · Angriffe & Gegenmaßnahmen Sonstige

Vorkommen: 1/9 · Prüfung: S24 (Teil 2, A1b: Makros in Word-Anhängen, 5 P) · als Wissen aber auch Grundlage für SEC-03 und SEC-04

AngriffSo funktioniert erverletzt v. a.Gegenmaßnahmen
Phishing (gezielt: Spear-Phishing)gefälschte Mail/Website/SMS lockt auf eine nachgebaute Anmeldeseite, um Zugangsdaten abzugreifenVertraulichkeit, AuthentizitätSchulung (Absender, Links prüfen), 2FA bzw. Passkeys, Spam-/Linkfilter, Meldeweg für verdächtige Mails
Social EngineeringManipulation von Menschen: Anrufer gibt sich als IT-Support oder Chef aus und fordert Passwort oder Überweisung (Pretexting, CEO-Fraud)VertraulichkeitSchulung/Sensibilisierung, klare Regel „IT fragt nie nach Passwörtern“, Rückruf über bekannte Nummer, Vier-Augen-Prinzip bei Zahlungen
Schadsoftware im Anhang (z. B. Makro-Malware)Office-Dokument mit Makro (z. B. .docm, .xlsm) fordert „Inhalt aktivieren“; das Makro lädt Schadsoftware nachalleMakros aus Internet-Dateien per Richtlinie blockieren, nur signierte Makros erlauben, Anhangfilter/Sandbox, Virenschutz, minimale Benutzerrechte, Schulung
RansomwareSchadsoftware verschlüsselt Daten und fordert Lösegeld; oft werden Daten vorher kopiertVerfügbarkeit (+ Vertraulichkeit)Offline-/unveränderbare Backups und getestete Wiederherstellung, Patches, Netzsegmentierung, minimale Rechte, E-Mail-Schutz
Brute Force, Wörterbuchangriff, Credential Stuffingsystematisches Durchprobieren von Passwörtern bzw. Ausprobieren geleakter Zugangsdaten aus anderen DienstenVertraulichkeitFehlversuchssperre/Verzögerung, Rate Limiting je IP und Konto, CAPTCHA, 2FA, Prüfung gegen geleakte Passwörter, Monitoring
(D)DoSÜberlastung eines Dienstes durch massenhaft Anfragen, bei DDoS von vielen (gekaperten) Rechnern gleichzeitigVerfügbarkeitDDoS-Schutzdienst/Filter beim Provider, Rate Limiting, Lastverteilung, automatische Skalierung, Notfallplan
Man-in-the-Middle (z. B. gefälschter WLAN-Hotspot „Evil Twin“)Angreifer schaltet sich unbemerkt zwischen zwei Kommunikationspartner, liest mit oder verändert DatenVertraulichkeit, IntegritätTLS mit konsequenter Zertifikatsprüfung (Warnungen nie wegklicken, in Apps Certificate Pinning), VPN, WPA3/WPA2-Enterprise, HSTS
SQL-InjectionEingaben werden ungeprüft in SQL-Befehle eingebaut und verändern deren BedeutungallePrepared Statements, Eingabevalidierung (Whitelist), Datenbankbenutzer mit minimalen Rechten, keine technischen Fehlermeldungen an Nutzer
Cross-Site Scripting (XSS)Angreifer schleust Skriptcode in eine Webseite ein (z. B. über einen Kommentar), der im Browser anderer Besucher ausgeführt wirdVertraulichkeit, IntegritätOutput-Encoding (< → &lt;), Template-Engines mit automatischem Escaping, Content-Security-Policy, Cookies mit HttpOnly
CSRF (Cross-Site Request Forgery)Eine fremde Seite löst im Browser eines angemeldeten Nutzers unbemerkt eine Aktion auf der echten Seite aus; das Session-Cookie wird automatisch mitgeschicktIntegritätCSRF-Token in Formularen, Cookies mit SameSite, erneute Passwortabfrage bei kritischen Änderungen

SQL-Injection im Code erkennen und beheben

Beispiel: Die Katalogsuche einer Bibliothek baut die Eingabe des Benutzers direkt in den SQL-Text ein.

Java · unsicher

String sql = "SELECT titel, autor FROM buch WHERE autor = '" + eingabe + "'";
Statement st = con.createStatement();
ResultSet rs = st.executeQuery(sql);

Enthält die Eingabe ein Hochkomma, endet die Zeichenkette im SQL-Text vorzeitig, und alles danach wird als SQL-Code gelesen. Schon ein harmloser Autorenname wie O'Brien führt deshalb zu einem Syntaxfehler. Ein Angreifer nutzt genau diesen Effekt gezielt aus: Er formuliert seine Eingabe so, dass sich die Bedeutung der Abfrage ändert. Bedingungen wie eine Passwortprüfung werden dann umgangen, fremde Tabellen ausgelesen oder Daten verändert.

Java · sicher mit Prepared Statement

String sql = "SELECT titel, autor FROM buch WHERE autor = ?";
PreparedStatement ps = con.prepareStatement(sql);
ps.setString(1, eingabe);          // Wert wird getrennt als reine Daten übergeben
ResultSet rs = ps.executeQuery();

Warum das hilft: Die SQL-Anweisung mit dem Platzhalter ? wird zuerst an die Datenbank geschickt und dort vorbereitet. Der Eingabewert wird anschließend getrennt als Datenwert übergeben und nie als SQL-Code interpretiert. Eine Eingabe mit Hochkommas ist dann einfach ein (nicht existierender) Autorenname und ändert die Abfrage nicht mehr. Eigene „Filter“, die Hochkommas entfernen, sind dagegen fehleranfällig.

XSS in einem Satz

Ein Gästebuch speichert den Kommentar <script>…</script> und gibt ihn unverändert in die HTML-Seite aus – jeder Besucher führt das Skript aus (z. B. Diebstahl des Session-Cookies, gefälschtes Login-Formular). Abhilfe: Ausgaben kontextgerecht kodieren, dann zeigt der Browser <script> nur als Text an.

