Block 10 · Netzwerk, IoT & Infrastruktur – Lösungen

Lösungssatz zu 10_Netzwerk_IoT.html · Skriptaufgabe NET-03.3 zusätzlich als lauffähige Java-Datei im Ordner java\10_Netzwerk_IoT\ (Start mit java Aufgabe_NET_03_3.java)
Hinweise zur Bewertung Wie in den IHK-Lösungshinweisen gilt: Andere sach- und fachgerechte Lösungen werden mit voller Punktzahl bewertet. Bei „Nennen“ genügt ein Stichwort, bei „Beschreiben“ und „Erläutern“ gehört zum Merkmal immer die Folge bzw. der Bezug zur Situation (sonst meist nur die Hälfte der Punkte). Werden mehr Antworten gegeben als verlangt, zählen nur die ersten. Im Skript kosten Syntaxfehler in der Regel keine Punkte, Logikfehler schon. Die Java-Ausgabe unten stammt aus einem echten Programmlauf (JDK 21), alle JSON-Ausgaben wurden mit einem JSON-Parser geprüft.

Lösungen

NET-01 · IoT / Sensorik / Funk

Aufgabe NET-01.1 · 5 Punkte

a) Zuordnung (3 P)

KomponenteSensorAktorGatewayPlattform / Backend
Ultraschallsonde (Wasserstand)X
motorgetriebener Schieber am HochbehälterX
LoRaWAN-Gateway GW1X
MQTT-Broker im RechenzentrumX
AbwasserpumpeX
Durchflussmesser in der ZulaufleitungX

b) Aufgaben der Gateways (2 P)

Bewertung: a) je richtiger Zeile 0,5 P. b) je beschriebener Aufgabe 1 P (zwei werden gewertet). Kein Punkt für „entschlüsselt die Messwerte“ – die Nutzdaten sind Ende-zu-Ende verschlüsselt, das Gateway leitet nur weiter.

Erklärung: Sensor = liest die Umwelt (Wasserstand, Durchfluss), Aktor = verändert sie (Schieber, Pumpe). Typischer Fehler: Den Durchflussmesser als Aktor einordnen, weil er „in der Leitung sitzt“ – er misst aber nur.

Aufgabe NET-01.2 · 10 Punkte

a) Funktechnik wählen (6 P)

AnwendungsfallFunktechnikBegründung
(1) Hochbehälter „Waldhöhe“NB-IoTDas vorhandene LTE-Netz deckt den Standort gut ab – hinter dem Bergrücken muss kein eigenes Gateway gebaut werden (LoRaWAN-Gateways sind außer Reichweite). 6 Byte alle 5 Minuten sind für NB-IoT (bis ca. 250 kbit/s) problemlos; der Energiebedarf spielt dank Stromanschluss keine Rolle, und die gute Gebäudedurchdringung hilft im Betonbauwerk. Laufende Kosten: nur ein SIM-Tarif (1,50 € im Monat).
(2) Inspektionsdrohne5GNur 5G bietet in Anlage 3 die nötige Datenrate (bis über 1 Gbit/s ≫ 8 Mbit/s Video) und eine Reichweite im Kilometerbereich; 5G ist am Deich verfügbar. Die geringe Latenz (< 10 ms) ermöglicht ein flüssiges Livebild. WLAN reicht nur 30–100 m, LoRaWAN nur max. 5,5 kbit/s.
(3) SchaltschranksensorenBluetooth LEDer Techniker liest vor Ort direkt mit dem Tablet aus – BLE braucht keine weitere Infrastruktur, das Tablet ist die Gegenstelle. Die Reichweite (10–50 m) genügt im Pumpenhaus, der Energiebedarf ist sehr gering (Knopfzelle 1–3 Jahre, Wechsel bei der monatlichen Wartung möglich), die Module sind sehr günstig (5 €).

b) Duty Cycle prüfen (3 P)

erlaubte Sendezeit:     1 % von 3600 s            = 36 s pro Stunde
Nachrichten pro Stunde: 60 min ÷ 2 min            = 30
benötigte Sendezeit:    30 × 1,48 s (SF12)        = 44,4 s pro Stunde
Vergleich:              44,4 s > 36 s  →  Duty Cycle wird überschritten, nicht zulässig

(Höchstens 36 s ÷ 1,48 s = 24,3 → 24 Nachrichten pro Stunde, also frühestens alle 2,5 Minuten.)

c) Maßnahme (1 P)

Eine der folgenden: mit kleinerem Spreading Factor senden, z. B. SF9: 30 × 0,21 s = 6,3 s ≤ 36 s (nur bei ausreichendem Empfang, ADR) · Intervall auf mindestens 2,5 Minuten verlängern (z. B. 3 Minuten) · mehrere Messwerte sammeln und gebündelt in einer Nachricht senden · zusätzliches Gateway näher an der Messstelle, damit ein kleinerer SF reicht.

