Verlangt sind sechs der acht Elemente. Hier alle acht:
| Nr. | Bezeichnung (auch akzeptiert) | Zweck |
|---|---|---|
| ① | Breadcrumb (Pfadnavigation, Brotkrümelnavigation) | zeigt, wo man sich in der Hierarchie der Anwendung befindet (Start › Kurse › Aquafitness 50+); die übergeordneten Ebenen sind anklickbar – Orientierung und schneller Rückweg |
| ② | Tabs (Registerkarten, Reiter) | wechseln zwischen gleichrangigen Ansichten desselben Kurses (Termine, Teilnehmende, Warteliste), ohne die Seite zu verlassen; der aktive Tab ist hervorgehoben |
| ③ | Dropdown-Liste (Auswahlliste, Drop-down-Menü, Combobox) | Auswahl genau eines Werts aus einer vorgegebenen Liste, platzsparend; hier als Filter nach Kursleitung |
| ④ | Datumsauswahl (Datepicker, Zeitraumauswahl, Kalender) | Auswahl eines Zeitraums über einen Kalender, ohne Datum eintippen zu müssen; verhindert falsche Formate; filtert die Termine |
| ⑤ | Checkbox (Kontrollkästchen) | eine Option an- oder abwählen (ja/nein); hier: nur Termine mit freien Plätzen anzeigen |
| ⑥ | Fortschrittsbalken (Balkenanzeige, Füllstandsanzeige, Progress Bar) | stellt die Belegung grafisch dar (12 von 15 Plätzen) – die Auslastung der Termine ist auf einen Blick vergleichbar |
| ⑦ | Pagination (Seitennavigation, Blätterfunktion) | verteilt eine lange Liste auf mehrere Seiten und ermöglicht das Wechseln zwischen ihnen; die aktuelle Seite ist markiert |
| ⑧ | Toast (Snackbar, Statusmeldung, Benachrichtigung) | kurze Rückmeldung nach einer Aktion („Termin gespeichert“), die die Arbeit nicht blockiert und nach einigen Sekunden von selbst verschwindet |
Erklärung: Der Zweck sollte sich auf die konkrete Seite beziehen. Nicht markiert, aber ebenfalls Gestaltungselemente sind das Suchfeld, der Primärbutton „+ Termin anlegen“ und die Tabelle selbst.
| Anf. | GUI-Element | Begründung |
|---|---|---|
| C1 | Radiobuttons oder Segmented Control (Umschalter mit 3 Segmenten) | genau eine Auswahl aus wenigen Optionen; alle drei Bäder sind auf einen Blick sichtbar, ein Tipp genügt |
| C2 | Datumsauswahl (Kalender, Datepicker) | nur gültige Tage (heute bis +30) sind wählbar, Revisionstage gesperrt – keine Fehleingaben, kein Datumsformat nötig |
| C3 | Stepper (− 0 +) je Tarif | exakte kleine Ganzzahl; die Grenzen 0 und 10 lassen sich erzwingen; große Tippflächen |
| C4 | Checkboxen (oder Toggle-Switches) | mehrere Optionen unabhängig voneinander wählbar |
| C5 | Toast / Snackbar | kurze Bestätigung, die nicht blockiert und von selbst verschwindet; der Nutzer muss nichts wegklicken |
| C6 | Modaler Dialog (Bestätigungsdialog) | unterbricht den Ablauf und erzwingt eine bewusste Entscheidung; eindeutig beschriftete Buttons („Ticket stornieren“ / „Ticket behalten“) verhindern versehentliches Stornieren |
| C7 | Tab-Bar (Bottom Navigation) mit Symbol und Text | die vier Hauptbereiche sind immer sichtbar und mit einem Tipp erreichbar, gut mit dem Daumen bedienbar |
Responsive Design bedeutet, dass sich das Layout einer Oberfläche automatisch an Bildschirmgröße und Ausrichtung des Endgeräts anpasst (flexible Raster, Breakpoints über Media Queries, relative Größen). Inhalte und Funktionen bleiben gleich, es gibt nur eine Codebasis.
Anpassungen der Seite aus Anlage 5 (zwei verlangt):
Ein Wireframe ist ein grober, schematischer Entwurf (Low-Fidelity). Er zeigt Aufbau und Anordnung der Elemente mit Platzhaltern – ohne Farben, Bilder und endgültige Texte. Ein Mockup ist ein detailgetreuer, aber statischer Entwurf (High-Fidelity). Er zeigt das spätere Aussehen mit Farben, Schriften, Symbolen und Beispielinhalten, ist aber nicht bedienbar.
