$-Zeichen kosten nur dann Punkte, wenn die Formel kopiert werden soll.
Zwei der folgenden (Text, Absatz 1):
Ein WIP-Limit (work in progress) legt fest, wie viele Karten bzw. Aufgaben sich höchstens gleichzeitig in einer Spalte des Kanban-Boards befinden dürfen. Ist das Limit erreicht, darf niemand neue Arbeit in die Spalte ziehen; stattdessen hilft das Team, die angefangenen Aufgaben fertigzustellen. Laut Text verringert das die Kontextwechsel, macht Engpässe sichtbar und verkürzt die Zeit, die eine Aufgabe vom Start bis zur Fertigstellung braucht – auch wenn es sich anfangs langsamer anfühlt.
Lead time (Durchlaufzeit) ist die Zeit von der Annahme einer Anfrage bis zur Auslieferung an den Kunden, einschließlich aller Wartezeiten. Cycle time (Bearbeitungszeit) umfasst nur den Zeitraum, in dem das Team aktiv an der Aufgabe arbeitet. Die lead time ist daher immer mindestens so lang wie die cycle time.
Erklärung: Die Antwort auf c) steckt in einem Satz mit dem Signalwort whereas (Gegensatz). In a) zählt nur, was im Text steht; „Kanban hat keine Meetings“ steht dort nicht und wäre auch falsch.
| synchron | asynchron | |
|---|---|---|
| Ablauf | Der Primärserver bestätigt der Anwendung eine Transaktion erst, wenn mindestens ein Replikat die Änderung ebenfalls gespeichert hat. | Der Primärserver bestätigt die Transaktion sofort und überträgt die Änderungen erst danach an die Replikate. |
| Vorteil | Fällt der Primärserver aus, gehen keine bestätigten Daten verloren. | Schreibvorgänge sind schnell. |
| Nachteil | Jeder Schreibvorgang dauert länger, besonders wenn das Replikat in einem anderen Rechenzentrum steht. | Die Replikate können dem Primärserver hinterherhinken (replication lag, meist unter einer Sekunde, unter Last bis zu Minuten) und veraltete Daten liefern. |
Der Vorschlag ist abzulehnen. Laut Text ist Replikation keine Datensicherung: Löscht jemand versehentlich eine Tabelle, wird der DELETE-Befehl innerhalb von Sekunden auf alle Replikate übertragen, die Daten sind dann überall weg. Nur eine Sicherung, mit der man auf einen früheren Zeitpunkt zurückgehen kann (point-in-time backup), schützt davor. Die nächtliche Sicherung muss also bleiben.
Problem: Eine Kundin ändert z. B. ihre Lieferadresse und lädt die Seite sofort neu. Die Leseanfrage landet auf einem Replikat, das die Änderung noch nicht erhalten hat, und sie sieht die alte Adresse (veraltete Daten). Ebenso kann beim Bezahlen ein veralteter Lagerbestand angezeigt werden: Eine Pflanze erscheint noch als verfügbar, obwohl sie gerade verkauft wurde.
Lösung laut Text: Leseanfragen, die aktuell sein müssen (eigene gerade gespeicherte Änderungen, Lagerbestand im Bestellvorgang), werden an den Primärserver geschickt („read-your-writes“-Konsistenz).
Erklärung: Die Fangfrage steckt in c): Viele verwechseln Replikation mit Backup. Der Text markiert die Einschränkung mit However am Absatzanfang – ein typisches Signal für die Punkte, nach denen gefragt wird.
Eine monolithische Anwendung wird als eine Einheit gebaut und ausgeliefert. Alle Funktionen (Benutzerverwaltung, Produktkatalog, Bestellung, Zahlung) liegen in einer gemeinsamen Codebasis und nutzen meist eine Datenbank. Jede Änderung erfordert, die ganze Anwendung neu zu bauen und auszuliefern; ein Fehler in einem Modul kann das ganze System lahmlegen.