Bewertung: a) je Zeile 2 P: 1 P passende Technik, 1 P Begründung mit zwei Merkmalen, die sich auf den Fall beziehen. Ebenfalls akzeptiert: (1) LTE-M; LoRaWAN mit einem zusätzlichen Gateway am Hochbehälter, wenn dessen Anbindung (Strom vorhanden, Rückverbindung z. B. per Mobilfunk) begründet wird. (2) LTE/4G. (3) Zigbee höchstens 1 P, weil zusätzlich ein Koordinator nötig ist und Tablets in der Regel kein Zigbee können. b) 1 P erlaubte Sendezeit, 1 P benötigte Sendezeit, 1 P Schlussfolgerung. c) 1 P.

Erklärung: Bei Auswahlfragen erst die K.-o.-Kriterien prüfen (Video → hohe Datenrate; Batterie → kein WLAN/5G; km-Entfernung → kein BLE/WLAN) und dann mit Anlagenwerten argumentieren. Typischer Fehler bei b): mit 15 statt 2 Minuten rechnen oder 1 % von 60 Minuten als 0,6 s ansetzen.

Aufgabe NET-01.3 · 20 Punkte

aa) Drei Merkmale aus dem Text (3 P)

Drei der folgenden: offenes Netzwerkprotokoll für LPWAN und batteriebetriebene Geräte · basiert auf der LoRa-Modulation (Chirp Spread Spectrum), sehr störfest, Empfang sogar unterhalb des Rauschpegels · große Reichweite: ländlich über 10 km, in Städten und hügeligem/bewaldetem Gelände 2–5 km · Stern-von-Sternen-Topologie, Endgeräte keinem Gateway zugeordnet · lizenzfreie Frequenzbänder (868 MHz), keine Gebühren, aber Duty Cycle von 1 % · geringe Datenrate (ca. 0,3–50 kbit/s) und nur 51–222 Byte Nutzdaten je Nachricht, ungeeignet für Bilder/Audio/Video · sehr geringer Energiebedarf, Batterie bis zu zehn Jahre · AES-128: Integritätsschutz und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nutzdaten.

ab) Zwei Gründe für die Pegelmessstellen (4 P)

ac) Empfang durch zwei Gateways (2 P)

Jedes Gateway in Reichweite leitet die Nachricht weiter, sie kommt also doppelt (als Duplikat) beim Network Server an. Der Network Server erkennt das Duplikat, verwirft es und prüft die Integrität, sodass der Messwert nur einmal an den Application Server bzw. die Datenbank gelangt. Positiver Nebeneffekt: Fällt GW1 aus, kommt die Nachricht trotzdem über GW2 an.

b) JSON-Objekt für P-23 (4 P)

{
  "devEUI": "4D:57:41:00:00:00:02:03",
  "messstelle": "P-23 Aue, Wehr Kleinfeld",
  "batterie": 34,
  "messwerte": [
    { "zeitstempel": "2026-10-08T06:15:00Z", "wasserstand_cm": 311, "temperatur_c": 10.4 },
    { "zeitstempel": "2026-10-08T06:30:00Z", "wasserstand_cm": 318, "temperatur_c": 10.3 }
  ]
}

c) Stellungnahme zu RSA auf der Messstelle (4 P)

Der Vorschlag ist nicht sinnvoll:

d) Edge Computing (3 P)

Bei Edge Computing werden Daten direkt am Entstehungsort verarbeitet – hier in einer lokalen Steuerung (z. B. SPS oder Edge-Gateway) am Hochbehälter. Die Regel „Füllstand ≥ Grenzwert → Zulaufschieber schließen“ wird lokal ausgewertet und der Aktor direkt angesteuert, ohne Umweg über das Rechenzentrum. Dadurch funktioniert der Überfüllschutz auch bei gestörter Verbindung und reagiert sofort (keine Übertragungs- oder Duty-Cycle-Wartezeit). Das Rechenzentrum erhält weiterhin Messwerte und Statusmeldungen für Dashboard und Langzeitauswertung, sobald die Verbindung wieder steht.

Bewertung: aa) je Merkmal 1 P (Stichwort genügt, nur Merkmale aus dem Text). ab) je Grund 2 P: 1 P Merkmal, 1 P Bezug zur Situation des WAL. ac) 1 P Duplikat, 1 P Network Server entfernt es. b) 1 P korrekte JSON-Syntax (Klammern, Anführungszeichen, Kommas), 1 P alle geforderten Angaben inkl. Array, 1 P beide Messwerte von P-23 richtig, 1 P Zahlen als Zahlen mit Dezimalpunkt (10.4, nicht "10,4"). Schlüsselnamen sind frei wählbar (z. B. DevEUI, Value, Timestamp wie in S23), DevEUI auch ohne Doppelpunkte. c) je tragfähigem Argument 1 P, davon 1 P nur für einen geeigneten Alternativvorschlag. d) 1 P Begriff, 1 P lokale Auswertung/Steuerung, 1 P Bezug zum Verbindungsausfall.