Zwei der folgenden Vorteile, jeweils mit Begründung:
Zwei von: Säulendiagramm (je Stunde eine Säule) · Liniendiagramm (Verlaufskurve über den Tag) · Tabelle/Liste (Uhrzeit – erwartete Auslastung in %) · farbige Zeitleiste bzw. Heatmap (je Stunde ein Feld mit Stufe „wenig/mittel/voll“ als Text).
Säulendiagramm. Jede Öffnungsstunde ist eine eigene Säule. Die Nutzerin erkennt auf einen Blick, wann wenig los ist (niedrigste Säulen), und kann ihren Besuch danach planen. Das funktioniert auch auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm, und die aktuelle Stunde lässt sich hervorheben. Eine Tabelle müsste dagegen Zeile für Zeile gelesen werden.
Erklärung: Wie in S26 T1 A4cb stehen die Punkte hinter den Anforderungen. Typische Punktverluste: nur Prozent statt „Anzahl und Prozent“ (B2), Diagramm ohne Tagesauswahl (B3), Zeitstempel vergessen (B6). Die Tab-Bar ist nicht verlangt, schadet aber nicht.
Barrierefreie Software kann von allen Menschen – auch von Menschen mit Behinderungen (z. B. Seh-, Hör-, motorischen oder kognitiven Einschränkungen) und von älteren Menschen – in der üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe genutzt werden. Dazu müssen Inhalte wahrnehmbar, bedienbar und verständlich sein und mit Hilfsmitteln wie Screenreader, Bildschirmlupe oder Tastatur funktionieren.
wahrnehmbar · bedienbar · verständlich · robust
Vier von: blinde Menschen · sehbehinderte Menschen · Menschen mit Farbfehlsichtigkeit · gehörlose und schwerhörige Menschen · Menschen mit motorischen Einschränkungen (z. B. Zittern, Lähmungen) · Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Lernschwierigkeiten · ältere Menschen (laut D3 eine Zielgruppe) · Menschen mit geringen Deutschkenntnissen (z. B. Touristen) · vorübergehend oder situativ eingeschränkte Menschen (z. B. grelles Sonnenlicht im Freibad, nasse Hände, Arm im Gips).
| Nr. | verletzte Anforderung | geeignete Maßnahme |
|---|---|---|
| F1 | Texte müssen auch für sehbehinderte und ältere Menschen lesbar sein: ausreichender Kontrast und Vergrößerung ohne Informationsverlust (wahrnehmbar). | Kontrastverhältnis mind. 4,5 : 1 (dunkle Schrift statt Hellgrau); relative Schriftgrößen, Systemschriftgröße übernehmen; fließendes, responsives Layout, das bis 200 % Vergrößerung nicht überlappt. |
| F2 | Informationen dürfen nicht allein über Farbe vermittelt werden (wahrnehmbar). | Belegung zusätzlich als Text („ausgebucht“, „3 Plätze frei“) und Symbol (✕ / ✓) oder Muster; farbfehlsichtigen-freundliche Farben (z. B. Blau/Orange). |
| F3 | Bedienelemente und informative Bilder brauchen eine Textalternative bzw. einen zugänglichen Namen, damit Screenreader sie vorlesen können (wahrnehmbar, robust). | Schaltflächen mit sichtbarem Text oder zugänglichem Namen (z. B. aria-label, in Apps contentDescription/accessibilityLabel); aussagekräftige Alternativtexte („Sportbecken mit acht Bahnen“), dekorative Bilder ausblenden; Test mit TalkBack und VoiceOver. |
| F4 | Die Anwendung muss auch bei eingeschränkter Feinmotorik und ohne Maus vollständig bedienbar sein (bedienbar). | Touch-Ziele mind. 44 × 44 pt bzw. 48 × 48 dp mit Abstand; alle Elemente per Tabulator in logischer Reihenfolge erreichbar, sichtbarer Fokus; „Bezahlen“ als echtes Button-Element. |
| F5 | Audio- und Videoinhalte brauchen Alternativen für gehörlose Menschen (wahrnehmbar). | Untertitel für das Video, Textfassung der Baderegeln; ggf. Video in Deutscher Gebärdensprache. |
| F6 | Inhalte müssen verständlich sein – auch für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen oder Lernschwierigkeiten (verständlich). | Tariftexte in einfacher Sprache mit kurzen Sätzen und Beispielen („Ermäßigt zahlen: Schüler, Studierende, Menschen mit Schwerbehindertenausweis“); Fachbegriffe erklären; englische Fassung (Zielgruppe Touristen, D3); ggf. Leichte Sprache. |
| Kriterium | Beispiele (je zwei verlangt) |
|---|---|
| Schriftart / Schriftbild | serifenlose, gut lesbare Schrift mit unterscheidbaren Zeichen · ausreichende Grundgröße (ca. 16 px) · Schriftgröße vom Nutzer einstellbar (Systemeinstellung) · Zeilenabstand ca. 1,5-fach · linksbündig, kein Blocksatz · keine langen Texte in Großbuchstaben oder kursiv · klare Hierarchie durch Größe und Fettung |