MerkeEingaben im Client (App, JavaScript) zu prüfen ist bequem für den Nutzer, aber keine Sicherheitsmaßnahme: Ein Angreifer schickt seine Anfrage einfach direkt an den Server (z. B. mit einem eigenen Programm). Geprüft wird immer auf dem Server.
So wird es in der Prüfung gefragt S24 T2 A1b (5 P): Aktionäre sollen Einladungen als Word-Dokument im Mailanhang erhalten. ba) Risiko erläutern (Makros können Schadcode ausführen, Dokumente aus externen Quellen sind gefährlich), bb) eine sicherere Alternative beschreiben (z. B. Einladung direkt auf der Plattform im Browser anzeigen bzw. ohne aktive Inhalte bereitstellen).

B · Belegsatz

Für IT-Sicherheit und Datenschutz legt die IHK keine Notationshilfe bei. Der Belegsatz besteht deshalb nur aus den Anlagen zur Ausgangssituation, auf die sich die Aufgaben beziehen. Keine Erklärungen.

Anlage 1 · Ausgangssituation

Die Aufgaben dieses Blocks beziehen sich auf die folgende Ausgangssituation:

Die Pulsar Fitness GmbH betreibt 14 Fitnessstudios in Niedersachsen mit rund 38.000 Mitgliedern. Verträge, Kursbuchung und Zutritt laufen bisher über eine veraltete Studiosoftware, Excel-Listen und Papierformulare. Die Geschäftsführerin, Frau Petersen, hat die neue Plattform „PulsarConnect“ in Auftrag gegeben. Sie besteht aus

Die Beiträge werden per SEPA-Lastschrift eingezogen; dazu wird die IBAN jedes Mitglieds gespeichert. Die Krankenkasse VitaKasse möchte über ihre Bonus-App – mit Zustimmung des Mitglieds – abrufen können, wie oft das Mitglied im Monat trainiert hat (Bonusprogramm).

Sie sind Auszubildende/r zum Fachinformatiker/zur Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung bei der Seidel & Brandt Software GmbH, die PulsarConnect entwickelt. Sie arbeiten im Team „Sicherheit und Datenschutz“ mit. Ihre Themen: sichere Kommunikation zwischen den Komponenten, Benutzerkonten und Anmeldung, Schutzbedarfsanalyse, Datenschutz in der App und die Prüfung des Altsystems auf Schwachstellen.

Anlage 2 · Systemskizze PulsarConnect

Studio (eines von 14) Funk-Sensoren PS-200 (Batterie) Funk- Gateway Funk Router / Firewall Körperanalyse- Waage BodyScan 5 Drehkreuz und Spindschlösser Empfangs-PC (PulsarDesk) Studio-Netz (LAN/WLAN) Internet HTTPS Mitglieder App und Browser HTTPS VitaKasse Bonus-App + Server HTTPS HTTPS Cloud-Rechenzentrum (Frankfurt am Main) API-Server (REST, HTTPS) Login-Server (Benutzerkonten, OAuth2) Update-Server (Firmware Waagen/Sensoren) Datenbank-Server (Mitglieder- und Trainingsdaten)
Anlage 2: Komponenten von PulsarConnect (vereinfacht)

Anlage 3 · Technische Daten der Studiotechnik (Auszug aus den Datenblättern)

Funk-Sensor PS-200Körperanalyse-Waage BodyScan 5Funk-Gateway GW-10
Zweckmisst CO₂, Temperatur, Luftfeuchte und Personenzahl im Kursraummisst Gewicht, Körperfett, Muskelmasse; Zuordnung zum Mitglied per QR-Code aus der Appempfängt die Funkdaten aller Sensoren eines Studios
Prozessor / Speicher32-Bit-Mikrocontroller, 48 MHz, 32 KB RAM, 256 KB FlashARM-Prozessor 1,2 GHz, 1 GB RAMARM-Prozessor 1,5 GHz, 2 GB RAM, Linux
Krypto-UnterstützungAES-128-Hardwarebaustein; keine Hardwareunterstützung für RSA oder ECCTLS 1.3 möglichTLS 1.3 möglich
Energieversorgung2 × AA-Batterie, geforderte Laufzeit mindestens 5 JahreNetzbetriebNetzbetrieb
Kommunikation868-MHz-Funk (LPWAN, Herstellerprotokoll): max. 48 Byte Nutzdaten je Nachricht, Sendezeit höchstens 1 % (gesetzlicher Duty Cycle)WLAN des StudiosFunk zu den Sensoren, LAN zum Router
Datenmengealle 10 Minuten ein Messwertsatz mit 12 Byteca. 2 KB je Messung–
Sicherheit im PilotbetriebAlle Sensoren eines Studios verschlüsseln mit einem gemeinsamen AES-Schlüssel, den auch das Gateway kennt. Das Gateway entschlüsselt die Werte, prüft sie und sendet sie per TLS an den API-Server.sendet die Messwerte unverschlüsselt per HTTP an den API-Server; lädt Firmware-Updates per HTTP vom Update-ServerFirmware-Updates vom Update-Server

Anlage 4 · Auszug aus dem Vorfallprotokoll (Altsystem und Pilotbetrieb, August 2026)