Bei einer Microservice-Architektur wird die Anwendung in kleine, unabhängige Dienste aufgeteilt. Jeder Dienst deckt eine fachliche Aufgabe ab, läuft in einem eigenen Prozess und verwaltet seine eigenen Daten. Andere Dienste greifen nur über seine API auf diese Daten zu. Die Dienste kommunizieren über das Netzwerk, meist per REST (HTTP, JSON) oder asynchron über einen Message Broker.
Das API-Gateway ist der einzige Einstiegspunkt für alle Clients (App auf den Diensthandys, Browser der Kundschaft). Es leitet jede Anfrage an den zuständigen Dienst weiter (Routing) und übernimmt Querschnittsaufgaben wie Authentifizierung, Begrenzung der Anfragerate (rate limiting) und Protokollierung. Diese Funktionen müssen dadurch nicht in jedem Dienst einzeln programmiert werden.
Empfehlung: GrünBlick zunächst als gut strukturierten, modularen Monolithen entwickeln und Dienste erst herauslösen, wenn es einen klaren Bedarf gibt. Begründung mit dem Text:
Ein Argument für eine spätere Aufteilung nennt der Text ebenfalls: sehr unterschiedliche Lastprofile. Der Produktkatalog mit seinen Spitzen beim Frühjahrsverkauf ist deshalb ein guter Kandidat, um ihn später als eigenen Dienst herauszulösen.
Sobald externe Clients wie die Liefer-App auf den Diensthandys die Schnittstelle nutzen, müssen Änderungen abwärtskompatibel bleiben, sonst funktionieren die alten Clients nicht mehr. Mit der Versionsnummer kann Nordwind eine geänderte, nicht kompatible Schnittstelle unter /api/v2/orders anbieten, während ältere App-Versionen weiter /api/v1/orders verwenden, bis alle Geräte umgestellt sind.
Erklärung: Bei Transferfragen wie d) gibt es keine einzige richtige Entscheidung, aber die Argumente müssen aus dem Text kommen und zum Szenario passen (kleines Team, eine Lastspitze im Katalog). Das Signalwort provided that in der Fehlerisolation ist eine Bedingung: Ohne Timeouts und Ersatzwerte ziehen ausgefallene Dienste die anderen mit.
=B2*C2
=D2*(1-$G$2)
Englisch identisch. Gleichwertig: =D2-D2*$G$2, =D2*(100%-$G$2) oder =D2*(1-G$2) (gemischter Bezug: Zeile fest genügt beim Kopieren nach unten).
Beim Kopieren wandert der relative Bezug mit: In E3 steht =D3*(1-G3). Die Zelle G3 ist leer und wird als 0 gewertet, also rechnet die Formel 149,40 · (1 − 0) und zeigt 149,40 an – den Preis ohne Rabatt statt richtig 137,45. Gleiches gilt für E4 (187,50 statt 172,50). E2 ist zufällig richtig, deshalb fällt der Fehler leicht nicht auf.
| Zeile | D (Gesamt) | E richtig =D2*(1-$G$2) | E falsch =D2*(1-G2) |
|---|---|---|---|
| 2 | 156,00 | 143,52 | 143,52 |
| 3 | 149,40 | 137,45 (137,448) | 149,40 |
| 4 | 187,50 | 172,50 | 187,50 |
Werte in Excel geprüft (Formeln eingegeben und nach unten kopiert).