| Farbgebung | hoher Kontrast (mind. 4,5 : 1) · Farbe nie alleiniger Informationsträger · Rot-Grün-Kombinationen vermeiden · Dunkel- bzw. Hochkontrastmodus anbieten · einheitliche Farbbedeutungen · keine grellen, flackernden Farben |
Seit dem 28.06.2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), mit dem Deutschland den European Accessibility Act der EU umsetzt. Es verpflichtet auch private Unternehmen, bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher barrierefrei anzubieten. Dazu gehören Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, also auch der Online-Verkauf von Tickets und die Online-Buchung von Kursen über Website und App. Die Ausnahme für Kleinstunternehmen greift nicht, weil die AquaVita 140 Beschäftigte hat.
| Nr. | Barriere im Entwurf | Prinzip | Maßnahme |
|---|---|---|---|
| B1 | Kursinfo, „Personen“, „AGB gelesen“ und Fußzeile in kleiner hellgrauer Schrift (Kontrast ca. 2 : 1) – für sehbehinderte und ältere Menschen kaum lesbar | wahrnehmbar | Kontrast mind. 4,5 : 1, Schriftgröße ca. 16 px, über die Browsereinstellung vergrößerbar |
| B2 | freie und ausgebuchte Uhrzeiten nur durch grünen bzw. roten Punkt unterscheidbar – Farbfehlsichtige und Screenreader-Nutzer erhalten die Information nicht | wahrnehmbar | zusätzlich Text („3 Plätze frei“, „ausgebucht“) und Symbol; ausgebuchte Termine deaktivieren und benennen |
| B3 | Fehler nur durch roten Rahmen erkennbar; Meldung „Fehler 422 – Eingabe ungültig“ ohne Feldbezug | wahrnehmbar, verständlich | Fehlermeldung als Text mit Symbol direkt am Feld, mit Korrekturhinweis; für Screenreader mit dem Feld verknüpft und angesagt; Fokus auf das erste fehlerhafte Feld |
| B4 | Eingabefelder nur mit Platzhaltertext statt Beschriftung – verschwindet beim Tippen, wird nicht zuverlässig vorgelesen | verständlich (auch robust) | dauerhaft sichtbare Labels, im Code mit dem Feld verknüpft; Pflichtfelder als Text kennzeichnen |
| B5 | Bild-CAPTCHA ohne Alternative – blinde und stark sehbehinderte Menschen können nicht buchen | wahrnehmbar | auf das CAPTCHA verzichten (unsichtbarer Bot-Schutz, z. B. verstecktes Feld, Zeit- und Mengenbegrenzung) oder barrierefreie Alternative (Audio, einfache Frage) |
| B6 | Bildkarussell wechselt automatisch alle 3 s ohne Pause – lenkt ab, Inhalte verschwinden zu schnell | bedienbar | kein automatischer Wechsel oder Pause-/Stopp-Schaltfläche; Wechsel stoppt bei Fokus; Alternativtexte für die Bilder |
| B7 | Linktext „hier klicken“ nicht aussagekräftig (in der Linkliste des Screenreaders sinnlos); öffnet ohne Ankündigung ein neues Fenster | verständlich (auch bedienbar) | Linktext „Kursbeschreibung Aquafitness 50+ (PDF, 120 kB)“; im selben Fenster öffnen oder darauf hinweisen |
| B8 | Schieberegler für die Personenanzahl: schwer zu treffen, per Tastatur kaum gezielt einstellbar, Wert weder sichtbar noch ansagbar | bedienbar | Stepper mit großen +/−-Schaltflächen oder Auswahlliste; Wert sichtbar und für Screenreader ausgegeben |
| B9 | Datumsformat „TT.MM.JJJJ“ nur als Platzhalter, freie Eingabe fehleranfällig | verständlich | Formatangabe im Label, tolerante Eingabe; besser die Termine als Liste zur Auswahl anbieten |
| B10 | Symbole „merken, teilen, drucken“ ohne Text und nur 16 × 16 px groß – schwer zu treffen, für Screenreader ohne Namen | bedienbar, wahrnehmbar | Zielgröße mind. 24 × 24 px (besser 44 × 44 px) mit Abstand; sichtbare Beschriftung bzw. zugänglicher Name |
Zwei der folgenden Verfahren:
Usability (Gebrauchstauglichkeit) beschreibt, wie effektiv, effizient und zufriedenstellend bestimmte Nutzer in einem bestimmten Nutzungskontext ihre Ziele mit der App erreichen – also die Qualität während der Nutzung. User Experience ist weiter gefasst: Sie umfasst alle Wahrnehmungen und Reaktionen vor, während und nach der Nutzung, z. B. Erwartungen, Gefühle, Ästhetik, Vertrauen und Erinnerung. Usability ist ein Teil der UX.