Nr.DatumBeschreibung
V103.08.Am Abend war die Kursbuchung im Web-Portal 40 Minuten lang nicht erreichbar. Laut Cloud-Anbieter trafen in dieser Zeit Millionen sinnloser Anfragen von Tausenden verschiedener IP-Adressen ein.
V205.08.Ein Trainer hat die PDF-Auswertung einer Körperanalyse per E-Mail versehentlich an ein anderes Mitglied mit gleichem Nachnamen geschickt.
V307.08.Der Empfang im Studio Lüneburg erhält eine E-Mail des angeblichen Getränkelieferanten mit dem Anhang Rechnung_August.docm. Beim Öffnen erscheint der Hinweis „Um die Rechnung korrekt anzuzeigen, klicken Sie auf Inhalt aktivieren“.
V411.08.Bei einem Mitglied war der Tarif in der Datenbank ohne Auftrag von „Premium“ auf „Basis“ geändert worden; dadurch wurde monatelang ein zu niedriger Beitrag abgebucht.
V512.08.Ein Anrufer gibt sich als Techniker von Seidel & Brandt aus, kündigt eine „dringende Wartung“ an und bittet die Empfangskraft im Studio Celle, ihm das Passwort für PulsarDesk zu nennen.
V614.08.Das Web-Portal protokolliert innerhalb einer Stunde 18.000 fehlgeschlagene Anmeldeversuche für über 6.000 verschiedene Mitgliederkonten. Die E-Mail-Passwort-Kombinationen stammen offenbar aus einem Datenleck eines anderen Online-Dienstes; 37 Anmeldungen waren erfolgreich.
V717.08.Ein Stromausfall im Studio Uelzen legt Funk-Gateway und Spindschlösser lahm; die Mitglieder kommen zwei Stunden lang nicht an ihre Sachen.
V819.08.Unter einer Kursbewertung im Web-Portal steht ein Kommentar, der Skriptcode enthält. Wer die Bewertungen ansieht, bekommt ein Fenster „Sitzung abgelaufen – bitte erneut anmelden“, das die eingegebenen Zugangsdaten an eine fremde Adresse schickt.
V921.08.Die Buchhaltung erhält eine E-Mail, die scheinbar von Frau Petersen stammt: Sie solle wegen eines vertraulichen Geräteeinkaufs sofort 24.800 € auf ein ausländisches Konto überweisen. Absender: petersen@pulsar-fitnes.example.
V1024.08.Im Studio Lüneburg ist neben dem Gäste-WLAN „Pulsar-Gast“ ein zweites, offenes WLAN „Pulsar-Gast-Free“ aufgetaucht. Mitglieder, die sich damit verbunden haben, melden Zertifikatswarnungen im Browser.
V1126.08.Ein Mitglied war im Web-Portal angemeldet und klickte in einem Fitness-Forum auf den Link „Gratis-Trainingsplan“. Kurz darauf war in seinem Pulsar-Konto eine fremde E-Mail-Adresse hinterlegt, obwohl es selbst nichts geändert hatte.
V1228.08.Ein Mitglied bestreitet, seine Mitgliedschaft über die App gekündigt zu haben. Pulsar kann nicht nachweisen, dass die Kündigung tatsächlich von diesem Mitglied abgeschickt wurde.
V1331.08.Auf dem Empfangs-PC im Studio Celle haben alle Dateien die Endung .locked und lassen sich nicht mehr öffnen; eine Textdatei fordert 2 Bitcoin für die Entschlüsselung.

Anlage 5 · Gesprächsnotiz: Aussagen aus dem Projekt-Workshop

A1 – Frau Petersen (Geschäftsführung): „Jeden Sonntag um 18 Uhr schalten wir die Kurse der neuen Woche frei. Dann versuchen Hunderte Mitglieder gleichzeitig, einen Platz zu bekommen. Wenn das System dann hängt, haben wir am Montag Beschwerden ohne Ende.“

A2 – Herr Okafor (Leitung Trainingsbetrieb): „Die Ergebnisse der Körperanalyse und die Angaben zu Vorerkrankungen gehen nur das Mitglied und seine Trainerin oder seinen Trainer etwas an – nicht den Empfang und schon gar nicht andere Mitglieder.“

A3 – Frau Lindqvist (Buchhaltung): „Wenn ein Mitglied in der App kündigt oder den Tarif wechselt, müssen wir im Streitfall beweisen können, dass genau dieses Mitglied das war und wann.“

A4 – Herr Brandl (Leitung Studio Celle): „Ein Backup brauchen wir in Zukunft nicht mehr. Die Daten liegen dann doch in der Cloud, und der Anbieter hat bestimmt mehrere Festplatten.“

Anlage 6 · Daten und Systeme in PulsarConnect (Auszug)

Nr.ObjektInhalt / FunktionZugriff
D1KursplanKurse, Uhrzeiten, Räume, Vornamen der Trainerinnen und Traineröffentlich auf der Website und in der App
D2MitgliederstammdatenName, Anschrift, Geburtsdatum, E-Mail, Telefonnummer, Tarif, IBANEmpfang, Buchhaltung, das Mitglied selbst
D3Gesundheits- und KörperdatenGewicht, Körperfettanteil, Herzfrequenzverläufe, Angaben zu Vorerkrankungen und Medikamentendas Mitglied, die zuständige Trainerin bzw. der zuständige Trainer
D4Check-in-ProtokollMitgliedsnummer, Studio, Zeitpunkt jedes Check-insStudioleitung; Anzahl der Besuche je Monat für die VitaKasse (nur mit Zustimmung)
D5ZutrittssystemSteuerung der Drehkreuze und Spindschlösser, Prüfung des QR-Codes aus der Apptäglich von allen Mitgliedern genutzt
D6Raumklima-MesswerteCO₂, Temperatur, Luftfeuchte, Personenzahl je KursraumHaustechnik, Lüftungssteuerung

D1 bis D4 werden auf dem Datenbank-Server im Cloud-Rechenzentrum gespeichert (Anlage 2).

Anlage 7 · Ablauf der Anbindung des VitaKasse-Bonusprogramms (OAuth2)

Ein Mitglied möchte, dass die Bonus-App der VitaKasse die Anzahl seiner Studiobesuche im Monat abrufen darf. Die Rollen (R1)–(R4) und die Inhalte (A)–(D) sind in Aufgabe SEC-04.3 zu ergänzen.

Mitglied (Browser auf dem Smartphone) Rolle (R1): VitaKasse-Bonus-App Rolle (R2): Pulsar-Login-Server Rolle (R3): Pulsar-Trainingsdaten-API Rolle (R4): ① Autorisierungs- anfrage ④ Weiterleitung (Inhalt wie ③) ② Anmeldung + Zustimmung „Besuche lesen“ ③ (A) ⑤ Inhalt von ③ + Client-ID + Client-Secret ⑥ (B) ⑦ Anfrage „Besuche“ mit (C) ⑧ (D)
Anlage 7: OAuth2-Ablauf (Authorization Code) – Rollen und Inhalte teilweise ausgeblendet

Anlage 8 · Code-Ausschnitt und Tabellenauszug aus dem Altsystem (Web-Portal)

Java · Klasse MitgliederDAO (Auszug, mit Zeilennummern)

