java\10_Netzwerk_IoT\.
Du schreibst AE, nicht FISI: Gefragt sind Begriffe, Zuordnungen mit Begründung, einfache Rechnungen und ein kleines Skript – keine Router-Konfiguration.
Netzwerkthemen stehen nur in Teil 1 und kamen in 4 von 9 Prüfungen vor – dann aber teils mit vielen Punkten (W24: 26 Punkte am Stück). Die Szenarien werden immer IoT-lastiger: Sensoren im Park (S23), Messstellen und Drohnen im Weinberg (W23, ohne eigene Netzwerkaufgabe), Bodensensoren auf dem Acker (S26). Typisch sind Zuordnen und Begründen (welche Funk- oder Netzart passt wozu?), Begriffe erläutern (MAC-Adresse, Ethernet-Frame), ein englischer Fachtext und einmal ein kleines Skript, das ein Netz durchläuft und JSON ausgibt.
| Unterthema | Kategorie | Typische Punkte | Wichtigste Fähigkeit |
|---|---|---|---|
| NET-01 IoT / Sensorik / Funk | Wahrscheinlich | 4–9 je Teilaufgabe | Funktechnik passend zur Situation wählen und begründen; Sicherheit auf schwachen Geräten |
| NET-02 Netzwerkkonzepte | Wahrscheinlich | 9 | LAN, WAN, SAN, LPWAN, VPN zuordnen und begründen |
| NET-03 Adressierung, Frames, Protokolle | Sonstige | 3–8 | MAC-Adresse, Ethernet-Frame, IPv4-Netz berechnen, Skript über alle Hosts |
| NET-04 Infrastruktur, Virtualisierung, Cloud | Sonstige | 4–8 | Schwachstellen und Anforderungen beschreiben, Backup, Cloud-Modelle |
Vorkommen: 3/9 · Prüfungen: S23 (T1 A4a: Verschlüsselung für batteriebetriebene Sensoren), W24 (T1 A2a: LPWAN für IoT), S26 (T1 A3a: LoRa aus englischem Fachtext, A3bd: RSA im IoT-Projekt) · dazu IoT als Kulisse in W23
Beim Internet of Things werden physische Gegenstände (Zähler, Maschinen, Container, Parkplätze …) mit Sensoren, Aktoren, einem kleinen Rechner und einer Netzwerkanbindung ausgestattet. Sie sind eindeutig adressierbar (z. B. über eine Geräte-ID wie die 64-Bit-DevEUI), erfassen Daten selbstständig und übertragen sie ohne menschliches Zutun an eine zentrale Plattform. Dort werden die Daten gespeichert, ausgewertet und gegebenenfalls Befehle an Aktoren zurückgeschickt.
| Begriff | Bedeutung | Beispiele |
|---|---|---|
| Sensor | Erfasst eine physikalische Größe und wandelt sie in ein elektrisches Signal bzw. einen Messwert um. Liest die Umwelt. | Temperatur, Feuchte, Druck, Füllstand (Ultraschall, Radar), Bewegung, GPS-Position, Magnetfeld |
| Aktor | Setzt ein elektrisches Signal in eine Aktion um. Verändert die Umwelt. | Ventil, Motor, Pumpe, Relais/Schalter, Sirene, Leuchte, Anzeigetafel |
| Gateway | Verbindet zwei unterschiedliche Netze und setzt die Protokolle um, z. B. Funk (LoRa, Zigbee, BLE) auf IP. Sammelt die Daten vieler Geräte und leitet sie weiter. | LoRaWAN-Gateway auf einem Dach, Zigbee-Bridge, Smart-Home-Zentrale |
| Plattform / Backend | Zentrale Software im Rechenzentrum oder in der Cloud: nimmt Nachrichten an, verwaltet Geräte, speichert Messwerte, wertet Regeln aus. | LoRaWAN-Network-Server, MQTT-Broker, Zeitreihen-Datenbank, Regel-Engine |
| Anwendung | Oberfläche bzw. Fachlogik für die Nutzer. | Dashboard, App, E-Mail/SMS-Alarm, Prognose |
Welche Funktechnik passt, hängt von wenigen Kriterien ab: Reichweite, Datenrate, Energiebedarf (Batterie oder Netzteil?), Kosten (Hardware, eigene Infrastruktur, laufende Gebühren), Latenz und ob eine Infrastruktur vorhanden ist (Mobilfunknetz) oder selbst aufgebaut werden muss (Gateways, Access Points). Die Werte sind typische Richtwerte; in der Prüfung genügen Größenordnungen.
| Technik | Frequenz / Lizenz | Reichweite | Datenrate | Energiebedarf | Kosten / Infrastruktur | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LoRaWAN (LPWAN) | 868 MHz (EU), lizenzfrei, Duty Cycle | 2–5 km Stadt, 10–15 km Land | ca. 0,3–5,5 kbit/s (max. 50) | sehr gering, Batterie bis ca. 10 Jahre | günstige Module; eigene Gateways möglich, keine Funkgebühren | verteilte Sensoren ohne Strom: Pegel, Boden, Zähler |
| NB-IoT (LPWAN, Mobilfunk) | lizenzierte LTE-Bänder | Funkzelle, km-Bereich; sehr gute Gebäudedurchdringung | ca. 20–250 kbit/s | gering, Jahre (Schlafmodi) | SIM und Vertrag je Gerät; Netz des Betreibers, keine eigene Infrastruktur | Zähler im Keller, Geräte in Schächten, Paket-Tracker |
| Sigfox (LPWAN) | 868 MHz, lizenzfrei | bis 10 km Stadt, 40 km Land | ca. 0,1 kbit/s, max. 140 Nachrichten à 12 Byte/Tag | sehr gering | Abo je Gerät; nur Netz des Betreibers | sehr seltene Kurzmeldungen (Alarm, Status) |
| Zigbee | 2,4 GHz (auch 868 MHz) | 10–100 m, Mesh verlängert | 250 kbit/s | gering | günstig; Koordinator/Bridge nötig | Gebäude- und Hausautomation (Licht, Heizung) |
| Bluetooth LE | 2,4 GHz | ca. 10–50 m | 1–2 Mbit/s | sehr gering (Knopfzelle) | sehr günstig; Smartphone als Gegenstelle | Wearables, Beacons, Geräte vor Ort per App auslesen |
| WLAN (Wi-Fi 6) | 2,4 / 5 / 6 GHz | ca. 30–100 m je Access Point | bis in den Gbit/s-Bereich | hoch (Netzteil oder Akku) | Access Points nötig | Laptops, Tablets, Kameras im Gebäude |
| 5G (Mobilfunk) | lizenziert (z. B. 3,6 GHz) | Funkzelle, 0,1 bis einige km | bis Gbit/s, Latenz < 10 ms | hoch | Datentarif je Gerät oder eigenes Campusnetz (teuer) | Video, Drohnen, Fahrzeuge, Industrie 4.0 |
LPWAN (Low Power Wide Area Network) ist der Oberbegriff für Funknetze, die mit sehr wenig Energie über große Entfernungen funken – auf Kosten der Datenrate. Für Sensoren, die über ein großes Gebiet verteilt sind und keinen Stromanschluss haben, ist das genau die richtige Abwägung:
Nicht geeignet ist LPWAN für Bilder, Audio, Video, große Firmware-Updates oder Echtzeitsteuerung mit sehr kurzer Reaktionszeit.
So gehst du vor: (1) erlaubte Sendezeit pro Stunde: 1 % von 3600 s = 36 s. (2) benötigte Sendezeit = Nachrichten pro Stunde × Airtime je Nachricht. (3) vergleichen. (4) ggf. maximale Nachrichtenzahl = 36 s ÷ Airtime (abrunden).
Beispiel: Ein Parkplatzsensor sendet bei SF11 (Airtime laut Datenblatt 0,66 s) einmal pro Minute: 60 × 0,66 s = 39,6 s > 36 s → nicht zulässig. Maximal 36 s ÷ 0,66 s = 54,5 → 54 Nachrichten pro Stunde, also etwa alle 67 s. Lösung: seltener senden, nur bei Zustandswechsel senden oder mit kleinerem SF senden (kürzere Airtime, geht aber nur bei gutem Empfang).