Eine der folgenden: Kalkulation von Angeboten und Preisen, Auswertung der Umsätze je Monat und Warengruppe mit Diagramm, Planung des Budgets für Heizenergie der Gewächshäuser, Simulation eines neuen Preismodells, Inventurliste, Entwurf eines Schichtplans, Auswertung exportierter Sensordaten.
| Zelle | Formel deutsch | Formel englisch | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| E14 | =ZÄHLENWENN(D2:D11;2) | =COUNTIF(D2:D11,2) | 4 |
| E15 | =SUMMEWENN(C2:C11;"Gewerbe";E2:E11) | =SUMIF(C2:C11,"Gewerbe",E2:E11) | 1.980,40 |
| E16 | =RUNDEN(MITTELWERT(E2:E11);2) | =ROUND(AVERAGE(E2:E11),2) | 251,48 |
=WENN(UND(F2="nein";HEUTE()-B2>14);"Mahnung";"") =IF(AND(F2="nein",TODAY()-B2>14),"Mahnung","")
Gleichwertig: B2<HEUTE()-14, HEUTE()-B2>=15 oder verschachtelt =WENN(F2="nein";WENN(HEUTE()-B2>14;"Mahnung";"");""). Keine Bezüge mit $ nötig, alle wandern zeilenweise mit.
5102 (22 Tage, nicht bezahlt) und 5104 (15 Tage, nicht bezahlt). Die Bestellungen 5106 (10 Tage), 5108 (5 Tage) und 5109 (3 Tage) sind ebenfalls offen, aber noch nicht älter als 14 Tage.
| BestellNr | Datum | Bezahlt | Tage bis 10.10. | G |
|---|---|---|---|---|
| 5102 | 18.09.2026 | nein | 22 | Mahnung |
| 5104 | 25.09.2026 | nein | 15 | Mahnung |
| 5106 | 30.09.2026 | nein | 10 | (leer) |
| 5108 | 05.10.2026 | nein | 5 | (leer) |
| 5109 | 07.10.2026 | nein | 3 | (leer) |
Alle Formeln in Excel eingegeben (deutsch per Formeleingabe, englisch zusätzlich zur Kontrolle); Ergebnisse identisch, Status mit HEUTE() am 10.10.2026 und mit festem Datum geprüft. Summe aller Warenwerte 2.514,83 → Mittelwert 251,483.
Erklärung: „mehr als 14 Tage“ heißt >14: Bei genau 14 Tagen gibt es noch keine Mahnung. Bei SUMMEWENN steht der Kriterienbereich vorn und der Summenbereich hinten; ohne Summenbereich würde SUMMEWENN die Textspalte C summieren und 0 liefern.
A6: =$B$1+1 (oder =B1+1, da A6 nicht kopiert wird) A7: =A6+1 (nach unten kopiert: A8 =A7+1, A9 =A8+1 …)
=WOCHENTAG(A6;2) englisch: =WEEKDAY(A6,2)
=WENN(B3>=SVERWEIS(B2;Zonen!$A$2:$E$5;4;FALSCH);"ja";"nein") =IF(B3>=VLOOKUP(B2,Zonen!$A$2:$E$5,4,FALSE),"ja","nein")
=WENN($B$3>=SVERWEIS($B$2;Zonen!$A$2:$E$5;5;FALSCH);0;
SVERWEIS($B$2;Zonen!$A$2:$E$5;3;FALSCH))
=IF($B$3>=VLOOKUP($B$2,Zonen!$A$2:$E$5,5,FALSE),0,
VLOOKUP($B$2,Zonen!$A$2:$E$5,3,FALSE))
In Excel wird die Formel in einer Zeile eingegeben (der Umbruch dient nur der Lesbarkeit). Mit XVERWEIS: =WENN($B$3>=XVERWEIS($B$2;Zonen!$A$2:$A$5;Zonen!$E$2:$E$5);0;XVERWEIS($B$2;Zonen!$A$2:$A$5;Zonen!$C$2:$C$5)). Ebenfalls richtig: die Grundgebühr einmal in einer Hilfszelle (z. B. F1) berechnen und in C6 nur =$F$1 eintragen.