 1  import java.security.MessageDigest;
 2  import java.sql.*;
 3
 4  public class MitgliederDAO {
 5
 6      private static final String DB_URL  = "jdbc:mysql://db.pulsar.intern:3306/pulsar";
 7      private static final String DB_USER = "root";
 8      private static final String DB_PASS = "Pulsar2026!";
 9
10      // Anmeldung im Web-Portal: true, wenn E-Mail und Passwort stimmen
11      public boolean login(String email, String passwort) throws Exception {
12          Connection con = DriverManager.getConnection(DB_URL, DB_USER, DB_PASS);
13          String sql = "SELECT mitglied_nr FROM mitglied WHERE email = '" + email
14                     + "' AND passwort_md5 = '" + md5(passwort) + "'";
15          Statement st = con.createStatement();
16          ResultSet rs = st.executeQuery(sql);
17          return rs.next();              // mindestens ein Treffer = angemeldet
18      }
19
20      // Kursbewertungen als HTML-Liste für das Web-Portal
21      public String bewertungenAlsHtml(int kursId) {
22          StringBuilder html = new StringBuilder("<ul>");
23          try {
24              Connection con = DriverManager.getConnection(DB_URL, DB_USER, DB_PASS);
25              PreparedStatement ps = con.prepareStatement(
26                  "SELECT kommentar FROM bewertung WHERE kurs_id = ?");
27              ps.setInt(1, kursId);
28              ResultSet rs = ps.executeQuery();
29              while (rs.next()) {
30                  html.append("<li>").append(rs.getString("kommentar")).append("</li>");
31              }
32          } catch (SQLException e) {
33              return "<p>Datenbankfehler: " + e.getMessage() + "</p>";
34          }
35          return html.append("</ul>").toString();
36      }
37
38      // MD5-Hashwert als Hex-String (32 Zeichen)
39      private static String md5(String text) throws Exception {
40          MessageDigest md = MessageDigest.getInstance("MD5");
41          StringBuilder hex = new StringBuilder();
42          for (byte b : md.digest(text.getBytes("UTF-8"))) {
43              hex.append(String.format("%02x", b));
44          }
45          return hex.toString();
46      }
47  }
Tabelle mitglied des Altsystems (Auszug, weitere Spalten ausgeblendet)
mitglied_nremailpasswort_md5
1admin@pulsar-fitness.example5491f5505c21cf4d6af2befd5a69fb34
10231m.berger@mail.example10b43971a8295f3720f38fbcdd9d6ac6
10232s.yilmaz@mail.examplee10adc3949ba59abbe56e057f20f883e
10233k.hansen@mail.example10b43971a8295f3720f38fbcdd9d6ac6
10234t.wolff@mail.example37880b01d2a4f6376fa3d292a7352c54

Anlage 9 · Fachtext (englisch): How TLS 1.3 protects a connection

When an app or a browser connects to a server via HTTPS, a TLS handshake takes place before any application data is sent. First, the server presents its certificate. The certificate contains the server's public key and is digitally signed by a certificate authority (CA). The client verifies this signature, the validity period and the host name.

Next, client and server perform an ephemeral Diffie-Hellman key exchange: each side generates a temporary key pair that is used for this single connection only. By exchanging their temporary public keys, both sides can calculate the same shared secret, but the secret itself is never transmitted. The server also signs the handshake with its private key to prove that it really owns the certificate.

From the shared secret, symmetric session keys are derived. All application data is then encrypted with a fast symmetric cipher such as AES-GCM, which also detects whether data has been modified in transit.

As the temporary keys are deleted at the end of the session, recorded traffic cannot be decrypted later – not even by an attacker who steals the server's long-term private key. This property is called forward secrecy.

Anlage 10 · Fachtext (englisch): Storing passwords the right way

Never store user passwords in plain text or with reversible encryption. Store a password hash instead. However, general-purpose hash functions such as MD5 or SHA-256 are designed to be fast – an attacker with a modern graphics card can test billions of password guesses per second against a stolen list of such hashes. Password hashing must therefore be deliberately slow: use a dedicated algorithm such as Argon2id, scrypt or bcrypt, or apply PBKDF2 with a high number of iterations.

Before hashing, combine each password with a unique salt: a random value of at least 16 bytes that is generated for every user. The salt does not need to be kept secret and is stored together with the hash. It ensures that identical passwords produce different hashes and makes precomputed tables (rainbow tables) useless.

For additional protection, a pepper can be used. Unlike the salt, the pepper is secret, is the same for all users and must not be stored in the database – for example, it can be kept in a hardware security module or a protected configuration file. If only the database is stolen, the attacker cannot test any guesses without it.

To verify a login, load the user's salt, compute the hash of the entered password in exactly the same way and compare the result with the stored hash.

Anlage 11 · Entwurf des Registrierungsbildschirms der Mitglieder-App

Pulsar Fitness Jetzt Mitglied werden * = Pflichtfeld Vorname * Nachname * E-Mail-Adresse * Geburtsdatum * Telefonnummer * Familienstand * ▾ Arbeitgeber * Vorerkrankungen, Medikamente * (z. B. Herz, Gelenke, Diabetes) IBAN * Ich akzeptiere die AGB und bin damit einverstanden, dass meine Daten für Werbezwecke genutzt und an Partner- unternehmen weitergegeben werden. * Newsletter mit Angeboten abonnieren Kostenpflichtig registrieren Mit der Registrierung erkennen Sie unsere Datenschutzbestimmungen an.
Anlage 11: Registrierungsbildschirm (Entwurf der Fachabteilung; die Häkchen sind beim Öffnen bereits gesetzt)

C · Aufgaben

Alle Aufgaben beziehen sich auf die Ausgangssituation in Anlage 1. Antworten bei „erläutern“ und „begründen“ immer mit Bezug zur Situation (PulsarConnect) formulieren. Zeitrichtwert: 1 Punkt ≈ 0,9 Minuten.

SEC-01 · Verschlüsselungsverfahren

Aufgabe SEC-01.1 ★☆☆ Grundlagen 6 Punkte

Für die Kommunikation zwischen Mitglieder-App und API-Server (Anlage 2) diskutiert das Team verschiedene Verschlüsselungsverfahren.

4 Pa) Kreuzen Sie für jede Aussage an, ob sie auf die symmetrische, die asymmetrische oder die hybride Verschlüsselung zutrifft. Je Aussage ist genau ein Kreuz zu setzen.
Aussagesymmetrischasymmetrischhybrid
1. Beide Kommunikationspartner verwenden denselben geheimen Schlüssel.
2. Der Absender verschlüsselt mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers.
3. Das Verfahren ist schnell und eignet sich zum Verschlüsseln großer Datenmengen, z. B. von Trainingsvideos.
4. Ein zufällig erzeugter Sitzungsschlüssel wird asymmetrisch verschlüsselt übertragen, die Nutzdaten werden mit diesem Sitzungsschlüssel verschlüsselt.
5. Ein bekanntes Beispiel für dieses Verfahren ist RSA.
6. Ein bekanntes Beispiel für dieses Verfahren ist AES.
7. Damit 20 Personen paarweise vertraulich kommunizieren können, werden 190 Schlüssel benötigt.
8. Wird bei HTTPS eingesetzt, um die Vorteile der beiden anderen Verfahren zu kombinieren.
2 Pb) Ein Kollege schlägt vor, einen festen AES-Schlüssel in die Mitglieder-App einzubauen, mit dem alle installierten Apps ihre Daten für den API-Server verschlüsseln. Erläutern Sie das Problem dieses Vorschlags.