Erklärung: Das ist der Aufgabentyp aus S26 (englischer LoRa-Text, RSA-Fangfrage) und S23 (Verschlüsselung auf batteriebetriebenen Sensoren, JSON-Messwerte). Typische Fehler: in aa) Merkmale nennen, die nicht im Text stehen (z. B. Geräteklassen); in b) Komma nach dem letzten Array-Element oder Dezimalkomma; in c) nur „RSA ist sicher“ – die Frage zielt auf die Eignung für schwache Geräte.

NET-02 · Netzwerkkonzepte

Aufgabe NET-02.1 · 6 Punkte

a) Tabelle (3 P)

AbkürzungBezeichnungBeispiel beim WAL
WANWide Area NetworkVerbindung der Standorte Verwaltung, Klärwerk, Wasserwerk und Rechenzentrum über das Internet (Anlage 2)
WLANWireless Local Area NetworkTablets der Mitarbeiter auf dem Klärwerksgelände über AP2; WLAN-AP in der Verwaltung
VPNVirtual Private Networkverschlüsselte Tunnel zwischen den Routern R1–R3 und der Firewall R4 im Rechenzentrum über das Internet; Zugriff des Bereitschaftsdienstes per Smartphone

b) Topologien (3 P)

Bewertung: a) je Zeile 0,5 P Bezeichnung + 0,5 P passendes Beispiel. b) je Antwort 1 P.
Aufgabe NET-02.2 · 10 Punkte

a) Aktive Komponenten im Betriebshof (6 P)

KomponenteAufgabe im BetriebshofOSI-Schicht
Router mit Firewall (und VPN-Funktion)verbindet das LAN des Betriebshofs mit dem Internet und baut den verschlüsselten VPN-Tunnel zur Firewall R4 im Rechenzentrum auf; leitet Pakete anhand der IP-Adressen weiter; die Firewall lässt aus dem Internet nur erlaubten Verkehr herein; oft zusätzlich DHCP-Server3 (Firewall bis 7)
Switchverbindet die 8 PCs, den Netzwerkdrucker, den Access Point und den Router per Kabel; leitet jeden Frame anhand der Ziel-MAC-Adresse gezielt an den richtigen Anschluss2
WLAN-Access-Pointstellt das Funknetz für die 10 Tablets bereit, verbindet es mit dem kabelgebundenen LAN und verschlüsselt die Funkstrecke (WPA2/WPA3)2
Internet Router/Firewall (VPN) Switch 8 Arbeitsplatz-PCs Netzwerkdrucker Access Point 10 Tablets VPN-Tunnel durch das Internet zur Firewall R4 im Rechenzentrum WLAN
Abb. L-1: Mögliches Netz des Betriebshofs Kleinfeld (eigenes Netz, z. B. 10.10.40.0/24)

b) Vorteile Client-Server (4 P)

Bewertung: a) je Komponente 2 P: 0,5 P Name, 1 P Aufgabe mit Bezug zum Betriebshof, 0,5 P Schicht. Eine separate „Firewall“ statt Router nur, wenn die Verbindung ins Internet/zum Rechenzentrum (Routing, VPN) beschrieben wird. Hub oder Repeater: 0 P. b) je Vorteil 2 P (Vorteil + Folge für den WAL).
Aufgabe NET-02.3 · 18 Punkte

a) Zuordnung und Begründung (12 P)

AnwendungsgebietKonzeptBegründung
Messwerte der 38 PegelmessstellenLPWANDie Messstellen sind weit verteilt (bis 14 km) und haben weder Strom- noch Netzwerkanschluss. Ein LPWAN funkt mit großer Reichweite (mehrere km je Gateway) und so wenig Energie, dass die Batterie jahrelang hält; die kleinen Datenmengen (11 Byte alle 15 Minuten) passen zur geringen Datenrate.
Arbeitsplätze, Drucker und GW1 in der VerwaltungLANAlle Geräte befinden sich an einem Standort, den der WAL selbst verkabelt und betreibt. Ein LAN (Ethernet über Switch SW1) bietet hohe Datenraten und geringe Latenz für Dateizugriffe und Drucken – ohne laufende Gebühren.
Hosts 1–3 und gemeinsames SpeichersystemSANEin eigenes Hochgeschwindigkeitsnetz nur für Speicherzugriffe (Fibre Channel, Anlage 2): Alle drei Hosts greifen blockbasiert auf denselben Speicher zu, deshalb kann jede VM auf jedem Host laufen (Neustart bei Host-Ausfall, Live-Migration). Der Speicherverkehr belastet das Server-LAN nicht; redundante Pfade erhöhen die Verfügbarkeit.
Klärwerk und Wasserwerk ↔ RechenzentrumVPNDie Standorte sind nur über das öffentliche Internet verbunden. Ein Site-to-Site-VPN zwischen R2/R3 und R4 baut verschlüsselte Tunnel auf – Prozess- und Messdaten bleiben vertraulich und unverändert, die Gegenstellen werden authentifiziert. Das ist deutlich günstiger als eigene Standleitungen.