=WENN(B6=7;"keine Lieferung";WENN(B6=6;C6+Zonen!$G$2;C6)) =IF(B6=7,"keine Lieferung",IF(B6=6,C6+Zonen!$G$2,C6))
Gleichwertig: =WENN(B6=7;"keine Lieferung";C6+WENN(B6=6;Zonen!$G$2;0)). Ohne Hilfsspalte B ginge auch WOCHENTAG(A6;2)=7 direkt in der Bedingung.
C6 = 0,00, weil 125,00 ≥ 120,00 („Lieferfrei ab“ in Zone 3). D7 = 5,00, weil der 10.10.2026 ein Samstag ist: 0,00 + 5,00 Samstagszuschlag.
| Liefertag | B | C / D bei 89,50 (Anlage) | C / D bei 125,00 |
|---|---|---|---|
| Fr, 09.10.2026 | 5 | 9,90 / 9,90 | 0,00 / 0,00 |
| Sa, 10.10.2026 | 6 | 9,90 / 14,90 | 0,00 / 5,00 |
| So, 11.10.2026 | 7 | 9,90 / keine Lieferung | 0,00 / keine Lieferung |
| Mo, 12.10.2026 | 1 | 9,90 / 9,90 | 0,00 / 0,00 |
| Di–Mi | 2, 3 | 9,90 / 9,90 | 0,00 / 0,00 |
In Excel mit den Daten aus Anlage 7 nachgebaut: Alle deutschen und englischen Formeln (auch die XVERWEIS- und die Alternativ-Variante) liefern genau die Werte der Anlage; zusätzlich mit Warenwert 125,00 und 35,00 (B4 = „nein“) geprüft. Die Datumslogik wurde außerdem mit Python nachgerechnet (Seriennummer 08.10.2026 = 46303).
Zwei der folgenden, jeweils mit Lösung durch die Anwendung:
| Problem bei der Tabellenkalkulation | So vermeidet es GrünBlick (Anwendung mit Datenbank) |
|---|---|
| Gleichzeitiges Bearbeiten: Die Datei ist für andere gesperrt oder schreibgeschützt geöffnet; Änderungen überschreiben sich oder es entstehen Kopien. | Viele Nutzer arbeiten gleichzeitig; die Datenbank sichert die Änderungen mit Transaktionen und sperrt nur einzelne Datensätze. |
| Fehleranfälligkeit: Formeln werden versehentlich überschrieben, Bezüge verrutschen, falsche Zonen werden eingetippt; niemand bemerkt es. | Die Berechnung steht zentral im getesteten Programmcode; Eingaben werden geprüft (Datentypen, Pflichtfelder, Zone muss existieren). |
| Keine Nachvollziehbarkeit: Unklar, wer wann was geändert hat; viele Versionen der Datei. | Eine zentrale Datenhaltung mit Änderungsprotokoll. |
| Zugriffsrechte und Datenschutz: Wer auf das Laufwerk zugreifen kann, sieht alle Kundendaten und kann die Datei kopieren oder verschicken. | Rollen und Rechte je Funktion, Zugriffe werden protokolliert. |
| Doppelte Erfassung: Bestellungen aus dem Online-Shop müssen abgetippt werden. | Shop, Gebührenberechnung und Tourenplanung nutzen dieselbe Datenbank; keine Medienbrüche. |
FALSCH im SVERWEIS: je −1 P (hier zufällig richtig, weil die Zonen sortiert sind, aber fachlich unsauber).Erklärung: Typische Fehler: A6 als =B1+1 schreiben und nach unten kopieren (A7 wird zu =B2+1 = 4, also kein Datum mehr) · den Spaltenindex ab Spalte A des Blattes statt ab der ersten Spalte der Matrix zählen (hier zufällig gleich, weil die Matrix bei A beginnt) · den Zuschlag außerhalb des WENN addieren, z. B. =WENN(B6=7;"keine Lieferung";C6)+WENN(B6=6;Zonen!$G$2;0): Am Sonntag wird dann Text + Zahl gerechnet, und es erscheint #WERT!.