Angelehnt an: W21 Teil 1, Aufgabe 4a (symmetrische Verschlüsselung mit eingebautem Schlüssel)

Aufgabe SEC-01.2 ★★☆ Anwendung 10 Punkte

Bei der Registrierung überträgt die Mitglieder-App unter anderem die IBAN und Angaben zu Vorerkrankungen an den API-Server. Die Verbindung wird per HTTPS (TLS) abgesichert; der API-Server besitzt dafür ein Zertifikat mit seinem öffentlichen Schlüssel.

6 Pa) Beschreiben Sie in Schritten, wie beim Aufbau der HTTPS-Verbindung zwischen Mitglieder-App und API-Server die hybride Verschlüsselung eingesetzt wird. Geben Sie dabei jeweils genau an, welcher Schlüssel verwendet wird.
4 Pb) Erläutern Sie jeweils einen Vorteil des hybriden Verfahrens gegenüber einer rein symmetrischen und gegenüber einer rein asymmetrischen Verschlüsselung.

Angelehnt an: W22 Teil 1, Aufgabe 1d (TLS hybrid) und W25 Teil 1, Aufgabe 3a (Vorteil hybride Verschlüsselung)

Aufgabe SEC-01.3 ★★★ Prüfungsniveau 18 Punkte

Die Funk-Sensoren PS-200 übertragen ihre Messwerte über das Funk-Gateway und den Router an den API-Server (Anlagen 2 und 3). Ihr Kollege Herr Demir schlägt vor, die Messwerte künftig direkt auf jedem Sensor mit RSA (2048 Bit) für den API-Server zu verschlüsseln, „weil asymmetrische Verfahren sicherer sind als symmetrische“.

3 Pa) Erläutern Sie, was man unter dem RSA-Verfahren versteht.
4 Pb) Begründen Sie mithilfe von Anlage 3, ob die Verschlüsselung der Sensordaten mit RSA sinnvoll ist. Gehen Sie dabei auch auf die Aussage von Herrn Demir ein.
4 Pc) Schlagen Sie ein geeignetes Verfahren zur Verschlüsselung der Sensordaten vor. Beschreiben Sie, wie die benötigten Schlüssel sicher auf Sensor und Server gelangen, und nennen Sie eine Schwachstelle der derzeitigen Schlüsselverwaltung (Anlage 3).
4 Pd) Im Pilotbetrieb entschlüsselt das Gateway die Sensordaten und sendet sie per TLS weiter (Anlage 3). Erläutern Sie am Beispiel der Strecke Sensor – Gateway – API-Server den Unterschied zwischen Transport- und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und nennen Sie ein Risiko der derzeitigen Lösung.
3 Pe) Der Fachtext in Anlage 9 beschreibt eine Eigenschaft von TLS 1.3, die als forward secrecy bezeichnet wird. Erläutern Sie auf Deutsch, was darunter zu verstehen ist und wodurch TLS 1.3 diese Eigenschaft erreicht.

Angelehnt an: S26 Teil 1, Aufgabe 3bc/3bd (RSA erläutern, Eignung im IoT-Projekt) und S23 Teil 1, Aufgabe 4a (Verschlüsselung für Sensoren)

SEC-02 · Hash, digitale Signatur, Zertifikate/PKI

Aufgabe SEC-02.1 ★☆☆ Grundlagen 6 Punkte
3 Pa) Nennen Sie drei Eigenschaften einer kryptografischen Hashfunktion.
3 Pb) Ein Kollege schlägt vor: „Wir speichern die IBAN der Mitglieder nur noch als SHA-256-Hashwert. Dann ist sie sicher verschlüsselt, und für die Lastschrift entschlüsseln wir sie einfach wieder.“ Nehmen Sie Stellung zu diesem Vorschlag und nennen Sie eine geeignete Alternative.

Angelehnt an: S26 Teil 1, Aufgabe 3bb (Hashverfahren)

Aufgabe SEC-02.2 ★★☆ Anwendung 10 Punkte

Die Körperanalyse-Waagen laden neue Firmware vom Update-Server (Anlagen 2 und 3). Damit nur Original-Firmware installiert wird, soll jede Firmware-Datei auf dem Build-Server von Seidel & Brandt digital signiert und von der Waage vor der Installation geprüft werden. Das folgende Schema zeigt den Ablauf; einige Felder fehlen.

Build-Server (Hersteller) Körperanalyse-Waage Firmware-Datei v2.4 (1) Hashwert signieren mit (2) digitale Signatur Update- Server empfangene Firmware Hashfunktion Hashwert H1 empfangene Signatur prüfen mit (3) (4) (5) (6) Update verwerfen, Fehler melden gleich ungleich
Abb. zu SEC-02.2: Signieren und Prüfen der Firmware (Felder (1)–(6) fehlen)
6 Pa) Ergänzen Sie die Felder (1) bis (6).
FeldInhalt
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
4 Pb) Frau Petersen fragt, ob es genügt, die Firmware zu signieren, oder ob sie zusätzlich verschlüsselt werden muss. Erläutern Sie, welche Schutzziele durch die Signatur sichergestellt werden und welches nicht, und begründen Sie, ob die Signatur für die Firmware-Updates ausreicht.

Angelehnt an: S23 Teil 1, Aufgabe 4b (Signieren statt Verschlüsseln)

Aufgabe SEC-02.3 ★★★ Prüfungsniveau 18 Punkte

Vor dem Start von PulsarConnect sind noch mehrere Sicherheitsfragen offen.