In S26 musste man aus einem englischen Text drei Merkmale von LoRa nennen und zwei Gründe für den Einsatz erläutern. So gehst du vor: (1) Text einmal ganz lesen, (2) jede Aussage über die Technik unterstreichen (is, uses, allows, can, is ideal for), (3) auf Deutsch stichpunktartig notieren, (4) bei „Gründe erläutern“ jedes Merkmal mit der Situation verbinden. Wörtlich übersetzen ist nicht nötig. Übungsbeispiel (selbst geschrieben):
NB-IoT is a cellular technology standardised by 3GPP. It reuses the existing LTE infrastructure, so operators can activate it with a software update on their base stations. Its narrow bandwidth of 180 kHz improves coverage deep inside buildings and underground. Devices can enter a power saving mode in which they remain registered in the network but do not listen to it, which allows a battery life of more than ten years.
| Aussage im Text | Merkmal (deutsch, stichpunktartig) |
|---|---|
| cellular technology … reuses the existing LTE infrastructure | Mobilfunktechnik, nutzt vorhandenes LTE-Netz → kein eigener Netzaufbau |
| narrow bandwidth … improves coverage deep inside buildings | schmalbandig, sehr gute Gebäudedurchdringung (Keller, Schächte) |
| power saving mode … battery life of more than ten years | Energiesparmodus, Batterielaufzeit über 10 Jahre |
Die Plattform erhält die Messwerte meist als JSON (Querverweis Block 06). Typische Felder: eine eindeutige Geräte-ID (z. B. DevEUI, 64 Bit in Hex-Schreibweise), der Messwert, ein Zeitstempel im ISO-8601-Format mit Zeitzone und oft der Batteriestand. Beispiel Parkplatzsensor:
{
"devEUI": "0004A30B001C2F51",
"stellplatz": "Marktplatz-12",
"belegt": true,
"zeitpunkt": "2026-03-14T08:42:10+01:00",
"batterie": 91
}
91, true), Texte und Zeitstempel mit.[ {…}, {…} ] – zwischen den Objekten steht ein Komma, nach dem letzten keines."temperatur_c": 7.5), nicht in den Wert ("7,5 °C" wäre ein String und schlecht auswertbar). Dezimaltrenner ist der Punkt.MQTT ist das verbreitetste Protokoll zwischen IoT-Plattform-Komponenten: Ein zentraler Broker nimmt Nachrichten von Publishern entgegen und verteilt sie an alle Subscriber eines Topics (z. B. stadt/parken/marktplatz/12). Vorteile: sehr kleiner Protokoll-Overhead, Sender und Empfänger kennen sich nicht (lose Kopplung), drei Zustellgarantien (QoS 0, 1, 2). MQTT läuft über TCP, Port 1883, verschlüsselt mit TLS über Port 8883.
IoT-Sensoren haben einen kleinen Mikrocontroller, wenig Speicher und eine Batterie. Daraus folgt:
| Edge Computing (am Rand, nah am Gerät) | Cloud Computing (zentral) | |
|---|---|---|
| Wo? | auf dem Gerät, dem Gateway oder einer lokalen Steuerung vor Ort | im Rechenzentrum bzw. bei einem Cloud-Anbieter |
| Stärken | sehr kurze Reaktionszeit; funktioniert auch ohne Internetverbindung; weniger Datenvolumen (nur Ergebnisse senden); sensible Daten bleiben vor Ort | viel Rechenleistung und Speicher; Langzeitarchiv; Auswertungen über alle Standorte; zentrale Pflege, leicht skalierbar |
| Schwächen | begrenzte Ressourcen; Software auf vielen Geräten verteilt (Updates) | Latenz; abhängig von der Verbindung; laufende Kosten |
Beispiel: Ein Kühlhaus schaltet bei Übertemperatur sofort lokal die Notkühlung ein (Edge) – das darf nicht davon abhängen, ob das Internet gerade funktioniert. Die Temperaturverläufe aller Filialen werden in der Cloud gespeichert und monatlich ausgewertet. In der Praxis ist fast immer eine Kombination sinnvoll.
DevEUI, Value, Timestamp in ein Relationenmodell übernehmen.Vorkommen: 2/9 · Prüfungen: W24 (T1 A2a: LAN, SAN, LPWAN den Gebieten IoT, Unternehmensnetz, Rechenzentrum zuordnen und begründen, 9 P), S26 (T1 A3a: LoRa als Netzkonzept)
| Netz | Ausgeschrieben | Ausdehnung | Merkmale / Beispiel |
|---|---|---|---|
| PAN | Personal Area Network | wenige Meter | Geräte einer Person: Smartwatch ↔ Smartphone per Bluetooth |
| LAN | Local Area Network | Gebäude, Gelände | Netz eines Standorts in eigener Verantwortung; meist Ethernet über Switches, hohe Datenrate (1–10 Gbit/s), geringe Latenz, keine laufenden Gebühren |
| WLAN | Wireless LAN | Gebäude, Gelände | LAN per Funk (IEEE 802.11) über Access Points; mobil, aber geteiltes Medium, geringere Reichweite |
| MAN | Metropolitan Area Network | Stadt, Region | verbindet Standorte innerhalb einer Stadt, z. B. Glasfaserring eines Stadtwerks |
| WAN | Wide Area Network | Land, weltweit | verbindet entfernte Standorte bzw. LANs; Leitungen eines Providers; das Internet ist das größte WAN (manchmal „GAN“, Global Area Network) |
| Netz | Ausgeschrieben | Merkmale und typischer Einsatz |
|---|---|---|
| SAN | Storage Area Network | Eigenes, sehr schnelles Netz nur für Speicher, typisch im Rechenzentrum. Server greifen blockbasiert auf ein zentrales Speichersystem zu, als wäre es eine lokale Festplatte (Fibre Channel oder iSCSI). Mehrere Server (z. B. ein Virtualisierungscluster) nutzen denselben Speicher; redundante Pfade; der Speicherverkehr belastet das normale LAN nicht. |
| LPWAN | Low Power Wide Area Network | Funknetz für IoT: große Reichweite, sehr geringer Energiebedarf, kleine Datenrate (LoRaWAN, NB-IoT, Sigfox; Details in NET-01). |
| VPN | Virtual Private Network | Logisches, privates Netz über ein öffentliches Netz (Internet). Die Daten laufen durch einen verschlüsselten Tunnel (z. B. IPsec, WireGuard, TLS) → Vertraulichkeit, Integrität und Authentifizierung der Gegenstelle. Site-to-Site-VPN: verbindet ganze Standorte (Router zu Router). Remote-Access-VPN: einzelne Mitarbeiter (Laptop, Smartphone) wählen sich von unterwegs ins Firmennetz ein. Günstiger als eine eigene Standleitung. |
| VLAN | Virtual LAN | Teilt ein physisches LAN logisch in getrennte Netze (z. B. Büro, Telefonie, Gäste) – ohne eigene Switches pro Netz. |
| Topologie | Aufbau | Vorteile | Nachteile | Heute z. B. |
|---|---|---|---|---|
| Stern | alle Geräte an einem zentralen Knoten (Switch, Access Point) | einfach erweiterbar; Ausfall eines Kabels/Endgeräts betrifft nur dieses; einfache Fehlersuche | zentraler Knoten = Single Point of Failure; viel Kabel | Ethernet-LAN, WLAN, LoRaWAN („Stern von Sternen“) |
| Bus | alle an einem gemeinsamen Kabel | wenig Kabel, günstig | Kabelbruch legt alles lahm; Kollisionen; schlecht skalierbar | Feldbusse in Maschinen und Fahrzeugen (CAN); früher Koax-Ethernet |
| Ring | jedes Gerät mit zwei Nachbarn, Daten laufen im Kreis | gleichberechtigter Zugriff; als Doppelring ausfallsicher | einfacher Ring: ein Ausfall unterbricht alles | Glasfaserringe von Providern, Industrie-Ethernet mit Ringredundanz |
| Vermascht | Knoten über mehrere Wege verbunden | sehr ausfallsicher (Umwege), Lastverteilung | teuer, aufwendig, komplexere Wegewahl | Internet-Backbone, WLAN-Mesh, Zigbee, Bluetooth Mesh |