| Nr. | Kategorie | Begründung |
|---|---|---|
| 1 | Incident | ungeplante Störung: Ein Dienst funktioniert für eine Nutzergruppe nicht. |
| 2 | Service Request | Standardanfrage ohne Störung (Zugang einrichten). |
| 3 | Problem | Gesucht wird die gemeinsame Ursache mehrerer Incidents. |
| 4 | Change | geplante Änderung bzw. Erweiterung der Anwendung (Änderungsantrag, Request for Change). |
Die Reaktionszeit ist die maximale Zeit vom Eingang einer Meldung bis zur ersten qualifizierten Rückmeldung bzw. bis zum Beginn der Bearbeitung durch den Support. Die Lösungszeit ist die maximale Zeit vom Eingang bis zur Behebung, also bis der Service wieder funktioniert bzw. die Anfrage erledigt ist. Beide hängen von der Priorität ab und zählen nur innerhalb der vereinbarten Servicezeit.
T-1042: Auswirkung hoch, Dringlichkeit hoch → P1. T-1044: Auswirkung gering, Dringlichkeit gering → P4.
| Ticket | Auswirkung | Dringlichkeit | Priorität |
|---|---|---|---|
| T-1043 | mittel: nur Gewächshaus 4 betroffen; die Anzeige fehlt, die Lüftung läuft im Notprogramm weiter (Teilfunktion gestört) | hoch: bei starker Mittagssonne können die Pflanzen ohne Temperaturkontrolle schnell überhitzen, der Schaden wächst schnell | P2 |
| T-1046 | hoch: Kernfunktion Lieferung, alle Fahrer betroffen | mittel: Workaround mit Papier möglich, aber mit Mehraufwand und Fehlerrisiko beim Nachtragen | P2 |
Ebenfalls vertretbar, wenn begründet: T-1043 Auswirkung hoch (Gewächshaussteuerung ist laut Vertrag Kernfunktion) → P1; T-1046 Auswirkung mittel (eine Nutzergruppe) → P3 oder Dringlichkeit hoch (Lieferdaten können verloren gehen) → P1.
P1: Reaktionszeit 15 min, Lösungszeit 4 h. Eingang Montag 10:30 Uhr (innerhalb der Servicezeit).
Das gleiche Fehlerbild tritt zum dritten Mal auf (September, T-1043, T-1047). Der Neustart des Gateways ist nur ein Workaround: Die Störung ist behoben, die Ursache aber unbekannt, und sie wird wieder auftreten – jedes Mal mit Gefahr für die Pflanzen. Ein Problem-Ticket sorgt dafür, dass der 2nd/3rd Level (bzw. der Hersteller SensoTec) die Ursache analysiert und dauerhaft beseitigt (ggf. über einen Change, z. B. ein Firmware-Update). Es verknüpft die zusammengehörenden Incidents, und der Workaround wird bis dahin als bekannter Fehler in der Wissensdatenbank dokumentiert.
Drei der folgenden, jeweils erläutert:
Erklärung: Die Original-Aufgabe (S22) fragte nur nach „drei Vorteilen und einem Nachteil“ mit 12 Punkten, also 3 P je Punkt – entsprechend ausführlich muss erläutert werden. Funktionale und hierarchische Eskalation schließen sich nicht aus: Bei T-1046 laufen beide parallel.
Zusammenhang: Deep Learning ⊂ Machine Learning ⊂ KI.
| Nr. | Verfahren | Begründung |
|---|---|---|
| 1 | überwacht | Die Fotos sind mit der richtigen Antwort beschriftet (Labels); Klassifikation. |
| 2 | unüberwacht | Es gibt keine Beispiele mit bekannter Antwort; das Verfahren sucht Auffälligkeiten, die vom normalen Muster abweichen (Anomalieerkennung). |
| 3 | überwacht | Aus historischen Daten mit bekannten Ergebnissen (Verkaufszahlen früherer Jahre) wird ein Zahlenwert vorhergesagt (Regression). |
Mit den Testdaten wird geprüft, wie gut das Modell bei neuen, unbekannten Fotos funktioniert, also im späteren Einsatz. Wären die Testfotos im Training enthalten, hätte das Modell sie quasi auswendig gelernt; das Testergebnis wäre zu gut, und ein Überanpassen (Overfitting) bliebe unentdeckt.