b) Remote-Access-VPN statt Portweiterleitung (3 P)

c) Risiko der Stern-Topologie (3 P)

Risiko: SW2 ist ein Single Point of Failure. Fällt er aus (Defekt, Stromausfall), sind Leitwarten-PCs, SPS, Gateway GW2 und Router voneinander getrennt – die Leitwarte kann das Klärwerk nicht mehr überwachen und steuern, Messwerte über GW2 fehlen.
Maßnahme: einen zweiten, redundanten Switch einsetzen und die wichtigen Geräte (Leitwarten-PCs, SPS, Router) doppelt anbinden (teilvermaschte Topologie mit Spanning Tree bzw. Link-Aggregation); zusätzlich USV für die Netzwerktechnik und ein Ersatzgerät vor Ort.

Bewertung: a) je Zeile 3 P: 1 P Zuordnung, 2 P Begründung (zwei Merkmale mit Bezug zum Gebiet); bei falscher Zuordnung höchstens 1 P für eine in sich schlüssige Begründung. b) je Aspekt 1 P (Problem der offenen Portfreigabe, Authentifizierung/keine offenen Dienste, Verschlüsselung). c) 2 P Risiko mit Folge, 1 P Maßnahme.

Erklärung: Wie in W24: Jede Zeile braucht ein Merkmal des Konzepts und den Bezug zum Gebiet. „SAN, weil Rechenzentrum“ ist nur die Zuordnung, keine Begründung. Typische Verwechslung: SAN mit NAS – ein NAS ist ein Dateispeicher im normalen LAN, kein eigenes Netz.

NET-03 · Adressierung, Frames & Protokolle

Aufgabe NET-03.1 · 6 Punkte

a) Aufbau der MAC-Adresse 7C:4F:B5:3A:07:D1 (3 P)

Zusatz (nicht verlangt): 7C = 0111 1100 – die beiden niederwertigsten Bits sind 0, es ist also eine Unicast-Adresse, die vom Hersteller global vergeben wurde (nicht zufällig/lokal).

b) OSI-Schichten (3 P)

BegriffOSI-Schicht
HTTP7 (Anwendung)
TCP4 (Transport)
IPv43 (Vermittlung)
MAC-Adresse2 (Sicherung)
Glasfaserkabel1 (Bitübertragung)
MQTT7 (Anwendung)
Bewertung: a) 1 P Länge/Schreibweise, 1 P OUI mit Bedeutung, 1 P Gerätekennung mit Bedeutung; Bezug auf das Beispiel erwartet. b) je Zeile 0,5 P.
Aufgabe NET-03.2 · 12 Punkte

a) Felder des Ethernet-Frames (6 P)

FeldABCDEF
Nummer527814
ABC DEF 527 814 Preamble + SFD Destination MAC Source MAC EtherType Data Payload Frame Check Sequence (8 Byte)(6 Byte)(6 Byte) (2 Byte)(46 – 1.500 Byte)(4 Byte)
Abb. L-2: Lösung zu Anlage 8 – übrig bleiben 3 (Time to Live) und 6 (Source Port)

Die beiden übrigen Bezeichner gehören nicht zum Ethernet-Frame: Time to Live ist ein Feld im IP-Header (Schicht 3), Source Port steht im TCP- bzw. UDP-Header (Schicht 4). Beide stecken also innerhalb der Nutzdaten.

b) Mitschnitt auswerten (3 P)

ff ff ff ff ff ff   3c 52 82 5e 90 31   08 06   00 01 08 00 06 04 00 01 …
└── Ziel-MAC ───┘   └── Quell-MAC ──┘   Typ     Beginn der Nutzdaten

Zusatz: In den Nutzdaten steht eine ARP-Anfrage (Opcode 00 01): Absender-IP 0a 0a 14 1f = 10.10.20.31 (Leitwarten-PC 1), gesuchte IP 0a 0a 14 32 = 10.10.20.50 (Gateway GW2). Der PC fragt also „Wer hat 10.10.20.50?“ – genau so könnte getMacAddress aus Anlage 7 intern arbeiten. Die 28 Byte der ARP-Nachricht werden mit Nullen auf die Mindestlänge von 46 Byte aufgefüllt.

c) IPv4-Netz (3 P)

10.10.20.31/24  →  24 Bit Netzanteil, 32 − 24 = 8 Bit Hostanteil
Maske             255.255.255.0
ca) Netzadresse   10.10.20.0      (Hostbits alle 0)
    Broadcast     10.10.20.255    (Hostbits alle 1)
cb) Hosts         2^8 − 2 = 256 − 2 = 254

cc) Der Messrechner (10.10.21.40/24) liegt im Netz 10.10.21.0/24, der Leitwarten-PC im Netz 10.10.20.0/24 – das dritte Oktett unterscheidet sich (21 ≠ 20), die Netzanteile sind verschieden. Der Messrechner hält den PC deshalb für ein fremdes Netz und schickt die Pakete an sein Standardgateway statt direkt über den Switch; ein Netz 10.10.21.0/24 gibt es im Klärwerk nicht. Abhilfe: eine freie Adresse aus 10.10.20.0/24 vergeben (am besten per DHCP).