| Baum | hierarchisch verbundene Sterne | gut strukturierbar, für große Gebäude | Ausfall eines Verteilers trennt einen ganzen Teilbaum | Gebäudeverkabelung: Kern-Switch → Etagen-Switches |
| Client-Server | Peer-to-Peer (P2P) | |
|---|---|---|
| Prinzip | Ein Server stellt Dienste zentral bereit, viele Clients nutzen sie (Anfrage → Antwort). | Alle Rechner sind gleichberechtigt; jeder ist zugleich Anbieter und Nutzer. |
| Vorteile | zentrale Datenhaltung (eine aktuelle Version); zentrale Rechteverwaltung und Datensicherung; leistungsfähige, redundante Server-Hardware; einfache Administration | kein teurer Server nötig; kein zentraler Ausfallpunkt; für wenige Rechner schnell eingerichtet |
| Nachteile | Server ist Single Point of Failure (→ Redundanz nötig); Anschaffungs- und Betriebskosten | Daten verstreut, Versionen uneinheitlich; Rechte und Sicherung kaum kontrollierbar; Daten fehlen, wenn ein PC ausgeschaltet ist; skaliert schlecht |
| Beispiele | Dateiserver, Webserver, Datenbankserver, MQTT-Broker | Dateifreigaben zwischen Arbeitsplatz-PCs, Tauschbörsen, Blockchain |
| Komponente | OSI-Schicht | Aufgabe |
|---|---|---|
| Repeater / Hub | 1 | verstärkt das Signal bzw. verteilt es an alle Anschlüsse (heute veraltet) |
| Switch | 2 | verbindet Geräte innerhalb eines LAN; lernt die MAC-Adressen der angeschlossenen Geräte und leitet jeden Frame gezielt nur an den Port des Empfängers weiter; kann VLANs bilden |
| Access Point | 2 | bindet WLAN-Geräte an das kabelgebundene LAN an (Brücke Funk ↔ Ethernet), verschlüsselt die Funkstrecke (WPA2/WPA3) |
| Router | 3 | verbindet unterschiedliche IP-Netze (z. B. LAN ↔ Internet), wählt anhand der Ziel-IP-Adresse den Weg (Routingtabelle); oft zusätzlich NAT, DHCP, VPN-Endpunkt |
| Firewall | 3–7 | filtert den Verkehr zwischen Netzen nach Regeln: Paketfilter (IP-Adressen, Ports), zustandsorientiert (erlaubt nur Antworten auf eigene Anfragen), Application Gateway/Proxy (prüft Inhalte) |
| Gateway | bis 7 | setzt zwischen verschiedenen Protokollen bzw. Netzarten um, z. B. IoT-Gateway (Funk → IP) |
| Modem / ONT | 1 | wandelt die Signale für die Anschlussleitung des Providers (DSL, Kabel, Glasfaser) |
In kleinen Standorten stecken Router, Firewall, VPN-Endpunkt, Switch und Access Point oft in einem Gerät. In der Prüfung trotzdem die einzelnen Funktionen nennen.
Beispiel (Hotelkette mit zwölf Häusern, anderes Szenario als in den Aufgaben):
| Anwendungsgebiet | Konzept | Begründung |
|---|---|---|
| Gäste surfen in Zimmern und Lobby mit eigenen Smartphones | WLAN | Gäste-Geräte haben keinen Kabelanschluss und sind mobil; Access Points versorgen Zimmer und Lobby per Funk. Ein eigenes Gäste-WLAN (eigenes VLAN) trennt Gäste vom internen Netz. |
| Alle Häuser greifen auf das zentrale Buchungssystem in der Zentrale zu | VPN über das Internet (WAN) | Die Häuser liegen in verschiedenen Städten und sind nur über das Internet verbunden; der verschlüsselte Tunnel schützt Buchungs- und Gästedaten, eine teure Standleitung ist nicht nötig. |
| Füllstandssensoren in den Flüssiggastanks abgelegener Ferienhäuser | LPWAN | Die Tanks liegen verstreut und haben keinen Netzwerk- und oft keinen Stromanschluss; ein Füllstand ist nur wenige Byte groß und wird selten gesendet, die Batterie hält jahrelang. |
Vorkommen: 1/9 · Prüfung: W24 (T1 A2ba: Felder des Ethernet-Frames zuordnen, 6 P · A2bb: Aufbau einer MAC-Adresse, 3 P · A2c: Skript, das alle Geräte im Netz 192.168.0.0/24 abfragt und als JSON-Array ausgibt, 8 P)
Schichtenmodelle teilen die Kommunikation in Aufgaben auf. Jede Schicht nutzt die Dienste der darunterliegenden und bietet der darüberliegenden Dienste an; beim Senden packt jede Schicht ihren Kopf (Header) um die Daten (Kapselung). Merksatz von oben (7) nach unten (1): „Alle deutschen Studenten trinken verschiedene Sorten Bier“.
| OSI-Schicht | TCP/IP-Modell | Dateneinheit | Protokolle / Beispiele | Geräte |
|---|---|---|---|---|
| 7 Anwendung | Anwendung | Daten / Nachricht | HTTP(S), DNS, DHCP, SSH, FTP, SMTP, MQTT, CoAP; Datenformate (JSON); Verschlüsselung mit TLS (je nach Quelle Schicht 5/6) | Gateway, Proxy, Application-Firewall |
| 6 Darstellung | ||||
| 5 Sitzung | ||||
| 4 Transport | Transport | Segment (TCP) / Datagramm (UDP) | TCP, UDP – Ports adressieren die Anwendung | (Firewall mit Portregeln) |
| 3 Vermittlung | Internet | Paket | IPv4, IPv6, ICMP (ping) – IP-Adressen, Wegewahl | Router |
| 2 Sicherung | Netzzugang | Frame (Rahmen) | Ethernet, WLAN (802.11) – MAC-Adressen, Prüfsumme; ARP verbindet Schicht 2 und 3 | Switch, Access Point, Bridge |
| 1 Bitübertragung | Bit | Kabel, Glasfaser, Funk, Stecker, Signalpegel | Hub, Repeater, Modem |
Die MAC-Adresse (Media Access Control) ist die Hardware-Adresse einer Netzwerkschnittstelle auf Schicht 2. Sie ist 48 Bit = 6 Byte lang und wird als 12 Hexadezimalziffern geschrieben, paarweise getrennt: 00:80:41:AE:FD:7E (Linux), 00-80-41-AE-FD-7E (Windows).
FF:FF:FF:FF:FF:FF – der Frame geht an alle Geräte im LAN.| MAC-Adresse | IPv4-Adresse | |
|---|---|---|
| OSI-Schicht | 2 (Sicherung) | 3 (Vermittlung) |
| Länge | 48 Bit, hexadezimal | 32 Bit, 4 Dezimalzahlen 0–255 |
| Vergabe | Hersteller (fest im Gerät) | Administrator oder DHCP (logisch, je nach Netz) |
| Gültigkeit | nur im lokalen Netzsegment | netzübergreifend, Grundlage des Routings |
Auf Schicht 2 werden die Daten in Frames (Rahmen) verpackt. Aufbau eines Ethernet-II-Frames in Übertragungsreihenfolge:
| Feld | Größe | Zweck |
|---|---|---|
| Präambel + SFD (Preamble, Start Frame Delimiter) | 7 + 1 Byte | Bitfolge 1010…, damit sich der Empfänger auf den Takt synchronisiert; das SFD (10101011) markiert den Beginn des Frames. Wird von der Netzwerkkarte erzeugt und entfernt. |
| Ziel-MAC (Destination Address) | 6 Byte | MAC-Adresse des Empfängers. Steht vorn, damit ein Switch sofort entscheiden kann, wohin er weiterleitet. |
| Quell-MAC (Source Address) | 6 Byte | MAC-Adresse des Absenders; daraus lernt der Switch, an welchem Port welches Gerät hängt. |
| Typ (EtherType) | 2 Byte | Welches Protokoll steckt in den Nutzdaten? 0x0800 = IPv4, 0x86DD = IPv6, 0x0806 = ARP. |
| Nutzdaten (Payload) | 46–1500 Byte | Das Paket der Schicht 3. Weniger als 46 Byte werden mit Füllbytes (Padding) aufgefüllt; 1500 Byte = MTU. |
| FCS (Frame Check Sequence) | 4 Byte | CRC-32-Prüfsumme über den Frame. Stimmt sie beim Empfänger nicht, wird der Frame verworfen (nur Fehlererkennung, keine Korrektur). |
Mitschnitt lesen (Beispiel): Die ersten 14 Byte nach dem SFD lauten 00 80 41 ae fd 7e 3c 07 54 12 9a 01 08 00 → Ziel-MAC 00:80:41:AE:FD:7E, Quell-MAC 3C:07:54:12:9A:01, Typ 0x0800 → in den Nutzdaten folgt ein IPv4-Paket. Die Ziel-MAC ist keine Broadcast-Adresse, der Frame ist also an genau ein Gerät gerichtet (Unicast).