Beurteilung: Das Ergebnis reicht für einen selbstständigen Einsatz nicht aus. Fast jede dritte kranke Pflanze bleibt unentdeckt, und Krankheiten wie Mehltau oder Grauschimmel breiten sich im Gewächshaus schnell aus. Die hohe Genauigkeit täuscht, weil 85 % der Testfotos gesunde Pflanzen zeigen: Ein Modell, das immer „gesund“ meldet, käme schon auf 85 %. Außerdem stammen die Testfotos aus denselben Gewächshäusern und derselben Jahreszeit wie das Training; im geplanten Einsatz (andere Pflanzen, Kunstlicht) ist eher ein schlechteres Ergebnis zu erwarten. Vertretbar ist allenfalls ein Pilotbetrieb, bei dem PflanzenCheck nur Hinweise gibt und die Sichtkontrolle durch das Personal bleibt (Fehlalarme: 60 von 270 Meldungen, also rund 22 %).
| Problem | Gegenmaßnahme |
|---|---|
| Nicht repräsentativ: nur Rosen und Geranien aus zwei Gewächshäusern, nur Sommer und Tageslicht. Eingesetzt werden soll das Modell auch für Kräuter und Gemüsejungpflanzen und im Winter unter Kunstlicht; diese Bilder kennt es nicht. | Fotos aus allen Gewächshäusern, von allen Pflanzenarten, zu allen Jahreszeiten und Lichtverhältnissen sammeln und labeln; bis dahin nur für Rosen und Geranien einsetzen. |
| Unausgewogene Klassen: Grauschimmel nur 120 Fotos (1 %), Blattläuse 480 (4 %). Seltene Krankheiten lernt das Modell schlecht. | gezielt mehr Fotos der seltenen Klassen erfassen bzw. künstlich erweitern und stärker gewichten; Ergebnis je Klasse auswerten. |
| Labelqualität: Aushilfen nach einer Stunde Einweisung, keine Kontrolle. Falsche Labels lernt das Modell mit. | Labeln oder Prüfen durch Gärtnerinnen und Gärtner bzw. Pflanzenschutz-Fachleute, Label-Richtlinie, Stichproben und Vier-Augen-Prinzip. |
| Testdaten aus derselben Quelle wie die Trainingsdaten: Die Bewertung sagt wenig über den echten Einsatz. | Testdaten aus den späteren Einsatzbedingungen zusammenstellen (andere Gewächshäuser, Winter). |
Rechnung mit Python nachgeprüft: Genauigkeit 0,925; Anteil übersehen 0,30; Fehlalarme unter den Meldungen 60/270 ≈ 0,222; „immer gesund“ ergäbe 0,85.