Bewertung: a) je richtigem Feld 1 P. b) je 1 P für Quell-MAC, Broadcast-Erklärung und ARP. c) ca) 1 P (beide Adressen), cb) 1 P, cc) 1 P für die Begründung „unterschiedliche Netzanteile“.
Aufgabe NET-03.3 · 24 Punkte

a) Funktion inventarisiere (10 P)

funktion inventarisiere(netz : string) : string
  json : string := "["
  ersterEintrag : boolean := true
  zähle i von 1 bis 254                       // .0 = Netzadresse, .255 = Broadcast
    ip : string := netz + "." + i             // z. B. "10.10.20" + "." + 31
    mac : string := getMacAddress(ip)
    wenn mac <> null dann                     // nur Geräte, die geantwortet haben
      wenn ersterEintrag = false dann
        json := json + ", "                   // Komma nur vor jedem weiteren Objekt
      Ende wenn
      json := json + '{"ip": "' + ip + '", "mac": "' + mac + '"}'
      ersterEintrag := false
    Ende wenn
  Ende zähle
  json := json + "]"
  rückgabe json
Ende funktion

// Aufruf
ausgabe(inventarisiere("10.10.20"))
Bewertung (10 P): Funktionskopf und Rückgabe 1 P · Array mit [ beginnen und ] abschließen 1 P · Schleife über alle Hostadressen 1 bis 254 (nicht 0 und 255) 2 P · IP-Adresse aus netz und Zähler zusammensetzen 1 P · getMacAddress aufrufen 1 P · Prüfung auf null, nur gefundene Geräte aufnehmen 1 P · JSON-Objekt mit korrekten Schlüsseln und Anführungszeichen 2 P · Kommas nur zwischen den Objekten 1 P. Gleichwertig: Komma immer anhängen und am Ende das letzte Komma entfernen; Objekte zuerst in einer Liste sammeln und dann zusammensetzen; Java- oder Python-Syntax. Schleife 0 bis 255 kostet 1 P (Netz- und Broadcastadresse sind keine Hosts).

b) Erweiterung um den Hersteller (4 P)

Geänderte bzw. neue Zeilen innerhalb von wenn mac <> null dann:

      oui : string := mac.substring(0, 8)     // "5C:F2:86:00:14:01" → "5C:F2:86"
      hersteller : string := getVendor(oui)
      wenn hersteller = null dann
        hersteller := "unbekannt"
      Ende wenn
      …
      json := json + '{"ip": "' + ip + '", "mac": "' + mac
                   + '", "hersteller": "' + hersteller + '"}'
Bewertung: 1 P substring(0, 8) (die ersten 8 Zeichen = drei Byte mit zwei Doppelpunkten) · 1 P Aufruf von getVendor · 1 P Ersatzwert „unbekannt“ bei null · 1 P Objekt korrekt um das Feld erweitert. Typischer Fehler: substring(0, 6) liefert nur „5C:F2:“, substring(0, 9) enthält einen Doppelpunkt zu viel.

Java · Aufgabe_NET_03_3.java (Auszug, a und b)

// a) Inventarisierung als JSON-Array
static String inventarisiere(String netz) {
    String json = "[";
    boolean ersterEintrag = true;
    for (int i = 1; i <= 254; i++) {                 // .0 = Netzadresse, .255 = Broadcast
        String ip = netz + "." + i;
        String mac = getMacAddress(ip);
        if (mac != null) {                           // nur Geräte, die geantwortet haben
            if (!ersterEintrag) {
                json = json + ", ";                  // Komma nur vor jedem weiteren Objekt
            }
            json = json + "{\"ip\": \"" + ip + "\", \"mac\": \"" + mac + "\"}";
            ersterEintrag = false;
        }
    }
    json = json + "]";
    return json;
}

// b) Erweiterung um den Hersteller
static String inventarisiereMitHersteller(String netz) {
    String json = "[";
    boolean ersterEintrag = true;
    for (int i = 1; i <= 254; i++) {
        String ip = netz + "." + i;
        String mac = getMacAddress(ip);
        if (mac != null) {
            String oui = mac.substring(0, 8);        // "5C:F2:86:00:14:01" -> "5C:F2:86"
            String hersteller = getVendor(oui);
            if (hersteller == null) {
                hersteller = "unbekannt";
            }
            if (!ersterEintrag) {
                json = json + ", ";
            }
            json = json + "{\"ip\": \"" + ip + "\", \"mac\": \"" + mac
                        + "\", \"hersteller\": \"" + hersteller + "\"}";
            ersterEintrag = false;
        }
    }
    json = json + "]";
    return json;
}