Eine IPv4-Adresse ist 32 Bit lang, geschrieben als vier Dezimalzahlen (Oktette, je 0–255). Sie besteht aus einem Netzanteil (welches Netz?) und einem Hostanteil (welches Gerät im Netz?). Wo die Grenze liegt, sagt die Subnetzmaske bzw. die CIDR-Präfixlänge: /24 bedeutet „die ersten 24 Bit sind Netzanteil“ = Maske 255.255.255.0.
10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12, 192.168.0.0/16. Sonderadressen: 127.0.0.1 (Loopback, der eigene Rechner), 169.254.x.x (selbst vergeben, wenn kein DHCP-Server antwortet).| Präfix | Subnetzmaske | Hostbits | nutzbare Hosts | Blockgröße im letzten Oktett |
|---|---|---|---|---|
| /8 | 255.0.0.0 | 24 | 16.777.214 | – |
| /16 | 255.255.0.0 | 16 | 65.534 | – |
| /24 | 255.255.255.0 | 8 | 254 | 256 |
| /25 | 255.255.255.128 | 7 | 126 | 128 |
| /26 | 255.255.255.192 | 6 | 62 | 64 |
| /27 | 255.255.255.224 | 5 | 30 | 32 |
| /28 | 255.255.255.240 | 4 | 14 | 16 |
| /30 | 255.255.255.252 | 2 | 2 | 4 |
So gehst du vor (Netz- und Broadcastadresse zu einer Adresse mit Präfix):
Beispiel 1: 192.168.50.17/24
192.168.50.0192.168.50.255Beispiel 2: 172.16.8.200/27
172.16.8.192, Broadcast 172.16.8.223Binär (letztes Oktett): 200 = 1100 1000 Maske /27: 224 = 1110 0000 UND → Netzanteil: 1100 0000 = 192 (Netzadresse 172.16.8.192) Hostbits auf 1 → Broadcast: 1101 1111 = 223 (Broadcast 172.16.8.223)
Netz aufteilen: Ein /24 lässt sich durch Verlängern des Präfixes in gleich große Subnetze teilen: 1 Bit mehr → 2 Subnetze (/25), 2 Bit → 4 (/26), 3 Bit → 8 (/27). Beispiel: 172.16.8.0/24 in acht /27-Netze: .0–.31, .32–.63, .64–.95, … , .224–.255 (jeweils erste Adresse = Netz, letzte = Broadcast, je 30 Hosts).
Gleiches Netz? Zwei Geräte können nur direkt (über einen Switch) miteinander sprechen, wenn ihr Netzanteil gleich ist. 192.168.50.17/24 und 192.168.51.3/24 liegen in verschiedenen Netzen (drittes Oktett 50 ≠ 51) → die Kommunikation muss über einen Router laufen.
2001:0db8:0000:0000:0000:ff00:0042:8329.:: ersetzen → 2001:db8::ff00:42:8329.::1, Link-Local-Adressen beginnen mit fe80::.Auf der Transportschicht adressiert die Portnummer den Dienst bzw. die Anwendung auf einem Rechner (0–65535; bis 1023 „well-known ports“). IP-Adresse + Port = Socket.
| Protokoll | Zweck | Transport | Port(s) |
|---|---|---|---|
| HTTP | Webseiten, REST-APIs (unverschlüsselt) | TCP | 80 |
| HTTPS | HTTP über TLS (verschlüsselt) | TCP | 443 |
| DNS | Namensauflösung (Name → IP-Adresse) | UDP (große Antworten TCP) | 53 |
| DHCP | automatische Vergabe von IP-Adresse, Maske, Gateway, DNS-Server | UDP | 67 (Server), 68 (Client) |
| SSH | verschlüsselte Fernwartung (Konsole), Dateitransfer (SFTP) | TCP | 22 |
| FTP | Dateiübertragung (unverschlüsselt) | TCP | 21 (Steuerung), 20 (Daten) |
| SMTP / IMAP | E-Mail senden / abrufen | TCP | 25 bzw. 587 / 143 bzw. 993 (TLS) |
| NTP | Zeitsynchronisation | UDP | 123 |
| RDP | Remote-Desktop | TCP | 3389 |
| MQTT | IoT-Nachrichten über Broker (Publish/Subscribe) | TCP | 1883, mit TLS 8883 |
| CoAP | REST-ähnliches IoT-Protokoll für sehr kleine Geräte | UDP | 5683 |
Ohne Port, weil unterhalb der Transportschicht: IP, ICMP (z. B. ping) und ARP. DHCP-Ablauf („DORA“): Discover (Broadcast) → Offer → Request → Acknowledge.
| TCP (Transmission Control Protocol) | UDP (User Datagram Protocol) | |
|---|---|---|
| Verbindung | verbindungsorientiert: Aufbau per Drei-Wege-Handschlag (SYN, SYN-ACK, ACK) | verbindungslos: Datagramm wird einfach gesendet |
| Zuverlässigkeit | Bestätigungen (ACK), Neuübertragung verlorener Segmente, richtige Reihenfolge, Flusskontrolle | keine Garantie für Ankunft oder Reihenfolge |
| Overhead / Tempo | Header ≥ 20 Byte, mehr Verzögerung | Header 8 Byte, schnell, wenig Last |
| Einsatz | wenn jedes Byte ankommen muss: HTTP(S), SSH, E-Mail, Dateiübertragung, MQTT, Datenbankzugriff | wenn Tempo wichtiger ist oder kleine Einzelanfragen: DNS, DHCP, NTP, VoIP, Live-Video, Online-Spiele, CoAP |
In W24 sollte ein Skript alle Geräte eines /24-Netzes abfragen und das Ergebnis als JSON-Array ausgeben. Das Muster (hier mit anderer Hilfsfunktion: isReachable(ip : string) : boolean liefert true, wenn ein Gerät auf ping antwortet) erzeugt ein JSON-Array aller erreichbaren Adressen:
funktion erreichbareHosts(netz : string) : string
json : string := "["
anzahl : integer := 0
zähle i von 1 bis 254 // .0 = Netzadresse, .255 = Broadcast
ip : string := netz + "." + i // z. B. "192.168.5" + "." + 7
wenn isReachable(ip) dann
wenn anzahl > 0 dann
json := json + ", " // Komma nur VOR jedem weiteren Element
Ende wenn
json := json + '"' + ip + '"' // '…' darf " enthalten
anzahl := anzahl + 1
Ende wenn
Ende zähle
json := json + "]"
rückgabe json
Ende funktion
Aufruf ausgabe(erreichbareHosts("192.168.5")) liefert z. B. ["192.168.5.1", "192.168.5.20", "192.168.5.31"]. Die drei Knackpunkte: Schleifengrenzen 1 bis 254, Komma-Logik (kein Komma vor dem ersten und nach dem letzten Element) und Anführungszeichen um Zeichenketten im JSON. Liefert eine Hilfsfunktion statt boolean einen Wert oder null, prüft man entsprechend wenn wert <> null dann. In Java schreibt man Anführungszeichen im String mit Backslash: "\"" + ip + "\"".
getMacAddress(…) abfragen (liefert NULL, wenn kein Gerät antwortet) und als JSON-Array ausgeben (8 P). Die englischen Feldnamen solltest du deshalb ebenfalls kennen.