| Anwendung | Risikostufe | Folge für den Einsatz |
|---|---|---|
| 1. PflanzenCheck | minimales Risiko (Bilderkennung bei Pflanzen, keine Entscheidung über Menschen) | keine besonderen Pflichten aus dem AI Act; freiwillige Verhaltenskodizes möglich. Allgemeine Pflichten bleiben: KI-Kompetenz der Nutzer, DSGVO für Beschäftigte auf den Fotos. |
| 2. Chatbot im Shop | begrenztes Risiko (KI interagiert mit Menschen) | Transparenzpflicht: Die Kundschaft muss klar erkennen, dass sie mit einer KI chattet (Hinweis im Chatfenster). |
| 3. Vorauswahl von Bewerbungen | hohes Risiko (Bereich Beschäftigung: Einstellung, Auswahl von Bewerbern) | erlaubt, aber mit strengen Pflichten: Der Anbieter braucht Risikomanagement, geprüfte Trainingsdaten (Bias), Dokumentation, Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung. Der Pflanzenhof als Betreiber muss das System bestimmungsgemäß nutzen, eine geschulte Person muss die Ergebnisse prüfen und entscheiden (menschliche Aufsicht), Protokolle aufbewahren, Bewerbende und Betriebsrat informieren. |
| 4. Stress-Erkennung an den Packtischen | unannehmbares Risiko (Emotionserkennung am Arbeitsplatz) | verboten, darf nicht eingesetzt werden (Bußgeld bis 35 Mio. € oder 7 % des Jahresumsatzes); zusätzlich wären Mitbestimmung des Betriebsrats und DSGVO betroffen. |
Entstehung: Ein Sprachmodell erzeugt Text, indem es Wort für Wort die wahrscheinlichste Fortsetzung berechnet. Es hat kein geprüftes Faktenwissen und erkennt nicht, ob eine Aussage stimmt. Fehlt eine passende Information, entsteht trotzdem eine flüssige, glaubwürdige Antwort – etwa ein erfundenes Pflanzenschutzmittel.
Maßnahmen (zwei davon):
Chancen (zwei davon)
Risiken (zwei davon)
Zwei der folgenden, jeweils beschrieben:
Erklärung: Die Einordnung hängt am Zweck, nicht an der Technik: Dieselbe Kamera-Bilderkennung ist bei Pflanzen minimal riskant und bei der Stimmung von Beschäftigten verboten. Teil d) entspricht der Logik von W23 T1 A1b; Querverweis Block 04 (Change-Management, Stakeholder).
Green IT bezeichnet Bestrebungen, Informations- und Kommunikationstechnik über ihren gesamten Lebenszyklus – Herstellung, Betrieb und Entsorgung – umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten (z. B. weniger Energie, längere Nutzung, Recycling). Dazu gehört auch, IT so einzusetzen, dass sie in anderen Bereichen Energie und Ressourcen einspart.
Zwei von: Energieverbrauch und Stromkosten senken · CO₂-Emissionen verringern (Beitrag zur Klimaneutralität 2030) · Rohstoffe schonen und Elektroschrott vermeiden (längere Nutzung, Recycling) · Wasser- und Ressourcenverbrauch im Betrieb mit IT senken · Image und Nachhaltigkeitsbericht verbessern.
| Maßnahme | Zuordnung |
|---|---|
| 1. Server virtualisieren | Green in IT |
| 2. sensorgesteuerte Bewässerung | Green by IT |
| 3. Videokonferenz statt Dienstreise | Green by IT |
| 4. Notebooks aufrüsten und länger nutzen | Green in IT |
IT-Leistung = 14 · 0,32 kW + 1,02 kW = 4,48 kW + 1,02 kW = 5,50 kW
PUE = Gesamtleistung ÷ IT-Leistung = 10,45 kW ÷ 5,50 kW = 1,9
10,45 kW · 8.760 h = 91.542 kWh pro Jahr
91.542 kWh · 0,28 €/kWh = 25.631,76 € pro Jahr
IT-Leistung neu = 3 · 0,55 kW + 1,05 kW = 1,65 kW + 1,05 kW = 2,70 kW
Gesamtleistung neu = 2,70 kW · 1,4 = 3,78 kW
Verbrauch neu = 3,78 kW · 8.760 h = 33.112,8 kWh pro Jahr (Kosten 9.271,58 €)
Einsparung = 91.542 kWh − 33.112,8 kWh = 58.429,2 kWh pro Jahr (≈ 64 %)
in Euro: 58.429,2 kWh · 0,28 €/kWh = 16.360,18 €
in CO₂: 58.429,2 kWh · 0,38 kg/kWh = 22.203,1 kg ≈ 22,2 t
38.000 € ÷ 16.360,18 €/Jahr ≈ 2,3 Jahre (rund 2 Jahre und 4 Monate).