| Nr. | Eigenschaft (Kurzform) | Grundsatz |
|---|---|---|
| 1 | Gutscheincodes: Leerzeichen und O/0 werden abgefangen | Robustheit gegen Benutzerfehler (Fehlertoleranz) |
| 2 | „Schritt 2 von 3: Zusatzleistungen wählen“ | Selbstbeschreibungsfähigkeit |
| 3 | Videos anhalten, zurückspulen, schneller abspielen | Steuerbarkeit |
| 4 | nur die für den Kurs nötigen Angaben werden abgefragt | Aufgabenangemessenheit |
| 5 | Logo oben links führt zur Startseite | Erwartungskonformität |
| 6 | Tour stellt neue Funktionen vor | Erlernbarkeit (Lernförderlichkeit) |
Benutzerbindung (neu seit 2020): Die App ist einladend und motivierend und schafft Vertrauen, z. B. durch eine ansprechende Gestaltung, eine persönliche Begrüßung, transparente Preise oder einen Glückwunsch mit Bonus zum zehnten Besuch.
Erklärung: Nr. 1 ist keine Aufgabenangemessenheit, weil es um das Abfangen von Fehleingaben geht. Nr. 3 gehört zur Steuerbarkeit, weil der Nutzer Tempo und Ablauf bestimmt. Die frühere Individualisierbarkeit ist kein eigener Grundsatz mehr und deshalb nicht der gesuchte.
| Nr. | verletzter Grundsatz | Verbesserung für die neue App |
|---|---|---|
| F7 | Robustheit gegen Benutzerfehler (Fehlertoleranz) | Eingaben bleiben nach einem Fehler erhalten; das fehlerhafte Feld wird markiert und verständlich erklärt („Das Kind muss bei Kursbeginn mindestens 4 Jahre alt sein“); Geburtsdatum per Datumsauswahl, Prüfung schon bei der Eingabe. |
| F8 | Selbstbeschreibungsfähigkeit | nach dem Bezahlen eine Bestätigungsseite („Kauf erfolgreich“, Ticketnummer, QR-Code, Hinweis auf die E-Mail) und eine Bestätigungs-E-Mail; während der Zahlung eine Ladeanzeige. |
| F9 | Aufgabenangemessenheit | Schnellkauf häufiger Tickets direkt von der Startseite („Tageskarte Hallenbad“) in wenigen Schritten; Adresse im Kundenkonto speichern und vorbelegen; nur nötige Daten abfragen. |
| F10 | Erwartungskonformität | einheitliche Begriffe in App und Website (überall „Warenkorb“), Schaltflächen immer an derselben Stelle („Weiter“ rechts unten); gemeinsamer Styleguide bzw. Designsystem. |
| F11 | Steuerbarkeit | Zurückgehen ohne Datenverlust (Auswahl zwischenspeichern), sichtbare Schaltfläche „Abbrechen“ in jedem Schritt, Kauf später fortsetzen. |
| F12 | Erlernbarkeit (Lernförderlichkeit) | kurze Einführung beim ersten Öffnen; Hilfe-Symbol bzw. Erklärung mit Beispiel direkt an der Wertkarte; FAQ. |
| Zeitpunkt | Testverfahren und Beschreibung (je ein Verfahren verlangt) |
|---|---|
| vor dem Go-live (klickbarer Prototyp) | Thinking-Aloud-Test: Etwa fünf Testpersonen aus den Zielgruppen (z. B. Senioren, Familien) lösen am Klickprototyp typische Aufgaben („Kaufen Sie eine Familienkarte für Samstag“) und sprechen dabei ihre Gedanken laut aus. Ein Moderator beobachtet, protokolliert Probleme und zeichnet ggf. Bildschirm und Ton auf. Ebenfalls richtig: heuristische Evaluation bzw. Expertenreview, Eye-Tracking, Cognitive Walkthrough. |