Vorkommen: 1/9 · Prüfung: W22 (T1 A1a: zwei Schwachstellen der veralteten, inhomogenen IT-Infrastruktur beschreiben, 4 P · A1b: eine funktionale und eine nicht-funktionale Anforderung an die neue IT-Infrastruktur, 4 P) · Cloud-Datenbank als Kulisse in W23
„Veraltet“ heißt: alte Hardware, Betriebssysteme ohne Herstellerunterstützung. „Inhomogen“ (uneinheitlich) heißt: viele verschiedene Hersteller, Modelle und Versionen. Beides gefährdet vor allem die Verfügbarkeit (Schutzziel, Querverweis Block 07). Beispiel: Eine Steuerberaterkanzlei mit drei Büros hat in jedem Büro einen eigenen Server (Baujahre 2012–2019, drei verschiedene Betriebssysteme), gesichert wird auf eine USB-Festplatte, die im Serverschrank liegt.
| Bereich | Schwachstelle | Folge |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Altgeräte ohne Redundanz (ein Netzteil, eine Festplatte), Ersatzteile nicht mehr lieferbar | Ausfall eines Geräts legt einen Dienst lange lahm (Single Point of Failure) |
| Sicherheit | Betriebssystem ohne Sicherheitsupdates (End of Life) | bekannte Lücken bleiben offen, Schadsoftware kann eindringen und Systeme lahmlegen |
| Datensicherung | Sicherung im selben Raum bzw. dauerhaft angeschlossen, unregelmäßig, nie getestet | Brand, Wasser, Diebstahl oder Ransomware vernichten Original und Kopie |
| Wartung | viele Hersteller und Versionen, keine zentrale Verwaltung, Wissen bei Einzelpersonen | hoher Aufwand, Fehler bei Updates, lange Fehlersuche |
| Umgebung | keine USV, keine Klimatisierung, ungesicherter Zugang | Abstürze und Datenverlust bei Stromschwankungen, Hitzeschäden, Manipulation |
| Leistung | zu wenig Arbeitsspeicher, langsame Platten, neue Software läuft nicht mehr | lange Antwortzeiten, Projekte verzögern sich |
„Beschreiben“ heißt in der Prüfung: Schwachstelle + Auswirkung nennen, möglichst mit einem Beleg aus der Situation („Server S3 hat nur ein Netzteil; fällt es aus, steht der Dateiserver still“).
| funktional (Beispiel Kanzlei) | nicht-funktional (Beispiel Kanzlei) |
|---|---|
| Alle Mitarbeiter können von jedem der drei Büros auf die Mandantenakten zugreifen. | Der Dateiserver ist während der Bürozeiten zu mindestens 99,5 % verfügbar. |
| Die Daten werden jede Nacht automatisch gesichert, eine Kopie wird außer Haus gelagert. | Nach einem Serverausfall ist der Betrieb spätestens nach 4 Stunden wiederhergestellt. |
| Mitarbeiter melden sich mit einem zentralen Benutzerkonto an jedem PC an. | Die Infrastruktur lässt sich ohne Hardwaretausch auf 60 Arbeitsplätze erweitern. |
Ein Rechenzentrum bündelt Server, Speichersysteme und Netzwerktechnik in einer geschützten Umgebung: unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) und Notstromaggregat, Klimatisierung, Brandfrüherkennung und Löschanlage, Zutrittskontrolle, redundante Internetanbindung. Statt eines eigenen Rechenzentrums kann man Fläche bei einem Dienstleister mieten (Colocation) oder Dienste aus der Cloud beziehen.
Redundanz heißt, kritische Komponenten mehrfach vorzuhalten, damit kein Single Point of Failure (SPOF) bleibt:
| Maßnahme | schützt vor | Prinzip |
|---|---|---|
| RAID (1, 5, 6, 10) | Ausfall einzelner Festplatten | Daten werden gespiegelt oder mit Paritätsinformation auf mehrere Platten verteilt; eine defekte Platte wird im laufenden Betrieb getauscht |
| USV | kurzen Stromausfällen, Spannungsspitzen | Akku überbrückt Minuten; reicht für kontrolliertes Herunterfahren oder bis das Notstromaggregat läuft |
| Cluster | Ausfall eines ganzen Servers | mehrere Server (Knoten) teilen sich die Arbeit bzw. übernehmen bei Ausfall (Failover); bei Virtualisierung starten die VMs automatisch auf einem anderen Host |
| redundante Netzteile, Switches, Leitungen | Ausfall einzelner Bauteile, Kabel, Provider | zweiter Pfad, zweiter Internetanschluss über anderen Provider |
| zweiter Standort (Geo-Redundanz) | Brand, Hochwasser, Katastrophe | Daten und Systeme werden in ein entferntes Rechenzentrum repliziert |
| RAID | Prinzip | min. Platten | nutzbare Kapazität | verkraftet |
|---|---|---|---|---|
| 0 | Striping: Daten verteilt, nur schneller | 2 | 100 % | keinen Ausfall – eine Platte defekt = alles weg |
| 1 | Spiegelung | 2 | 50 % | 1 Platte |
| 5 | Striping mit verteilter Parität | 3 | (n − 1) Platten | 1 Platte |
| 6 | doppelte Parität | 4 | (n − 2) Platten | 2 Platten |
| 10 | Spiegelung + Striping | 4 | 50 % | 1 Platte je Spiegelpaar |
Verfügbarkeit in Zahlen: erlaubte Ausfallzeit pro Jahr = (1 − Verfügbarkeit) × 8760 h. 99 % → 87,6 h · 99,9 % → 8,76 h · 99,99 % → ca. 53 min · 99,999 % → ca. 5 min.
| Art | sichert | Vorteil | Nachteil / Wiederherstellung |
|---|---|---|---|
| Vollsicherung | alle Daten | einfachste Wiederherstellung (nur 1 Sicherung) | dauert lange, braucht viel Speicher |
| inkrementell | nur Änderungen seit der letzten Sicherung (egal welcher Art) | schnell, wenig Speicher | Wiederherstellung braucht Vollsicherung + alle Inkremente seitdem (in Reihenfolge); fehlt eines, ist die Kette unterbrochen |
| differenziell | alle Änderungen seit der letzten Vollsicherung | Wiederherstellung mit nur 2 Sicherungen | wächst von Tag zu Tag, mehr Speicher als inkrementell |
Bei der Virtualisierung laufen mehrere logische Server auf einer physischen Hardware. Der Hypervisor teilt CPU, RAM, Speicher und Netz zu. Typ 1 („bare metal“) läuft direkt auf der Hardware (Server-Virtualisierung im Rechenzentrum), Typ 2 läuft als Programm auf einem normalen Betriebssystem (Test-VMs auf dem Entwickler-PC).
| Virtuelle Maschine (VM) | Container | |
|---|---|---|
| Inhalt | komplettes Gast-Betriebssystem + Anwendung | nur Anwendung + Bibliotheken, nutzt Kernel des Hosts |
| Größe / Start | mehrere GB, Start in Minuten | wenige MB bis einige 100 MB, Start in Sekunden |
| Isolation | stark (eigener Kernel) | schwächer (gemeinsamer Kernel) |
| Betriebssystem | beliebig (Windows-VM auf Linux-Host möglich) | an den Host-Kernel gebunden (Linux-Container brauchen Linux-Kernel) |
| Typischer Einsatz | klassische Server konsolidieren, unterschiedliche Betriebssysteme | Microservices, gleiche Umgebung von Entwicklung bis Betrieb, schnelles Skalieren (Orchestrierung z. B. mit Kubernetes) |
Vorteile der Virtualisierung: bessere Auslastung der Hardware (Konsolidierung: weniger Geräte, weniger Strom und Platz) · neue Server in Minuten bereitstellen · Snapshots vor Updates · Live-Migration im laufenden Betrieb (Wartung ohne Ausfall) · im Cluster hohe Verfügbarkeit · Hardwareunabhängigkeit (VM läuft auf jedem Host) · einheitliche Verwaltung. Nachteile: Ausfall eines Hosts trifft viele VMs gleichzeitig (deshalb Cluster), Lizenzkosten, zusätzliches Know-how, geringer Leistungsverlust.