Alle Werte mit Python nachgerechnet (PUE 1,9; 91.542 kWh; 33.112,8 kWh; 58.429,2 kWh; 16.360,18 €; 22.203,096 kg; 2,32 Jahre).
Erklärung: Die Einsparung entsteht aus zwei Effekten: Die Virtualisierung senkt die IT-Leistung von 5,5 auf 2,7 kW, die neue Kühlung die PUE von 1,9 auf 1,4. Nur virtualisieren ohne neue Kühlung hätte bei gleichbleibender PUE 2,7 · 1,9 · 8.760 ≈ 44.939 kWh ergeben – in der Praxis eher mehr, weil das alte Klimagerät nicht kleiner wird (die PUE würde steigen).
Vier der sechs, z. B.:
| Nr. | warum unnötiger Verbrauch | Maßnahme |
|---|---|---|
| 1 | Für ein 400 × 300 Pixel kleines Vorschaubild wird das 40-mal größere Original übertragen: unnötige Datenmenge, Server- und Netzlast, Datenvolumen und Akku der Kundschaft. | Bilder beim Hochladen in passenden Größen und modernem Format (WebP/AVIF) erzeugen, je nach Bildschirm die passende Größe ausliefern, Lazy Loading, Caching bzw. CDN. |
| 2 | Ständiges Nachfragen (Polling) alle 5 s: 17.280 Anfragen pro Gerät und Tag, bei 25 Geräten 432.000, auch nachts und sonntags ohne Nutzen; belastet Server, Funknetz und Akkus. | Push-Benachrichtigung bzw. WebSocket, wenn ein Auftrag vorliegt; Abfragen nur während der Lieferzeiten, längeres Intervall. |
| 3 | Rohwerte wachsen unbegrenzt (600 · 1.440 = 864.000 Werte pro Tag) und werden jede Nacht komplett kopiert: Speicher und Übertragung wachsen ständig. | Löschkonzept bzw. ältere Daten verdichten (z. B. Stundenmittel nach 30 Tagen), inkrementelle Sicherung nur der Änderungen, Kompression. |
| 4 | 6 GPU-Stunden pro Nacht (≈ 2.190 GPU-Stunden im Jahr), obwohl sich ohne neue Daten am Modell nichts ändert. | Training nur auslösen, wenn genügend neue, geprüfte Fotos vorliegen; nur nachtrainieren statt komplett neu; Zeiten mit viel Ökostrom nutzen. |
| 5 | Server laufen 168 h pro Woche, genutzt werden 45 h (≈ 27 %). | automatisch außerhalb der Arbeitszeit herunterfahren und bei Bedarf starten; bedarfsgerecht skalieren. |
| 6 | Software erzwingt den Austausch funktionsfähiger Geräte; bei Smartphones entsteht ein großer Teil der Umweltbelastung bei der Herstellung, dazu Elektroschrott und Kosten. | auch ältere Betriebssystemversionen unterstützen und das bei der Entwicklung einplanen (Kriterium des Blauen Engels für Software). |
vorher: 30.000 · 4,8 MB = 144.000 MB = 144 GB pro Tag
nachher: 30.000 · 0,12 MB = 3.600 MB = 3,6 GB pro Tag
Einsparung: 140,4 GB pro Tag · 365 = 51.246 GB pro Jahr (≈ 51,2 TB; −97,5 %)
Energie: 51.246 GB · 0,03 kWh/GB ≈ 1.537 kWh pro Jahr
Rechnungen mit Python nachgeprüft (144 GB; 3,6 GB; 51.246 GB; 1.537,38 kWh; 432.000 Anfragen; 864.000 Messwerte).