Vollständige Datei mit simulierten Hilfsfunktionen getMacAddress/getVendor (11 Geräte, fiktive Hersteller), Subnetzrechnung und Testlauf: java\10_Netzwerk_IoT\Aufgabe_NET_03_3.java

Ausgabe des Testlaufs

a) inventarisiere("10.10.20"):
[{"ip": "10.10.20.1", "mac": "5C:F2:86:00:14:01"}, {"ip": "10.10.20.2", "mac": "5C:F2:86:00:14:02"}, {"ip": "10.10.20.31", "mac": "3C:52:82:5E:90:31"}, {"ip": "10.10.20.32", "mac": "3C:52:82:5E:90:32"}, {"ip": "10.10.20.41", "mac": "3C:52:82:5E:91:41"}, {"ip": "10.10.20.50", "mac": "7C:4F:B5:3A:07:D1"}, {"ip": "10.10.20.70", "mac": "00:0E:8C:A1:22:70"}, {"ip": "10.10.20.71", "mac": "00:0E:8C:A1:22:71"}, {"ip": "10.10.20.140", "mac": "A4:C1:38:0B:5D:8C"}, {"ip": "10.10.20.201", "mac": "F2:6B:19:C8:44:0E"}, {"ip": "10.10.20.254", "mac": "5C:F2:86:00:14:FE"}]

b) inventarisiereMitHersteller("10.10.20"):
[{"ip": "10.10.20.1", "mac": "5C:F2:86:00:14:01", "hersteller": "Nordwerk Netzwerktechnik"}, {"ip": "10.10.20.2", "mac": "5C:F2:86:00:14:02", "hersteller": "Nordwerk Netzwerktechnik"}, {"ip": "10.10.20.31", "mac": "3C:52:82:5E:90:31", "hersteller": "Lumetra Computer"}, {"ip": "10.10.20.32", "mac": "3C:52:82:5E:90:32", "hersteller": "Lumetra Computer"}, {"ip": "10.10.20.41", "mac": "3C:52:82:5E:91:41", "hersteller": "Lumetra Computer"}, {"ip": "10.10.20.50", "mac": "7C:4F:B5:3A:07:D1", "hersteller": "unbekannt"}, {"ip": "10.10.20.70", "mac": "00:0E:8C:A1:22:70", "hersteller": "Prozessa Automation"}, {"ip": "10.10.20.71", "mac": "00:0E:8C:A1:22:71", "hersteller": "Prozessa Automation"}, {"ip": "10.10.20.140", "mac": "A4:C1:38:0B:5D:8C", "hersteller": "Visiotec Kamerasysteme"}, {"ip": "10.10.20.201", "mac": "F2:6B:19:C8:44:0E", "hersteller": "unbekannt"}, {"ip": "10.10.20.254", "mac": "5C:F2:86:00:14:FE", "hersteller": "Nordwerk Netzwerktechnik"}]

c) Aufteilung 10.10.20.0/24 in vier gleich große Subnetze:
Maske /26 = 255.255.255.192, Hosts je Subnetz = 62
Büro         10.10.20.0/26     10.10.20.1     10.10.20.62    10.10.20.63
Leittechnik  10.10.20.64/26    10.10.20.65    10.10.20.126   10.10.20.127
Kameras      10.10.20.128/26   10.10.20.129   10.10.20.190   10.10.20.191
WLAN         10.10.20.192/26   10.10.20.193   10.10.20.254   10.10.20.255

d) nur Subnetz Leittechnik (Hosts 65 bis 126), heutiger Gerätebestand:
[{"ip": "10.10.20.70", "mac": "00:0E:8C:A1:22:70"}, {"ip": "10.10.20.71", "mac": "00:0E:8C:A1:22:71"}]

Kontrolle: leeres Netz 10.10.99 -> []

Die Ausgaben von a), b) und d) wurden zusätzlich mit einem JSON-Parser geprüft (gültige Arrays mit 11, 11 und 2 Objekten). Das Gerät mit .254 zeigt, dass die Obergrenze 254 nötig ist; die Tablet-MAC F2:… ist eine zufällige, lokal vergebene Adresse – deshalb „unbekannt“.

c) Aufteilung in vier /26-Subnetze (4 P)

Rechenweg: 4 Subnetze = 22 → 2 Bit vom Hostanteil leihen → Präfix /24 + 2 = /26, Maske 255.255.255.192. Es bleiben 32 − 26 = 6 Hostbits → Blockgröße 26 = 64 Adressen → Subnetze beginnen bei .0, .64, .128, .192. Nutzbare Hosts: 26 − 2 = 62 je Subnetz.