Cloud Computing heißt: IT-Ressourcen (Rechenleistung, Speicher, Plattformen, Software) werden über das Netz bei Bedarf bereitgestellt, vom Kunden selbst angefordert, elastisch skaliert und nach Verbrauch abgerechnet. Die Ressourcen vieler Kunden liegen gemeinsam in den Rechenzentren des Anbieters.
| Modell | Der Kunde erhält … | Beispiel |
|---|---|---|
| IaaS Infrastructure as a Service | virtuelle Hardware: VMs, Speicher, Netze. Betriebssystem, Updates und Software installiert und pflegt er selbst. | Ein Ingenieurbüro mietet für eine Simulation stundenweise 64 CPU-Kerne und richtet das System selbst ein. |
| PaaS Platform as a Service | eine fertige Laufzeit- bzw. Entwicklungsplattform (z. B. Webserver-Umgebung, verwaltete Datenbank). Er bringt nur seine Anwendung und Daten mit. | Ein Start-up lädt seine Webanwendung hoch; Laufzeitumgebung, Skalierung und Patches übernimmt der Anbieter. |
| SaaS Software as a Service | eine fertige Anwendung, meist im Browser, im Abo. | Ein Handwerksbetrieb nutzt ein Online-Programm für Angebote und Rechnungen. |
Bereitstellungsmodelle: Public Cloud (Anbieter betreibt die Infrastruktur für viele Kunden, über das Internet erreichbar) · Private Cloud (nur für eine Organisation, im eigenen oder einem dedizierten Rechenzentrum) · Hybrid Cloud (Kombination: z. B. kritische oder sensible Systeme privat, Standarddienste und Lastspitzen in der Public Cloud) · Community Cloud (mehrere Organisationen mit gleichen Anforderungen, z. B. Kommunen, teilen sich eine Cloud).
| Vorteile der (Public) Cloud | Nachteile / Risiken |
|---|---|
|
|
Enthält nur, was dir auch die IHK beilegen würde. Für Netzwerkthemen legt die IHK keine eigene Notationshilfe bei; für die Skriptaufgabe gelten die Pseudocode-Konventionen aus dem Belegsatz von Block 02. Alles, was die Aufgaben brauchen, steht in den Anlagen 1–8.
Die Aufgaben dieses Blocks beziehen sich auf die folgende Ausgangssituation:
Der Wasserverband Aue-Lindtal (WAL) versorgt rund 85.000 Einwohnerinnen und Einwohner in 23 Gemeinden mit Trinkwasser und reinigt deren Abwasser. Das Verbandsgebiet ist ländlich, hügelig und teilweise bewaldet; es umfasst etwa 420 km². Der WAL hat folgende Standorte:
Im Projekt „AuePuls“ soll ein Mess- und Frühwarnsystem entstehen:
Sie sind Auszubildende/r zum Fachinformatiker/zur Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung bei der Brückner & Vogt Software GmbH, die AuePuls entwickelt. Sie arbeiten bei der Auswahl der Funktechnik, der Messwert-Schnittstelle, der Inventarisierung der Netzwerkgeräte vor dem Umzug und beim Konzept für die neue IT-Infrastruktur mit.
| Technik | Reichweite | Datenrate | Energie / Laufzeit | Kosten Hardware | laufende Kosten | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LoRaWAN 868 MHz | bei freier Sicht bis 15 km, im bewaldeten Tal 2–5 km | 0,3–5,5 kbit/s | Batterie 8–10 Jahre (bei 4 Nachrichten/h) | Sensormodul 18 €; Gateways GW1–GW3 bereits vorhanden | keine Funkgebühren | Duty Cycle 1 %; je Nachricht max. 51–222 Byte; Airtime bei 11 Byte Nutzdaten: SF7 0,06 s · SF9 0,21 s · SF12 1,48 s |
| NB-IoT | Funkzelle 1–10 km, sehr gute Gebäude- und Schachtdurchdringung | bis ca. 250 kbit/s | Batterie 5–8 Jahre | Modul 24 € | SIM-Tarif 1,50 € je Gerät und Monat | Netz eines Mobilfunkbetreibers; LTE-Abdeckung im Verbandsgebiet gut, in einzelnen Tälern lückenhaft |
| Sigfox | bis 40 km (ländlich) | 0,1 kbit/s, max. 140 Nachrichten à 12 Byte je Tag | Batterie bis 10 Jahre | Modul 12 € | Abo 12 € je Gerät und Jahr | Betreibernetz; im Verbandsgebiet nur teilweise verfügbar |
| Zigbee | 10–100 m, per Mesh erweiterbar | 250 kbit/s | Batterie 2–5 Jahre | Modul 8 €; Koordinator 120 € je Standort | keine | für Gebäude und Anlagen auf einem Gelände |
| Bluetooth LE | 10–50 m | 1–2 Mbit/s | Knopfzelle 1–3 Jahre | Modul 5 € | keine | Auslesen per App mit Smartphone oder Tablet vor Ort |
| WLAN (Wi-Fi 6) | 30–100 m je Access Point | bis mehrere 100 Mbit/s | Netzteil nötig (Akku nur Stunden bis Tage) | Access Point 300 € | keine | auf dem Klärwerksgelände vorhanden (AP2) |
| 5G (Mobilfunk) | Funkzelle 0,2–5 km | bis über 1 Gbit/s, Latenz unter 10 ms | hoch (Netzteil oder Akku des Fahrzeugs/der Drohne) | 5G-Modem 180 € | Datentarif 30 € je Monat | 5G-Abdeckung an Klärwerk, Deich und Hauptstraßen vorhanden |
LoRaWAN – connecting sensors over long distances
LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) is an open networking protocol for low-power wide-area networks (LPWAN). It is designed to connect battery-operated devices to applications on the internet. The protocol is based on LoRa, a radio modulation technique that spreads each signal over a wider frequency band (chirp spread spectrum). This makes the signal very robust against interference and allows it to be received even when it is weaker than the background noise.
In rural areas a single gateway can receive messages from devices that are more than 10 km away; in towns and in hilly or wooded terrain the typical range is 2 to 5 km. The network uses a star-of-stars topology: end devices do not communicate with each other and are not assigned to a particular gateway. Every message is received by all gateways in range. The gateways forward the packets over a normal IP connection to a central network server, which removes duplicate packets and checks their integrity before passing the data on to the application server.
LoRaWAN uses unlicensed frequency bands (868 MHz in Europe), so no fees have to be paid for the radio spectrum. However, in most sub-bands each device may only transmit for 1 % of the time (duty cycle).
The data rate is low – from about 0.3 to 50 kbit/s – and a single message can carry only between 51 and 222 bytes of user data. LoRaWAN is therefore not suitable for images, audio or video, but it is ideal for small sensor readings that are sent a few times per hour. As devices sleep most of the time, a battery can last up to ten years.
All messages are secured with AES-128: a network session key protects the integrity of each message, and an application session key encrypts the payload end-to-end, so not even the network operator can read the sensor values.
Quelle: eigener Text für dieses Übungsmaterial, angelehnt an öffentliche Beschreibungen der LoRa Alliance.
| DevEUI | Messstelle | Zeitstempel (UTC) | Wasserstand in cm | Wassertemperatur in °C | Batterie in % |
|---|---|---|---|---|---|
| 4D:57:41:00:00:00:01:17 | P-17 Lindbach, Mühlenweg | 2026-10-08T06:15:00Z | 142 | 9,8 | 87 |
| 4D:57:41:00:00:00:02:03 | P-23 Aue, Wehr Kleinfeld | 2026-10-08T06:15:00Z | 311 | 10,4 | 34 |
| 4D:57:41:00:00:00:01:17 | P-17 Lindbach, Mühlenweg | 2026-10-08T06:30:00Z | 145 | 9,7 | 87 |
| 4D:57:41:00:00:00:02:03 | P-23 Aue, Wehr Kleinfeld | 2026-10-08T06:30:00Z | 318 | 10,3 | 34 |
| Nr. | Gerät | Baujahr | Betriebssystem / Firmware | Dienste | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| S1 | Tower-Server, Hersteller A | 2013 | Windows Server 2012 R2 (Herstellersupport seit 10/2023 beendet) | Dateiserver, Druckserver | ein Netzteil; RAID 1 |
| S2 | Rack-Server, Hersteller B | 2016 | Windows Server 2016 (Support endet 01/2027) | zentrale Anmeldung (Verzeichnisdienst), DNS, DHCP | einziger Anmeldeserver |
| S3 | Rack-Server, Hersteller C | 2015 | Linux CentOS 7 (Support seit 06/2024 beendet) | Messwert-Datenbank (Altsystem), Webportal Pegelstände | RAID 0 aus 2 Festplatten |
| S4 | Büro-PC, Hersteller D | 2018 | Windows 10 Pro (Support seit 10/2025 beendet) | Fernzugriff auf die Leitwarte des Klärwerks | Router R1 leitet Port 3389 (RDP) aus dem Internet auf S4 weiter |
| S5 | NAS, Hersteller E | 2014 | Firmware von 2019 | Datensicherung von S1 und S3, wöchentlich, manuell gestartet | steht im selben Raum, dauerhaft im Netz |
Raum: Kellerraum ohne Klimaanlage (im Sommer bis 34 °C), keine USV, Wasser- und Heizungsrohre unter der Decke, Tür mit dem normalen Büroschlüssel zu öffnen. Ein Administrator betreut alle Geräte; eine Dokumentation fehlt.