4 Pa) Beim ersten Start von PulsarDesk auf einem Empfangs-PC zeigt Windows die Meldung „Der Computer wurde durch Windows geschützt“ mit dem Hinweis „Herausgeber: Unbekannter Herausgeber“. Erläutern Sie, warum diese Meldung erscheint, und beschreiben Sie, wie Seidel & Brandt sie durch Code-Signing vermeiden kann.
5 Pb) Das Web-Portal erhält ein TLS-Zertifikat für portal.pulsar-fitness.example, ausgestellt von einer Zwischen-CA, die ihrerseits von einer Root-CA zertifiziert ist. Beschreiben Sie, wie der Browser eines Mitglieds prüft, ob er tatsächlich mit dem echten Web-Portal verbunden ist.
3 Pc) Die Waagen sollen ihre Messwerte künftig verschlüsselt übertragen (Anlage 3). Ein Kollege meint: „Wenn wir die Messwerte mit AES verschlüsseln, kann sie unterwegs auch niemand mehr verändern.“ Beurteilen Sie diese Aussage.
4 Pd) Die Funk-Sensoren können wegen ihrer geringen Rechenleistung keine digitale Signatur erzeugen (Anlage 3). Erläutern Sie ein Verfahren, mit dem der API-Server trotzdem erkennen kann, ob Messwerte der Sensoren auf dem Übertragungsweg manipuliert wurden.
2 Pe) Begründen Sie, warum das Verfahren aus d) – anders als eine digitale Signatur – keine Verbindlichkeit (Nichtabstreitbarkeit) bietet.

Angelehnt an: W21 Teil 1, Aufgabe 4b (Code-Signatur), W22 Teil 1, Aufgabe 1e (Echtheit über PKI), S26 Teil 1, Aufgabe 3bb (Schutz vor Manipulation)

SEC-03 · Schutzziele & Schutzbedarf

Aufgabe SEC-03.1 ★☆☆ Grundlagen 6 Punkte

Ordnen Sie den folgenden Vorfällen aus Anlage 4 jeweils das hauptsächlich verletzte Schutzziel zu (Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit, Authentizität oder Verbindlichkeit) und begründen Sie Ihre Zuordnung in Stichworten.

VorfallSchutzzielBegründung (Stichworte)
V1
V2
V4
V7
V9
V12

Angelehnt an: S26 Teil 1, Aufgabe 3ba und S22 Teil 1, Aufgabe 4c (Schutzziele zuordnen)

Aufgabe SEC-03.2 ★★☆ Anwendung 10 Punkte
6 Pa) Leiten Sie aus den Aussagen A1 bis A3 in Anlage 5 jeweils eine konkrete, überprüfbare sicherheitstechnische Anforderung an PulsarConnect ab und nennen Sie das betroffene Schutzziel.
AussageSchutzzielSicherheitstechnische Anforderung
A1
A2
A3
4 Pb) Auf den Empfangs-PCs der Studios läuft noch Windows 8.1, für das seit Januar 2023 keine Sicherheitsupdates mehr erscheinen. Die Studioleitungen wollen die PCs „noch ein paar Jahre“ weiter nutzen. Erläutern Sie zwei Risiken dieser Situation für die Schutzziele.

Angelehnt an: S24 Teil 1, Aufgabe 1c (sicherheitstechnische Anforderungen) und W22 Teil 1, Aufgabe 1a (veraltete IT-Infrastruktur)

Aufgabe SEC-03.3 ★★★ Prüfungsniveau 16 Punkte

Für PulsarConnect soll ein Sicherheitskonzept nach BSI IT-Grundschutz erstellt werden. Sie bereiten die Schutzbedarfsfeststellung vor.

3 Pa) Beschreiben Sie die drei Schutzbedarfskategorien des BSI.
8 Pb) Bestimmen Sie für die Objekte D1, D2, D3 und D5 aus Anlage 6 den Schutzbedarf (normal, hoch, sehr hoch) hinsichtlich Vertraulichkeit (V), Integrität (I) und Verfügbarkeit (A). Begründen Sie jeweils die höchste Einstufung des Objekts.
ObjektVIABegründung der höchsten Einstufung
D1 Kursplan
D2 Mitglieder­stammdaten
D3 Gesundheits- und Körperdaten
D5 Zutritts­system
2 Pc) Bestimmen Sie den Schutzbedarf des Datenbank-Servers hinsichtlich der Vertraulichkeit und nennen Sie das Prinzip, nach dem Sie dabei vorgehen.
3 Pd) Nehmen Sie Stellung zur Aussage A4 von Herrn Brandl (Anlage 5).

Angelehnt an: S26 Teil 1, Aufgabe 3b (Schutzziel aus Kundensicht), erweitert um die Schutzbedarfsfeststellung nach BSI-Standard 200-2

SEC-04 · Authentifizierung

Aufgabe SEC-04.1 ★☆☆ Grundlagen 6 Punkte
2 Pa) Erläutern Sie den Unterschied zwischen Authentifizierung und Autorisierung am Beispiel einer Trainerin, die sich am Web-Portal anmeldet und dort die Körperdaten ihrer Mitglieder einsehen will.
3 Pb) Für die Anmeldung der Trainerinnen und Trainer am Web-Portal soll eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingeführt werden. Nennen Sie die drei Kategorien von Authentifizierungsfaktoren mit je einem Beispiel, das für PulsarConnect geeignet ist.
KategorieBeispiel für PulsarConnect
1 Pc) Begründen Sie, warum die Kombination aus Passwort und Sicherheitsfrage keine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist.

Angelehnt an: S24 Teil 2, Aufgabe 1c (zweiter Faktor) und W22 Teil 1, Aufgabe 1f

Aufgabe SEC-04.2 ★★☆ Anwendung 12 Punkte

Bei der Übernahme der Mitgliederkonten aus dem Altsystem untersuchen Sie die Tabelle mitglied und die Methode md5 in Anlage 8.

4 Pa) Erläutern Sie zwei Schwachstellen der Passwortspeicherung im Altsystem, die Sie am Tabellenauszug erkennen können.
4 Pb) Beschreiben Sie auf Deutsch anhand des Fachtextes in Anlage 10, wie die Passwörter in PulsarConnect gespeichert werden sollen. Gehen Sie dabei auf Salt, Pepper und die Wahl der Hashfunktion ein.
4 Pc) In PulsarConnect wird bei der Registrierung zuerst h := sha256(PEPPER + salt + passwort) berechnet. Danach wird h noch 9 999-mal mit h := sha256(h + salt) erneut gehasht (insgesamt 10 000 Durchläufe). Gespeichert werden salt und das Endergebnis h. Zur Verfügung stehen die Funktion sha256(text : string) : string (liefert den Hashwert als Hex-String) und die Konstante PEPPER : string; + verkettet Zeichenketten.
Entwickeln Sie in Pseudocode die Funktion pruefePasswort(eingabe : string, salt : string, gespeicherterHash : string) : boolean, die true zurückgibt, wenn die Eingabe zum gespeicherten Hash passt, und sonst false.