SubnetzNetzadresse / Präfixerste Hostadresseletzte HostadresseBroadcastadresse
Büro10.10.20.0/2610.10.20.110.10.20.6210.10.20.63
Leittechnik10.10.20.64/2610.10.20.6510.10.20.12610.10.20.127
Kameras10.10.20.128/2610.10.20.12910.10.20.19010.10.20.191
WLAN10.10.20.192/2610.10.20.19310.10.20.25410.10.20.255
BüroLeittechnikKamerasWLAN 10.10.20.0/2610.10.20.64/26 10.10.20.128/2610.10.20.192/26 .0 .63 | .64 .127 | .128 .191 | .192 .255 Hosts .1 – .62Hosts .65 – .126 Hosts .129 – .190Hosts .193 – .254 je Block 64 Adressen: erste = Netzadresse, letzte = Broadcast, 62 nutzbar
Abb. L-3: Aufteilung von 10.10.20.0/24 in vier /26-Subnetze
Bewertung: 1 P Präfix /26 (bzw. Maske 255.255.255.192) · 2 P Tabelle (je Zeile 0,5 P, alle vier Adressen der Zeile richtig) · 1 P 62 Hosts je Subnetz.

d) Nur das Subnetz Leittechnik durchsuchen (2 P)

Die Schleifenzeile zähle i von 1 bis 254 wird zu zähle i von 65 bis 126 (erste und letzte Hostadresse von 10.10.20.64/26); der Parameter "10.10.20" bleibt. Eleganter: Grenzen als Parameter inventarisiere(netz : string, von : integer, bis : integer).

Bewertung: 1 P richtige Zeile (Schleifenkopf), 1 P richtige Grenzen 65 und 126. 64 bis 127 kostet 1 P.

e) Protokolle, Transport und Ports (4 P)

VerwendungProtokollTCP / UDPPort
verschlüsselte Übergabe an die Inventar-APIHTTPSTCP443
verschlüsselte Sensorwerte an den MQTT-BrokerMQTT über TLS (MQTTS)TCP8883
NamensauflösungDNSUDP53
verschlüsselte Fernwartung über die KommandozeileSSHTCP22
Bewertung: je Zeile 1 P (Protokoll und Port richtig; falsches Transportprotokoll −0,5 P). Bei DNS ist auch „UDP und TCP“ richtig. Unverschlüsselte Varianten (HTTP 80, MQTT 1883, Telnet 23) erfüllen die Anforderung „verschlüsselt“ nicht.

Erklärung: Die Skriptaufgabe entspricht W24 T1 A2c (dort 8 P, hier mit Erweiterungen). Die drei häufigsten Fehler: Schleife von 0 bis 255, ein Komma nach dem letzten Objekt (ungültiges JSON) und fehlende Anführungszeichen um die Werte. Wer unsicher ist, schreibt die Zeichenkette für ein Objekt erst einmal vollständig für ein konkretes Gerät auf und ersetzt dann die Werte durch Variablen.

NET-04 · IT-Infrastruktur, Virtualisierung & Cloud

Aufgabe NET-04.1 · 6 Punkte

a) Servicemodelle (3 P)

Cloud-DienstModell
Online-Programm für die Einsatzplanung im Browser, Gebühr je BenutzerSaaS
zehn gemietete virtuelle Server, Linux und Testwerkzeuge selbst installiertIaaS
verwalteter Datenbankdienst, der WAL legt nur Tabellen und Daten anPaaS

b) 3-2-1-Regel (3 P)

Von wichtigen Daten sollen mindestens 3 Kopien existieren (das Original und zwei Sicherungen), auf 2 unterschiedlichen Speichermedien bzw. -systemen, und 1 Kopie an einem anderen Ort (außer Haus bzw. offline). So übersteht mindestens eine Kopie Hardwaredefekt, Brand, Wasserschaden, Diebstahl oder Ransomware.

Beim WAL (Anlage 6) gibt es nur eine Sicherung auf dem NAS S5. Es steht im selben Raum wie die Server (unter Wasserrohren) und ist dauerhaft im Netz. Damit fehlen die zweite Kopie und die Kopie außer Haus bzw. offline: Brand, Wasser oder Ransomware würden Original und Sicherung zugleich vernichten. Zudem wird nur wöchentlich und manuell gesichert.

Bewertung: a) je Zeile 1 P. b) 2 P für die Regel (alle drei Bestandteile), 1 P für den Nachweis anhand von Anlage 6.
Aufgabe NET-04.2 · 10 Punkte

aa) Speicherbedarf einer Woche (2 P)

(1) inkrementell:  So 400 GB + Mo–Sa je 20 GB                        = 400 + 6 · 20  = 520 GB
(2) differenziell: So 400 GB + 20 + 40 + 60 + 80 + 100 + 120 GB          = 400 + 420     = 820 GB
    (jede differenzielle Sicherung enthält alle Änderungen seit Sonntag)

ab) Wiederherstellung nach Ausfall am Donnerstag, 14 Uhr (2 P)

ac) Verlorene Daten (1 P)