Störungsprotokoll der letzten sechs Monate:
| Datum | Störung |
|---|---|
| 14.05.2026 | S3 schaltet sich bei Hitze ab, Pegelportal 6 Stunden nicht erreichbar – während eines Starkregens. |
| 02.07.2026 | Stromausfall im Ortsteil (20 Minuten); S1 und S3 mit Dateisystemfehlern, Dateiserver erst nach 1,5 Tagen wieder verfügbar. |
| 19.09.2026 | Festplatte in S3 defekt; alle Messwerte seit der letzten Sicherung (11 Tage zuvor) verloren. |
| Funktion / Operator | Beschreibung |
|---|---|
| getMacAddress(ip : string) : string | Liefert die MAC-Adresse des Geräts mit der IP-Adresse ip im Format "XX:XX:XX:XX:XX:XX" (Großbuchstaben) oder null, wenn unter dieser Adresse kein Gerät antwortet. |
| getVendor(oui : string) : string | Liefert zu den ersten drei Byte einer MAC-Adresse im Format "XX:XX:XX" den Namen des Herstellers oder null, wenn der Hersteller unbekannt ist. |
| text.substring(start : integer, ende : integer) : string | Liefert den Teil von text ab Index start (einschließlich) bis Index ende (ausschließlich). Das erste Zeichen hat den Index 0.Beispiel: "ABCDEF".substring(1, 4) → "BCD" |
| text.length() : integer | Anzahl der Zeichen von text |
| ausgabe(text : string) | Gibt text auf der Konsole aus. |
| + | Verkettet Zeichenketten, auch mit Zahlen: "10.10.20" + "." + 5 → "10.10.20.5" |
| "…" bzw. '…' | Zeichenkettenliterale. Innerhalb von '…' dürfen doppelte Anführungszeichen stehen: '{"ip": "' |
Gewünschtes Ausgabeformat (JSON-Array, Beispiel mit zwei Geräten; Zeilenumbrüche und Einrückungen sind nicht erforderlich):
[
{"ip": "10.10.20.1", "mac": "5C:F2:86:00:14:01"},
{"ip": "10.10.20.2", "mac": "5C:F2:86:00:14:02"}
]
Aufbau eines Ethernet-Frames (Felder A bis F in Übertragungsreihenfolge):
Mitschnitt eines Frames im Netz 10.10.20.0/24 (hexadezimal, ohne Präambel/SFD; links der Versatz in Byte, hexadezimal):
0000 ff ff ff ff ff ff 3c 52 82 5e 90 31 08 06 00 01 0010 08 00 06 04 00 01 3c 52 82 5e 90 31 0a 0a 14 1f 0020 00 00 00 00 00 00 0a 0a 14 32 00 00 00 00 00 00 0030 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 …
Alle Aufgaben beziehen sich auf die Ausgangssituation in Anlage 1. Stichwortartige Antworten sind zulässig, sofern nicht ausdrücklich ganze Sätze verlangt werden. Skripte sind in Pseudocode (Konventionen wie in Block 02) oder in einer Ihnen bekannten Programmier- bzw. Skriptsprache zu entwickeln.
Im Projekt AuePuls werden zahlreiche Komponenten eingesetzt (Anlagen 1 und 2).
| Komponente | Sensor | Aktor | Gateway | Plattform / Backend |
|---|---|---|---|---|
| Ultraschallsonde, die den Wasserstand eines Bachs misst | ||||
| motorgetriebener Schieber am Zulauf eines Hochbehälters | ||||
| LoRaWAN-Gateway GW1 auf dem Wasserturm | ||||
| MQTT-Broker im Rechenzentrum | ||||
| Abwasserpumpe in einer Pumpstation | ||||
| Durchflussmesser in der Zulaufleitung eines Hochbehälters |
Grundlagen zu S23 T1 A4 und S26 T1 A3 (IoT-Szenarien mit Sensoren und Funk)
Neben den Pegelmessstellen gibt es weitere Anwendungsfälle, für die jeweils eine Funktechnik aus der Marktrecherche (Anlage 3) gewählt werden soll.
| Anwendungsfall | Funktechnik | Begründung |
|---|---|---|
| (1) Hochbehälter „Waldhöhe“: liegt hinter einem Bergrücken, kein Empfang zu GW1–GW3 (nächstes Gateway 9 km entfernt); Stromanschluss vorhanden; gute LTE-Abdeckung; sendet alle 5 Minuten 6 Byte (Füllstand, Durchfluss). | ||
| (2) Inspektionsdrohne: überträgt ein Live-Video (ca. 8 Mbit/s) vom Deich in bis zu 3 km Entfernung an die Leitwarte im Klärwerk. | ||
| (3) Temperatur und Luftfeuchte in den Schaltschränken der sechs Pumpstationen: Ein Techniker liest die Werte bei der monatlichen Wartung vor Ort mit seinem Tablet aus; die Sensoren sollen ohne Verkabelung mit Batterie arbeiten. |
Angelehnt an: S26 T1 A3ab (Funktechnik für das Projekt begründen) und W24 T1 A2a (LPWAN für IoT)
Für die 38 Pegelmessstellen hat sich das Projektteam für LoRaWAN entschieden. Sie bereiten eine Präsentation für die Verbandsversammlung vor und finden dazu den Fachtext in Anlage 4.
Angelehnt an: S26 T1 A3a (LoRa aus englischem Fachtext, 9 P) und A3bd (RSA im IoT-Projekt); S23 T1 A4a und A4cb (Verschlüsselung auf schwachen Sensoren, Messwerte als JSON)
| Abkürzung | ausgeschriebene Bezeichnung | Beispiel beim WAL |
|---|---|---|
| WAN | ||
| WLAN | ||
| VPN |
Der WAL eröffnet einen neuen Betriebshof in Kleinfeld (nicht in Anlage 2). Dort gibt es 8 Arbeitsplatz-PCs, einen Netzwerkdrucker und WLAN für 10 Tablets des Außendienstes. Der Standort erhält einen Glasfaser-Internetanschluss. Die Mitarbeiter sollen wie an den anderen Standorten auf die Server im Rechenzentrum zugreifen.
| Komponente | Aufgabe im Betriebshof | OSI-Schicht |
|---|---|---|
Angelehnt an: W24 T1 A2 (Netze und Komponenten eines Verkehrsbetriebs) und W22 T1 (Client-Server-Umgebung eines Bildungsträgers)
Der WAL betreibt je nach Anforderung unterschiedliche Datennetze (Anlagen 1 und 2).
| Anwendungsgebiet | Netzwerkkonzept | Begründung |
|---|---|---|
| Übertragung der Messwerte der 38 Pegelmessstellen im Verbandsgebiet | ||
| Vernetzung der Arbeitsplätze, Drucker und des Gateways GW1 in der Verwaltung | ||
| Zugriff der Hosts 1–3 auf das gemeinsame Speichersystem im Rechenzentrum | ||
| Verbindung der Standorte Klärwerk und Wasserwerk mit dem Rechenzentrum |
Angelehnt an: W24 T1 A2a (LAN, SAN und LPWAN den Gebieten IoT, Unternehmensnetzwerk und Rechenzentrum zuordnen und begründen, 9 P)
7C:4F:B5:3A:07:D1. Erläutern Sie den Aufbau einer MAC-Adresse an diesem Beispiel.| Begriff | OSI-Schicht |
|---|---|
| HTTP | |
| TCP | |
| IPv4 | |
| MAC-Adresse | |
| Glasfaserkabel | |
| MQTT |
Angelehnt an: W24 T1 A2bb (Aufbau einer MAC-Adresse erläutern, 3 P)
Vor dem Umzug ins Rechenzentrum analysiert das Projektteam den Datenverkehr im Netz des Klärwerks (Anlage 8).
| Nr. | Bezeichner |
|---|---|
| 1 | Data Payload |
| 2 | Destination MAC Address |
| 3 | Time to Live |
| 4 | Frame Check Sequence |
| 5 | Preamble + Start Frame Delimiter |
| 6 | Source Port |
| 7 | Source MAC Address |
| 8 | EtherType |
| Feld | Nummer |
|---|---|
| A | |
| B | |
| C | |
| D | |
| E | |
| F |
10.10.20.31/24.