Angelehnt an: S24 Teil 2, Aufgabe 1c (Passwortsicherheit); Fachtext-Aufgabe wie S26 Teil 1, Aufgabe 3a und W25 Teil 1, Aufgabe 3; Pseudocode-Stil wie im Belegsatz S24

Aufgabe SEC-04.3 ★★★ Prüfungsniveau 18 Punkte

Die Bonus-App der VitaKasse soll – mit Zustimmung des Mitglieds – die Anzahl seiner Studiobesuche abrufen dürfen (Objekt D4 in Anlage 6). Pulsar setzt dafür OAuth2 ein; den Ablauf zeigt Anlage 7.

6 Pa) Ergänzen Sie die Rollen (R1) bis (R4) und die Inhalte (A) bis (D) aus Anlage 7. Verwenden Sie dafür die folgenden Begriffe; ein Begriff wird mehrfach benötigt: Resource Owner, Client, Authorization Server, Resource Server, Authorization Code, Access Token, Protected Resource.
RolleBegriff
(R1)
(R2)
(R3)
(R4)
InhaltBegriff
(A)
(B)
(C)
(D)
4 Pb) Die VitaKasse schlägt stattdessen vor, dass die Mitglieder einfach ihre Pulsar-Zugangsdaten (E-Mail und Passwort) in der Bonus-App hinterlegen. Erläutern Sie zwei Vorteile des OAuth2-Verfahrens gegenüber diesem Vorschlag.
4 Pc) Für die Mitarbeitenden von Pulsar (Empfang, Trainer, Verwaltung) soll ein Single Sign-On für PulsarDesk, das Web-Portal und das E-Mail-System eingeführt werden. Erläutern Sie je einen Vorteil und einen Nachteil von Single Sign-On für Pulsar.
4 Pd) Hat ein Mitglied sein Passwort vergessen, schickt das Web-Portal bisher einen Link per E-Mail, über den sofort ein neues Passwort gesetzt werden kann. Erläutern Sie eine Schwachstelle dieses Verfahrens und beschreiben Sie ein sichereres Vorgehen.

Angelehnt an: S22 Teil 1, Aufgabe 4b (OAuth2-Grafik), W22 Teil 1, Aufgabe 1f (SSO/OAuth2) und S24 Teil 2, Aufgabe 1c (Passwort-Reset)

SEC-05 · Datenschutz / DSGVO

Aufgabe SEC-05.1 ★☆☆ Grundlagen 5 Punkte
2 Pa) Erläutern Sie den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit.
3 Pb) Kreuzen Sie an, ob es sich jeweils um personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO handelt.
Datenjanein
1. die Mitgliedsnummer 10231 eines Mitglieds
2. „Im Studio Celle trainierten im August durchschnittlich 412 Mitglieder pro Tag.“
3. die IP-Adresse, mit der ein Mitglied die App nutzt
4. der CO₂-Wert in Kursraum 2 (Objekt D6)
5. das Foto einer Trainerin auf der Website
6. ein Körperfettanteil von 24 %, gespeichert zusammen mit einer Mitgliedsnummer

Grundlagenaufgabe zu W24 Teil 1, Aufgabe 1d und W25 Teil 1, Aufgabe 3bb

Aufgabe SEC-05.2 ★★☆ Anwendung 10 Punkte

Die Fachabteilung hat den Registrierungsbildschirm der Mitglieder-App entworfen (Anlage 11). Sie sollen den Entwurf vor der Umsetzung auf Datenschutz prüfen.

8 Pa) Nennen Sie vier datenschutzrechtliche Mängel des Entwurfs und beschreiben Sie jeweils eine Verbesserung.
Nr.MangelVerbesserung
1
2
3
4
2 Pb) Nennen Sie zwei Inhalte, die die Datenschutzerklärung der Mitglieder-App enthalten muss.

Angelehnt an: W24 Teil 1, Aufgabe 1d (Datenschutzerklärung und Einwilligung in einer App)

Aufgabe SEC-05.3 ★★★ Prüfungsniveau 15 Punkte

PulsarConnect verarbeitet zahlreiche personenbezogene Daten (Anlage 6).

3 Pa) Künftig sollen auch die Herzfrequenzverläufe aus den Brustgurten der Mitglieder gespeichert werden (D3). Erläutern Sie, warum für diese Daten besondere Anforderungen gelten, und nennen Sie die Rechtsgrundlage, auf die Pulsar die Verarbeitung stützen kann.
4 Pb) Ein ehemaliges Mitglied schreibt: „Teilen Sie mir mit, welche Daten Sie über mich gespeichert haben, und löschen Sie danach sofort alles.“ Beschreiben Sie die beiden angesprochenen Betroffenenrechte und erläutern Sie, warum Pulsar die Rechnungsdaten trotzdem noch nicht löschen darf.
3 Pc) PulsarConnect wird im Rechenzentrum eines Cloud-Anbieters betrieben (Anlage 2). Erläutern Sie, was Pulsar dabei datenschutzrechtlich beachten muss.
3 Pd) Ein Entwickler möchte für einen Test der neuen Lastschrift-Funktion einen Export mit den echten Namen und IBANs aller Mitglieder in ein kostenloses Online-Tool zur IBAN-Prüfung hochladen. Beurteilen Sie dieses Vorhaben und schlagen Sie eine Alternative vor.
2 Pe) Erläutern Sie den Grundsatz „Privacy by Default“ an einem Beispiel aus der Mitglieder-App.

Angelehnt an: W25 Teil 1, Aufgabe 3bb (keine echten Daten auf eine Online-Prüfseite) und W24 Teil 1, Aufgabe 1d

SEC-06 · Angriffe & Gegenmaßnahmen

Aufgabe SEC-06.1 ★☆☆ Grundlagen 6 Punkte

Betrachten Sie Vorfall V3 in Anlage 4.