In beiden Fällen fehlen alle Messwerte, die nach der letzten Sicherung (Mittwoch, 22 Uhr) bis zum Ausfall (Donnerstag, 14 Uhr) gespeichert wurden – also etwa 16 Stunden (rund 13 GB), sofern sie nicht aus einem Zwischenspeicher (z. B. im Network Server) nachgeladen werden können.

b) Gefahren und Maßnahmen (4 P)

GefahrMaßnahmeWirkung
Festplatte im Speichersystem fällt ausRAID (z. B. RAID 6, 5 oder 10)Daten liegen redundant (gespiegelt bzw. mit Parität) vor; der Betrieb läuft weiter, die defekte Platte wird im laufenden Betrieb getauscht.
zwei Minuten StromausfallUSV (bei längeren Ausfällen zusätzlich Notstromaggregat)Akkus überbrücken den Ausfall unterbrechungsfrei; bei längerem Ausfall kontrolliertes Herunterfahren statt Absturz mit Dateisystemfehlern.
Host 2 fällt komplett ausHochverfügbarkeits-Cluster (Failover)Die VMs von Host 2 werden automatisch auf Host 1 und 3 neu gestartet (gemeinsames Speichersystem) – kurze Unterbrechung statt tagelangem Ausfall.
Ransomware verschlüsselt erreichbare DateienDatensicherung nach 3-2-1 mit Offline- bzw. unveränderbarer Kopie und mehreren GenerationenEin sauberer, nicht verschlüsselter Stand kann wiederhergestellt werden (ergänzend: Updates, Netzsegmentierung, eingeschränkte Rechte).

c) RAID ersetzt keine Datensicherung (1 P)

RAID 6 schützt nur vor dem Ausfall von bis zu zwei Festplatten. Löscht jemand versehentlich Messwerte oder verschlüsselt Ransomware die Datenbank, wird diese Änderung sofort auf alle Platten geschrieben – ein früherer Stand existiert nicht. Auch bei Brand, Wasserschaden oder Diebstahl des Speichersystems sind alle Daten verloren.

Bewertung: aa) je Variante 1 P (Folgefehler werden berücksichtigt). ab) je Variante 1 P, bei inkrementell nur mit allen drei Inkrementen. ac) 1 P. b) je Zeile 1 P (0,5 P Maßnahme, 0,5 P Wirkung). c) 1 P für ein schlüssiges Beispiel.

Erklärung: Inkrementell = „seit der letzten Sicherung“, differenziell = „seit der letzten Vollsicherung“. Weil hier täglich nur neue Daten hinzukommen, wächst die differenzielle Sicherung jeden Tag um 20 GB. Typischer Fehler: bei der differenziellen Variante alle Differenzen zurückspielen – nötig ist nur die letzte.

Aufgabe NET-04.3 · 20 Punkte

a) Zwei Schwachstellen (4 P)

Zwei der folgenden (jeweils mit Beleg und Folge):

b) Anforderungen (4 P)

ca) Vorteile der Virtualisierung (4 P)

cb) VM und Container (2 P)

Eine virtuelle Maschine enthält ein vollständiges eigenes Gast-Betriebssystem und läuft auf der vom Hypervisor virtualisierten Hardware. Ein Container enthält nur die Anwendung mit ihren Bibliotheken und teilt sich den Kernel des Host-Betriebssystems. Container sind deshalb viel kleiner (MB statt GB) und starten in Sekunden; VMs sind stärker voneinander isoliert und können ein anderes Betriebssystem als der Host haben.

d) Public Cloud (PaaS) – Vor- und Nachteile (6 P)

Vorteile (zwei davon):

Nachteile / Risiken (zwei davon):

Mögliche Empfehlung (nicht verlangt): Hybrid – Steuerung und Alarmierung lokal bzw. im gemieteten Rechenzentrum (mit Edge-Funktionen an den Anlagen), unkritische Auswertungen oder das öffentliche Pegelportal in der Cloud.

Bewertung: a) je Schwachstelle 2 P: 1 P Schwachstelle mit Beleg aus Anlage 6, 1 P Auswirkung auf die Verfügbarkeit. b) je Anforderung 2 P; 1 P, wenn nur ein Schlagwort („soll verfügbar sein“) oder funktional/nicht-funktional vertauscht. ca) je Vorteil 2 P (Vorteil + Bezug zum WAL). cb) 1 P eigenes Gast-Betriebssystem vs. gemeinsamer Kernel, 1 P Folge (Größe/Startzeit/Isolation). d) je Aspekt 1,5 P; volle Punktzahl nur, wenn kritische Infrastruktur bzw. personenbezogene Daten bei den Nachteilen berücksichtigt werden.

Erklärung: Teil a) und b) entsprechen W22 T1 A1a/b. Der Unterschied zu einer allgemeinen Lehrbuchantwort ist der Beleg aus der Anlage („keine USV → Stromausfall am 02.07. …“). Typischer Fehler in b): „Die Infrastruktur soll sicher sein“ – ohne Maßstab bringt das kaum Punkte.