| nach dem Go-live (laufender Betrieb) | A/B-Test: Zwei Varianten einer Seite (z. B. Ticketkauf mit drei oder mit vier Schritten) werden zufällig verschiedenen Nutzergruppen gezeigt. Verglichen werden Kennzahlen wie Abschluss- oder Abbruchquote; die bessere Variante wird übernommen. Ebenfalls richtig: Nutzungsanalyse (Web-Analytics, Abbruchstellen), Fragebogen wie SUS bzw. In-App-Feedback. |
| Nr. | Mangel (mit Auswirkung) | Grundsatz |
|---|---|---|
| U1 | keine Seitenüberschrift, kein markierter Menüpunkt, keine Breadcrumb; der Kursname steht nur im grauen Kleintext – man erkennt nicht, wo man ist und welchen Kurs man bucht | Selbstbeschreibungsfähigkeit |
| U2 | großes, automatisch wechselndes Werbekarussell nimmt das obere Drittel ein, hat mit der Buchung nichts zu tun und lenkt ab; das Formular rutscht nach unten | Aufgabenangemessenheit |
| U3 | Kursdatum als Freitextfeld, obwohl nur feste Termine möglich sind; Datum und Uhrzeiten getrennt, freie Plätze nicht als Zahl – Nutzer muss raten, ungültige Termine sind eingebbar | Aufgabenangemessenheit (auch Robustheit) |
| U4 | technische Fehlermeldung „Fehler 422 – Eingabe ungültig“ ohne Feldbezug und ohne Lösungshinweis | Robustheit gegen Benutzerfehler (auch Selbstbeschreibungsfähigkeit) |
| U5 | „Zurücksetzen“ ist die auffälligste Schaltfläche, steht direkt neben dem Absenden und löscht ohne Rückfrage alle Eingaben | Robustheit gegen Benutzerfehler |
| U6 | Absende-Schaltfläche englisch („Submit“) auf einer deutschen Seite und so blass gestaltet, dass sie deaktiviert wirkt; unklar, ob verbindlich und kostenpflichtig gebucht wird | Erwartungskonformität (auch Selbstbeschreibungsfähigkeit) |
| U7 | Schieberegler für 1–4 Personen ohne Wertanzeige – ungenau, man sieht nicht, wie viele Personen gewählt sind | Aufgabenangemessenheit (auch Selbstbeschreibungsfähigkeit) |
| U8 | (fehlt) kein Preis und keine Zusammenfassung vor dem Absenden (Anforderung A4) | Selbstbeschreibungsfähigkeit |
| U9 | Link „hier klicken“ öffnet die Kursbeschreibung in einem neuen Fenster – die Zurück-Taste funktioniert nicht, Nutzer verlieren die Orientierung | Erwartungskonformität (auch Steuerbarkeit) |
| U10 | Newsletter-Checkbox ist vorausgewählt – Nutzer abonnieren ungewollt Werbung, das untergräbt das Vertrauen (zudem keine wirksame Einwilligung nach DSGVO) | Benutzerbindung (auch Erwartungskonformität) |
| U11 | (fehlt) keine Möglichkeit, die Buchung abzubrechen oder zur Kursübersicht zurückzukehren (Anforderung A6) | Steuerbarkeit |
| U12 | Symbole „merken, teilen, drucken“ ohne Beschriftung – Bedeutung unklar | Selbstbeschreibungsfähigkeit |
| U13 | (fehlt) nur ein Namens- und ein Geburtsdatumsfeld, obwohl bis zu vier Personen angemeldet werden können (Anforderung A3) | Aufgabenangemessenheit |
Erklärung: Die Teilaufgaben a) und b) hängen zusammen – der Prüfer vergleicht, ob die in a) genannten Mängel in b) behoben sind. Wer einen Mangel nennt, ihn in der Skizze aber wiederholt (z. B. wieder „Submit“), verliert dort Punkte. Ein Bildkarussell darf es geben, wenn es nicht automatisch wechselt und die Buchung nicht verdrängt – nötig ist es für die Aufgabe nicht.