2 Pa) Erläutern Sie das Risiko, das beim Öffnen des Anhangs und Klicken auf „Inhalt aktivieren“ besteht.
2 Pb) Nennen Sie zwei Maßnahmen, mit denen Pulsar solche Angriffe auf die Empfangs-PCs verhindern oder erschweren kann.
2 Pc) Pulsar verschickt seine Monatsrechnungen bisher selbst als Word-Dokument mit Makro (für ein Rückfrageformular) per E-Mail an die Mitglieder. Beschreiben Sie eine sicherere Alternative und begründen Sie sie.

Angelehnt an: S24 Teil 2, Aufgabe 1b (Word-Anhang mit Makros, sicherere Alternative)

Aufgabe SEC-06.2 ★★☆ Anwendung 12 Punkte

Benennen Sie für die folgenden Vorfälle aus Anlage 4 jeweils die Angriffsart und beschreiben Sie eine geeignete Gegenmaßnahme.

VorfallAngriffsartGegenmaßnahme
V5
V6
V8
V10
V11
V13

Eigene Aufgabe zur Wissensbreite (Angriffe kamen bisher nur in S24 Teil 2, Aufgabe 1b vor)

Aufgabe SEC-06.3 ★★★ Prüfungsniveau 18 Punkte

Bei der Prüfung des Altsystems untersuchen Sie die Klasse MitgliederDAO (Anlage 8). Die Datenbank des Altsystems ist eine MySQL-Datenbank. Die Methode login wird vom Anmeldeformular des Web-Portals mit den Eingaben aus den Feldern „E-Mail“ und „Passwort“ aufgerufen.

3 Pa) Erläutern Sie die Sicherheitslücke in der Methode login (Zeilen 11–18).
4 Pb) Das neue Mitglied mit der gültigen E-Mail-Adresse o'neil@mail.example kann sich über die Methode login nicht anmelden; stattdessen tritt ein Datenbankfehler auf. Geben Sie die SQL-Anweisung an, die in Zeile 13/14 entsteht (Passwort Lauf2026, MD5-Wert ac03ebddb7750a7c60020f0281650bd5), erläutern Sie die Ursache des Fehlers und leiten Sie daraus ab, welche Gefahr für das Web-Portal besteht.
5 Pc) Überarbeiten Sie die Methode login in Java so, dass SQL-Injection nicht mehr möglich ist. Die übrigen Schwächen der Methode müssen Sie hier nicht beheben.
4 Pd) Nennen Sie zwei weitere Sicherheitsmängel im Code-Ausschnitt – außer der Lücke aus a) und der Verwendung von MD5 – und beschreiben Sie jeweils eine Abhilfe.
2 Pe) Ein Kollege schlägt vor, stattdessen einfach in der Mitglieder-App und im Browser per JavaScript zu prüfen, dass die Eingaben keine Hochkommas enthalten. Begründen Sie, warum das nicht ausreicht.

Eigene Aufgabe auf Prüfungsniveau (Code analysieren wie in W25 Teil 2, Aufgabe 3; Sicherheitsthema wie S24 Teil 2, Aufgabe 1)

Originalaufgaben zum Üben

Diese echten Prüfungsaufgaben passen zu diesem Block (Dateien im Ordner Prüfungsvorbereitung). Lösungen gibt es nur für 2023 Sommer, 2023 Winter, 2024 Sommer und 2025 Winter (dort vom u-form-Verlag). W23 enthielt keine Sicherheitsaufgabe.

PrüfungAufgabeThemaDatei · Lösung
Winter 2021T1 A4a (8 P)symmetrische Verschlüsselung mit Lizenzschlüssel; asymmetrische bzw. hybride Alternative mit Vor- und Nachteil2021/winter/AE 2021 Winter Teil 1.pdf · keine Lösung
Winter 2021T1 A4b (4 P)Warnung „nicht vertrauenswürdige Quelle“, Signieren mit Zertifikat (Code-Signing)wie oben · keine Lösung
Sommer 2022T1 A4b (4 P)OAuth2-Ablauf: Access Token, Protected Resource, Auth. Code zuordnen2022/sommer/AE 2022 Sommer Teil 1.pdf · keine Lösung
Sommer 2022T1 A4c (9 P)drei Sicherheitsmechanismen eines SSL-Zertifikats (Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität)wie oben · keine Lösung
Winter 2022T1 A1a (4 P)Schwachstellen veralteter IT-Infrastruktur (Verfügbarkeit)2022/winter/AE 2022 Winter Teil 1.pdf · keine Lösung
Winter 2022T1 A1d–f (14 P)TLS und hybride Verschlüsselung; Echtheit über Zertifikate/PKI; SSO/OAuth2 Vor- und Nachteilewie oben · keine Lösung
Sommer 2023T1 A4a, A4b (8 P)Verschlüsselung für IoT-Sensoren; Signieren statt Verschlüsseln2023/sommer/AE Sommer 2023 Teil 1.pdf · Lösung: AE Sommer 2023 Teil 1+2 Lösungen.pdf
Sommer 2024T1 A1c (4 P)sicherheitstechnische Anforderungen an eine Plattform2024/sommer/AE Sommer 2024 Teil 1+2+3.pdf · Lösung: AE Sommer 2024 Teil 1 Lösungen.pdf
Sommer 2024T2 A1b, A1c (11 P)Risiko Word-Anhang mit Makros, sicherere Alternative; Schwachstelle Passwort-Reset per Mail, sichereres Verfahrenwie oben · Lösung: AE Sommer 2024 Teil 2 Lösungen.pdf
Winter 2024T1 A1d (4 P)Datenschutzerklärung und Einwilligung in einer App2024/winter/AE Winter 2024 Teil 1.pdf · keine Lösung
Winter 2025T1 A3a (4 P)Transportverschlüsselung, Vorteil der hybriden Verschlüsselung2025/winter/AE Winter 2025 Teil 1.pdf · Lösung: AE Winter 2025 Lösungserleuterungen.pdf (u-form)
Winter 2025T1 A3bb (6 P)echte Rechnungen auf einer Online-Prüfseite: Datenschutz und Schutzzielewie oben
Sommer 2026T1 A3b (13 P)BSI-Schutzziel Integrität; Verfahren gegen Manipulation (Hash/MAC/Signatur); RSA erläutern und Eignung im IoT-Projekt begründen2026/sommer/AE Sommer 2026 Teil 1.pdf · keine Lösung