10.10.21.40 mit der Subnetzmaske 255.255.255.0 gegeben. Begründen Sie, warum der Messrechner den Leitwarten-PC nicht direkt über den Switch erreicht. (1 P)Angelehnt an: W24 T1 A2ba (Felder des Ethernet-Frames zuordnen, 6 P)
Vor dem Umzug sollen alle Geräte im Netz des Klärwerks (10.10.20.0/24, Anlage 2) inventarisiert werden. Das Ergebnis wird als JSON-Array an die Inventar-API im Rechenzentrum übergeben. Verwenden Sie die Hilfsfunktionen aus Anlage 7.
inventarisiere(netz : string) : string. Sie erhält die ersten drei Oktette eines /24-Netzes (z. B. "10.10.20"), fragt für jede mögliche Hostadresse des Netzes mit getMacAddress die MAC-Adresse ab und liefert ein JSON-Array im Format aus Anlage 7, das nur die Geräte enthält, die geantwortet haben."hersteller" enthält. Der Hersteller wird mit getVendor anhand der ersten drei Byte der MAC-Adresse ermittelt; ist er unbekannt, wird "unbekannt" eingetragen. Geben Sie nur die geänderten bzw. neuen Zeilen an.{"ip": "10.10.20.1", "mac": "5C:F2:86:00:14:01", "hersteller": "Nordwerk Netzwerktechnik"}10.10.20.0/24 in vier gleich große Subnetze aufgeteilt werden – in dieser Reihenfolge: Büro, Leittechnik, Kameras, WLAN. Ergänzen Sie die Tabelle und geben Sie die Anzahl der nutzbaren Hostadressen je Subnetz an.| Subnetz | Netzadresse / Präfix | erste Hostadresse | letzte Hostadresse | Broadcastadresse |
|---|---|---|---|---|
| Büro | ||||
| Leittechnik | ||||
| Kameras | ||||
| WLAN |
Nutzbare Hostadressen je Subnetz: ______________
| Verwendung | Protokoll | TCP / UDP | Port |
|---|---|---|---|
| verschlüsselte Übergabe des JSON-Arrays an die Inventar-API (Web-Schnittstelle) | |||
| verschlüsselte Übermittlung der Sensorwerte vom Network Server an den MQTT-Broker | |||
Auflösung des Namens inventar.wal.local in eine IP-Adresse | |||
| verschlüsselte Fernwartung der Linux-VMs über die Kommandozeile |
Angelehnt an: W24 T1 A2c (Skript: alle Geräte im Netz 192.168.0.0/24 mit getMacAddress abfragen, JSON-Array ausgeben, 8 P)
| Cloud-Dienst | Servicemodell |
|---|---|
| Die Verwaltung plant die Einsätze des Bereitschaftsdienstes mit einem Online-Programm im Browser, für das eine monatliche Gebühr je Benutzer gezahlt wird. | |
| Brückner & Vogt mietet für Lasttests von AuePuls zwei Wochen lang zehn virtuelle Server und installiert darauf selbst Linux und die Testwerkzeuge. | |
| Die Messwert-Datenbank wird als verwalteter Datenbankdienst gebucht; Installation, Updates und Sicherung der Datenbanksoftware übernimmt der Anbieter, der WAL legt nur Tabellen und Daten an. |
Für die neue Messwert-Datenbank (aktuell 400 GB) wird eine Sicherungsstrategie festgelegt. Jeden Sonntag um 22 Uhr wird eine Vollsicherung erstellt, montags bis samstags jeweils um 22 Uhr eine weitere Sicherung. Täglich kommen etwa 20 GB neue Messdaten hinzu; bereits gespeicherte Messwerte werden nicht mehr verändert.
| Gefahr | Maßnahme | Wirkung |
|---|---|---|
| Eine Festplatte im Speichersystem fällt aus. | ||
| Im Rechenzentrum fällt für zwei Minuten der Strom aus. | ||
| Host 2 fällt durch einen Mainboard-Defekt komplett aus. | ||
| Ransomware verschlüsselt alle Dateien, auf die sie im Netz zugreifen kann. |
Ergänzung zu W22 T1 A1 (Verfügbarkeit einer veralteten Infrastruktur)
In den letzten Monaten ist es beim WAL zu mehreren Ausfällen gekommen (Anlage 6). Die Geschäftsführung beauftragt Sie, das Konzept für die neue IT-Infrastruktur vorzubereiten.
Angelehnt an: W22 T1 A1a und A1b (Schwachstellen einer veralteten, inhomogenen IT-Infrastruktur; funktionale und nicht-funktionale Anforderung, je 4 P)
Diese echten Prüfungsaufgaben passen zu diesem Block (Dateien im Ordner Prüfungsvorbereitung). Lösungen gibt es nur für 2023 Sommer, 2023 Winter, 2024 Sommer und 2025 Winter (dort vom u-form-Verlag) – für die meisten Netzwerkaufgaben also leider nicht; nutze dann die Musterlösungen dieses Blocks zum Vergleich.
| Prüfung | Aufgabe | Thema | Datei · Lösung |
|---|---|---|---|
| Winter 2022 | T1 A1a (4 P), A1b (4 P) | Schwachstellen veralteter, inhomogener IT-Infrastruktur; funktionale und nicht-funktionale Anforderung an die neue Infrastruktur | 2022/winter/AE 2022 Winter Teil 1.pdf · keine Lösung |
| Sommer 2023 | T1 A4a (4 P), A4b (4 P) | Verschlüsselung für batteriebetriebene IoT-Sensoren mit wenig Rechenleistung; signieren statt verschlüsseln? | 2023/sommer/AE Sommer 2023 Teil 1.pdf · Lösung: AE Sommer 2023 Teil 1+2 Lösungen.pdf |
| Sommer 2023 | T1 A4cb (13 P) | Relationenmodell in 3NF inkl. JSON-Sensordaten (DevEUI, Value, Timestamp) – Schwerpunkt Datenbank (Block 01) | wie oben |
| Winter 2024 | T1 A2a (9 P) | LAN, SAN, LPWAN den Gebieten IoT, Unternehmensnetzwerk, Rechenzentrum zuordnen und begründen | 2024/winter/AE Winter 2024 Teil 1.pdf · keine Lösung |
| Winter 2024 | T1 A2ba (6 P), A2bb (3 P) | Felder des Ethernet-Frames zuordnen; Aufbau einer MAC-Adresse | wie oben |
| Winter 2024 | T1 A2c (8 P) | Skript: alle Geräte im Netz 192.168.0.0/24 abfragen, JSON-Array ausgeben | wie oben |
| Sommer 2026 | T1 A3aa (3 P), A3ab (6 P) | LoRa-Merkmale aus englischem Fachtext; Gründe für LoRa bei verteilten Bodensensoren ohne Stromversorgung | 2026/sommer/AE Sommer 2026 Teil 1.pdf · keine Lösung |
| Sommer 2026 | T1 A3b (13 P, v. a. A3bd) | Integrität der Sensordaten (BSI), Hash/MAC/Signatur, RSA im IoT-Projekt sinnvoll? – Schwerpunkt Block 07 | wie oben |
| Winter 2023 | T1 Ausgangssituation | Kulisse mit Messstellen, Drohnen und Cloud-Datenbank (keine eigene Netzwerkaufgabe) – gut, um IoT-Szenarien zu lesen | 2023/winter/AE Winter 2023 Teil 1.pdf · Lösung: AE Winter 2023 Teil 1 Lösungen.pdf |